Colette ist zu

Wer dieser Tage nach Paris fährt, sei vor einer möglichen kleinen Enttäuschung gewarnt: die Fashion-Pilgerstätte COLETTE an der Rue St. Honoré ist erstmals seit zehn Jahren geschlossen. Grund für den Blackout ist ein Totalumbau des 1998 eröffneten Concept Stores. Ende August wird der Laden feierlich wiedereröffnet - wir werden Ihnen selbstverständlich berichten, ob er im neuen Look die Latte für Retail-Fachleute noch einmal höher legt.

Gold Rush - goldene Zeiten

Die Wirtschaftsseiten der Zeitungen verkünden zwar anderes, aber wenn man die Schaufenster in Paris zum Massstab nimmt, dann gehen wir auf goldene Zeiten zu. Selten war so viel Gold zu sehen - in der Mode, bei den Accessoires, und natürlich bei den Uhren, wo romantisches Rotgold wieder sehr gefragt ist. Ein paar Schnappschüsse.


Goldene Koffer von Goyard.


Goldene Stilettos von Giuseppe Zanotti.


Goldfarbene Ledertasche aus der neuen "Hysteria"-Linie von Gucci.


Der Duft von Gold: "888" von Comme des Garçons.


Goldene Leggings bei American Apparel.


Golduhren bei Chopard.

Bistro George im Fotomuseum Winterthur

Bistro George im Fotomuseum Winterthur

Ideal bei solchem Bisiwetter wie dieses Wochenende: Das schöne Fotomuseum in Winterthur und das dazugehörende Bistro George mit leckeren Kuchen.

www.fotomuseum.ch

Das Urgestein Tommy Hilfiger

Abgelutscht, hunderttausendfach gesehen und fotografiert. Von Wind und Wetter gegerbt, aus langsam zerfallendem, verwitternden Gestein, dessen oberste Schicht sich langsam unübersehbar auflöst. Nein, wir sprechen nicht von US-Designer Tommy Hilfiger (der ist doch noch etwas besser im Schuss), sondern von der Akropolis, wo erstgenannter sich vor kurzem noch verlustierte, um das zehnjährige Bestehen seiner europäischen Geschäfte zu feiern.



Das Bild zeigt Tommy Hilfiger, ganz als amerikanischer Tourist verkleidet, mit Aris Spiliotopoulos, dem griechischen Tourismusminister - dieser könnte in seinem hautengen Jogi-Löw-Hemd auch gut ein lokaler Schausteller oder Gigolo sein, finden Sie nicht?

Eben, dieses Thema Authentizität

Das hier bekamen wir eben von der Firma Gucci: eine doch stark historisierende Aufnahme vom Gucci-Geschäft in der Via Condotti in Rom sowie ein Hinweis darauf, dass die Marke Ihre Wurzeln jetzt mit einer speziellen "Heritage"-Kollektion betont.



Damit einher geht der Hinweis, dass die Firma Gucci heuer ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Also schmiss Creative Director Frida Giannini eine grosse Party, während der die den Frühling 2009 schon antizipierende Cruise-Collection in der Villa Aurelia gezeigt wurde. Und hier die passenden, ebenfalls stark an die goldenen Tage von Gucci erinnernden Taschen:



Im Anschluss an das Fest rockte dann die britische Band Goldfrapp das Haus - konsequenter wäre aber wohl Marino Marini oder Al Bano gewesen?

Musizieren mit Rüebli und Auberginen

Man spricht in allen Lifestyle-Bereichen wieder viel vom Echten, Authentischen und Naturbelassenen, oft auch vom Handgemachten - das Gottlieb-Duttweiler-Institut veranstaltete kürzlich sogar ein Symposium zu dem Thema.

Dieser Herr hier hätte sich dort gut als Pausenauflockerung geeignet: er macht sich seine Musikinstrumente alle selbst, aus Rüebli, Auberginen, Spargeln oder Broccoli. Wunderbar zu schauen.

Matt tanzt

Das muss man erst einmal hinkriegen: Matt Harding (31), der Internet- und Youtube-Gemeinde auch bekannt als "The Dancing Man", hat es heute Mittwoch, den 9. Juli auf die Titelseite der "International Herald Tribune" geschafft. Die Zeitung widmet ihm und seinem globalen Tänzchen, das über vier Millionen User geschaut haben, eine umfassende Story.

Matts Talent ist bescheiden (er tanzt, aber schlecht), und die Qualität der Filme ist nicht gut (geschossen mit der Film-Funktion einer Kompakt-Digitalkamera), aber das Ergebnis reisst einen einfach mit. Urteilen Sie selbst:



Mehr von Matt Hardings Tanzfilmen auf Youtube - Suchbegriff: "Where the hell is matt?" - Und was lernen wir daraus? Zwei Dinge: a) mit etwas Humor macht das Leben mehr Spass und b) Benutzen Sie auch mal die Funktion für bewegte Bilder, wenn Sie dieser Tage reisen und Fotos machen.

Und hier geht's zum schönen Artikel in der International Herald Tribune: http://www.iht.com/articles/2008/07/08/arts/08dancer.php

Wohnungsnot: eine Pariser Idee

Wohnungsnot: eine Pariser Idee

Ein cleverer Ansatz, wenngleich städtebaulich vielleicht doch etwas riskant: einfach eine selbst gezimmerte Hütte an die Fassade hängen, fertig ist das Extrazimmer für den neuen Untermieter. Gesehen in Paris.

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Nicht nur Alinghi ist top - einige der besten Segel- und Motorjachten der Welt werden im Alpenland gebaut.

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Rennen, springen, hüpfen
Sechs Seiten mit der aktuellsten Sportmode - Funktionsbekleidung, die längst auch Ferizeitmode ist.

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Farewell, Hannes Wettstein

Mit grosser Bestürzung haben wir am Samstagmorgen, 5. Juli die Nachricht vom viel zu frühen Tod des Schweizer Designers Hannes Wettstein vernommen. Hannes wurde vor wenigen Wochen erst 50 Jahre alt - den runden Geburtstag feierte er mit einer Hundertschaft von Freunden in der Old Fashion Bar in Zürich. Auf das ihn zunehmend zeichnende Krebsleiden angesprochen, äusserte sich Wettstein dort voller Hoffnung, den Kampf zu gewinnen. Jetzt hat Hannes unbegreiflicherweise doch verloren. Am Donnerstagmittag, 10. Juli wird Hannes in der Kirche Fraumünster in Zürich verabschiedet.


Die Schweiz verliert mit Hannes Wettstein einen der profiliertesten, reflektiertesten und engagiertesten Produktgestalter unserer Zeit. Hannes' Entwürfe waren international gefragt - und werden es dank ihrer zeitlosen, eleganten Formen noch lange bleiben. Erst vor kurzem hatte "Z - Die schönen Seiten" noch über einen von Hannes' jüngsten Enwürfen, die Leuchte "Scoop" für Belux, berichtet.
Unser tief empfundenes Beileid gilt der ganzen Familie von Hannes Wettstein. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren und er wird uns in seiner präzisen, pointierten Art ein Vorbild bleiben.
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