Der Einkauf der Woche...


Diese Woche im Angebot bei Portner Zürich, einem der schönsten Geschäfte Zürichs:
Portner Zürich: Teller
Portner Zürich
Hallwylstr. 63
8004 Zürich
Tel. 043 317 12 56

Lanvin und die Cosmetic-Surgery-Puppen

Selten sieht man so viele Botox-Fans und rundherum erneuerte, alterslose Damen wie während der gerade stattfindenden Pariser Haute-Couture-Schauen. In diesen Kreisen wird nicht nur mit Leidenschaft in sehr teure Kleidung investiert, sondern auch am eigenen Körper Hand angelegt.
Die Schaufensterdekoration, die Meister-Schneider Alber Elbaz von Lanvin für diese Woche in seinem Pariser Hauptgeschäft installieren liess, darf in diesem Kontext also als gewagt bezeichnet werden: verschnippelte, überkandidelte Puppen, geschminkt und zu Fratzen verzerrt.

Unter den Augen haben die Puppen dunkle Flecken - ist das Make-up oder sind es die Blutergüsse eben erfolgter Eingriffe? Die Fingerchen, die Hälse, die Beine: alles absichtlich zusammengeflickt und mit groben Stichen genäht.

Die Füsse sind geschwollen - es ist ja auch heiss in Paris dieser Tage! - und die Zehen mit den langen Nägeln stehen über den Sohlenrand der Pumps hinaus - so wie gestern bei Star-Stylistin Rachel Zoë, als sie die Schau von Christian Lacroix besuchte.

Chapeau, Alber Elbaz, für so viel Frechheit, Mut und subversiven Humor!

Kulinarische Notizen: Café de Flore

Kulinarische Notizen: Cafe de Flore

Das Café de Flore am Pariser Boulevard St. Germain ist wunderbar, weil sich hier Lou Doillon mit der jungen Julia Roitfeld-Restoin (Tochter der Vogue-Chefin) trifft und auch Emanuelle Alt oder Peter Dundas nebenan sitzen, um die Zukunft der Mode planen. Das Meteor-Bier ist, obwohl völlig exotisch, auch okay. Aber bestellen Sie niemals den grünen Beilagensalat. Der ist schmieriger Matsch in Crèmesauce und kostet wuchtige sieben Euro extra. Das nächste Mal gibt's Pain Poilâne au Chèvre ohne dieses Grünzeugs.

Ralph Laurens moderne Schulbuben

"Spring 2009 is about an unexpected chic", sagt Ralph Lauren, de seine Kollektionen "Purple Label" und "Black Label" diese Saison zum ersten Mal während der Pariser Mänenrmodewoche präsentierte. Unexpected chic: auf unerwartete Weise elegant. Tatsächlich sind die bunten Hosen, kurzen Zweireiher, zweifarbigen Hemden und knalligen Krawatten so ungewöhnlich chic.

Dieses Repertoire kennt man irgendwie von gut saturierten Geschäftsleuten wie Jürg Marquardt, sieht aber auf diese junge, schulbubenhafte Weise doch wesentlich moderner aus.

Chanel Haute Couture - eine Modenschau in 13 Schritten

Hier eine kleine "Gebrauchsanweisung" für alle Menschen, die noch nie an einer Modenschau waren bzw. die wissen wollen, wie so etwas geht. Die aufnahmen entstanden am Dienstagvormittag, 1. Juli anlässlich der Haute Couture von Chanel für Herbst 2008.

Vor dem Pariser Grand Palais baut sich rund eine Stunde vor dem Defilee ein Pulk auf, der erst nur aus Wegelagerern und Türstehern zu bestehen scheint, sich dann aber sukzessive um schrille Figuren erweitert, je näher das Geschehen rückt.

Die interessanteren oder besser gekleideten und darum schöneren der Eintreffenden werden von einer Horde Fotografen belagert, welche den Auftrag haben, den verrückten "Street Style" der Auserwählten zu dokumentieren, welche so ein Evenement besuchen.

Wenn die Papparazzis von ihnen ablassen, stehen die fast ausnahmslos schwarz Gekleideten "Fashionistas" in kleinen Grüppchen beisammen und tauschen Nettigkeiten und Halbwahrheiten aus, bevor es zur Türkontrolle und damit ins Innere des Palais geht.

