Frau Knuppe kommt

Im Moment kracht's im Gebälk beim TV-Sender 3+ und der geplanten neuen Staffel der Sendung "Supermodel": der Senderchef und die Produktionsfirma Allcomm beschuldigen sich via Presse gegenseitig der unerfreulichen Geschäftsführung und der mangelnden Kooperation.

Das ist schade, denn wir rechnen schon fest mit einem plangemässen Start der helvetischen Casting-Show. Denn wir wollen sehen, wie sich die liebe Franziska Knuppe als Heidi-Klum-Klon macht. Und wie Bruce Darnell mit todernster Miene versucht, aus Vorstadt-Räupchen Schmetterlinge zu machen.



A propos Franziska Knuppe: da sind wir schon ein bisschen stolz, hatten wir die reizende deutsche Blondine doch schon im Herbst 2006 auf dem Cover, in der "Sonderbeilage Herbstmode", dem periodisch erscheinenden Vorläufer von "Z - die schönen Seiten".

Paul Kehl goes live ...

Mit einer rauschebärtigen Vollblut-Party in der Rüsterei Sihlcity hat Ph. Olivier Burger, Chef der PKZ/Feldpausch-Gruppe aus Urdorf, am Donnerstagabend seine neue Eigenmarke Paul Kehl getauft.


Die fröhlich-zappelige Showtruppe on stage. Hinten in der Mitte grimassiert das Schweizer Topmodel Roc Montadon.


Sängerin Isabel Florido intoniert "It's a man's world".

Zugegen waren etliche Hundert fröhlich trinkende Zugewandte, die miterlebten, wie eine äusserst engagiert zuckende Frauentanzgruppe den männlichen Models in den Paul-Kehl-Kreationen den Boden bereitete bzw. den Hof machte.



Die Mode, die gezeigt wurde, ist gepflegter Mainstream ohne grosse Ambitionen - also perfekt, um sie in den vielen Schweizer PKZ-Filialen und den drei neuen, gleichentags eröffneten Paul-Kehl-Monobrand-Stores (in Basel, Luzern und Winterthur) an den Mann zu bringen.



Der Paul-Kehl-Typ trägt im Normalfall Jeans, Pulli und Lederjacke, wenn er mal nächtens auf die Piste geht vielleicht einen etwas schmaleren Anzug der jüngeren Submarke "Paul" oder, wenn er sich in der Wirtschaftswelt misst, einen besser gemachten Anzug der Toplinie "Paul Kehl 1881".



Hier vorerst ein paar Impressionen aus der Kollektion. Die Bilder zu den an der Lancierungsparty anwesenden Halb- und Dreiviertel-Prominenten, die zu den Beats von DJ Luca Papini mit dem rechten Fuss wippten, gibt's dann kommenden Sonntag im "Stil" der NZZ am Sonntag - Fiona hat ge-style-watcht. So watch out, you crazy folks. Und die Hintergrundstory zum Paul-Kehl-Imagemodel David steht dann demnächst im "Z" vom September.

Mädchen die frieren, während die Buben schwitzen

Es ist erstaunlich, wie die Modefotografie immer wieder uralte Klischees zementiert - selbst wenn's um Marken für "die junge Generation" geht. So bekamen wir eben ein Foto aus der aktuellen Kollektion der Jeansmarke cK Calvin Klein Jeans, auf dem offenbar schwere Uneinigkeit über die im Studio herrschenden Temperaturverhältnisse herrscht.

Während die Mädchen ihre mit Pelz umrandeten Kapuzen hochziehen und fröstelnd die Hände in den Taschen der langen Strickjacke mit dem Kaminkragen stecken, ist der junge Adonis, rechts im Bild, offenbar kurz davor, sich vor lauter Hitze auch noch seines Unterhemdes zu entledigen. Ist das noch immer so? Jungs schwitzen, wenn Mädchen schon bibbern?



Das Modehaus Schild, deren Post wir dieses kleine Aperçu verdanken, schreibt dazu übrigens: "Das Must-Have der Kollektion sind die Mäntel in weichen Woll-Mischqualitäten. Gerade geschnitten, mittellang und mit aufwändigen Details verarbeitet." Aha. Schade, dass nun genau diese "Must-haves" aber nicht auf dem Bild sind! Oder sehen sie so einen Artikel?