Eine relativ neue Spezies in diesen Kreisen sind die Mode-Blogger, die alles und jeden fotografieren, ob drinnen oder draussen. Ein substanzieller Teil davon scheint aus Asien zu kommen.

Die Herumstehenden geben übrigens jeweils zuversichtlich Aufschluss über die Beliebtheit der Marke, die gerade ihre Mode vorführt. Ziehen sich alle in deren Sachen an, dann ist das eine "Ehrerbietung" vor dem Gastgeber, in diesem Falle Chanel und Karl Lagerfeld.

Ist man dann mal drin in der "Location", wo die Modenschau stattfinden soll, werden die Gäste nach ihrer Herkunft in Länderblocks aufgeteilt und hierarchisch von vorne nach hinten geordnet. Vorne sitzen die hohen Tiere, und so manches wendet sich dann gnädig um, um die hinteren Chargen mit Küsschen zu begrüssen. Nach vorne wird nie "aktiv" geküsst - man wartet, bis sich die vorderen Reihen nach hinten wenden.

Das Suchen nach dem Sitzplatz erfolgt schliesslich mit ritueller Gelassenheit: wer einen nummerierten und mit handgeschriebenen Platzkärtchen versehenen Sitz hat, schlendert locker mit der Karte wedelnd dorthin und verscheucht wo nötig noch ein paar niedrigere Figuren mit "Standing"-Tickets, die sich frech auf dem Platz niedergelassen haben.

So langsam füllt sich das im Grand Palais aufgebaute Halbrund mit Gästen, Prominenten und Pressevertretern, die wild schnattern.

Wenn schliesslich die füllige alte Dame mit der Teddy-Tolle hereinrauscht, kann es losgehen - keine Modenschau dieser Welt beginnt, bevor die Modekritikerin Suzy Menkes von der International Herald Tribune nicht Platz genommen hat. Es kann losgehen!

Musik, und Licht! - das erste Model schreitet das kreisrunde Plateau ab, auf dem eine 25 Meter hohe Säulengruppe silbern in den Himmel ragt. Diese Kulisse wurde nur für dieses einmalige Ereignis aufgebaut - danach wird sie als Ölpipeline in Sibirien wiederverwertet.

Am Schluss eines jeden Haute-Couture-Defilees steht die "Marriage" - das Hochzeitskleid. Frenetischer Applaus, obwohl das Model unter zehn Kilo Tüll fast einzuknicken scheint.

Währen das Publikum lange anhaltenden Applaus spendet, drehen alle Models noch einmal eine 360-Grad-Runde, bevor sie wieder im Bauch der Kulisse verschwinden.

Und dann kommt Kaiser Karl, der Impressario, und tippelt auch eine Runde, winkt mit behandschuhten Fingerchen in die erste Reihe und huscht von dannen, bevor Türsteher und Bodyguards die Bühne in Windeseile absperren. Ende der rund 90-minütigen Vorstellung!

Thierry Mugler Angel Party in Paris

Am Montagabend in der lauschigen Orangerie der Tuilerien: Thierry Mugler und Clarins feiern mit den Schönheitsredakteurinnen dieser Welt eine Neuauflage des Erfolgsduftes "Angel", der neu auch als glitzernde Body-Cream zu haben ist.

Botschafterin und Schauspielerin Naomi Watts erzählte auf der Bühne, wie toll das Produkt anzuwenden ist ... ;-)

Fotos machen nicht erlaubt - ach was?! Nicht für uns.




PARIS: Haute Couture von Armani Privé

Gestern abend im Palais Chaillot am Trocadéro: Giorgio Armani zeigte seine aktuelle Privé-Kollektion.

Im Publikum, neben anderen zahllosen Celebrities: Schauspielerin Helen Mirren (zweite von links) und Charlotte Gainsbourg (vierte von links).



Der coolste Wiener seit Falco: Peter Weisz

So macht man das, wenn man die Möglichkeit dazu hat: Peter Weisz, Modechef des österreichischen Magazins "Diva", näht alle seine Klamotten grundsätzlich selbst. Ausser Stricksachen und Socken. Schliesslich ist der Mann ursprünglich Schneider und hat darum ein unbestechliches Auge für Qualität.

Peter Weisz in seinem weissen Canvas-Sakko ohne Verschluss und mit seitlichen Stecktaschen. Shopper von Bulgari.
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