Wenn Models lange stillstehen ...

Man kennt das von Hinterhöfen: wenn man ein Stück asphaltierter Welt länger nicht benutzt, erobert sich die Natur diesen Flecken relativ rasch zurück und es wachsen Gräser, später auch Bäume. Später bricht der Teer auf und die Natur holt sich das verlorene Terrain wieder.

Ähnliches kann auch passieren, wenn Models in einem Fotostudio zu lange stillstehen und warten müssen, bis der Fotograf seine Leuchten und Blenden eingerichtet hat. Dann wächst dem armen Mädchen plötzlich ein Strauch von unten zum Mantel rein, bis er oben am Kragen wieder hervorkommt und das arme Mädchen komplett immobilisiert. Sie muss dann bis ans Ende ihrer Tage dort stehen bleiben und kann nur hoffen, dass hin und wieder jemand mit der Giesskanne vorbei kommt.



So etwa würden wir das Bild interpretieren, welches uns der geschätzte belgische Designer Christian Wijnants (2005Gewinner des Swiss Textiles Awards) heute zugesandt hat. Es ist Teil eines schönen Kollektionskatalogs, den Viviane Sassen fotografiert hat. Mehr über den Designer, dessen Mode man in Zürich bei Vestibule bekommt, gibt es hier.

Carmen still rocks

Wir hatten ja hier schon verschiedentlich von den rund 40-jährigen Supermodels berichtet, die jetzt wieder die grossen Kampagnen dominieren. Aber kann sich jemand vorstellen, dass ein Model schon 63 Jahre im Business tätig und noch immer aktiv ist?



Dann lasse man sich doch überraschen von der nächsten gedruckten Ausgabe von "Z - Die Schönen Seiten", die am 13./14. September in der NZZ und der NZZ am Sonntag erscheint. Eine Geschichte, die man sehen und lesen muss.

Neues von "Play"

Das Schöne am Geblogge ist die Interaktion - mit dem User, aber auch mit anderen Bloggern. So verweist uns die geschätzte Zürcher Kollegin "Play", von deren Blog Playlust wir schon mehrfach berichtet hatten, darauf, dass sie immer mehr auch im Printbereich tätig ist und jetzt auch die Seite "Mein Stil" bei der "Annabelle" bestreitet.

Sofort klappen wir also die neue Ausgabe auf, die neben uns bereit liegt und uns gefällt, weil das Covermodel mit dem reizenden Namen Mieze Katz so ein lustiges Gesicht macht ...



... und entdecken auf der letzten Seite das Porträt der etwas unterkühlten Hotel-Marketing-Fachfrau Anja Ullmann (37) aus Basel, die uns bewusst macht, dass dort offenbar einen Couturier namens Pierre Floesser geben muss, der Spitzentunikas schneidert. Hmmm.



Liebe Play, warum nicht mehr Rock'n'Roll auf dieser Seite? Es müsste bei "Annabelle" doch genauso fetzen wie auf Deiner Website!



John Gallianos Reich

Etwas zu spät für unseren Artikel im "Stil" vom 3. August dieses Monats hat die Kosmetikdivision des Hauses John Galliano jetzt noch die Fotos zum Lancierungs-Event des Galliano-Parfums "No. 1" (siehe auch Eintrag vom 15.7.) nachgereicht. Hier trotzdem ein kleiner visueller Spaziergang durch die Welt des exzentrischen Star-Couturiers.







Ureinwohner setzten Akzente

Wir mögen die neue Herbstkampagne des Kosmetikhauses Aveda gerne: "Raw Beauty", inspiriert von den Traditionen des brasilianischen Eingeborenenstammes der Yawanawa, umgesetzt von Creative Director Antoinette Beenders. Aveda bezieht von den Yawanawa unter anderem das leuchtende Uruku-Pigment, was in diesen Bildern auch zum Einsatz kam.









Fotos: Miguel Reveriego für Aveda

Chanel Haute Couture 08/09 live in Zürich

Wenn heute Abend im Zürcher Walcheturm am Platten-Release-Konzert von Seelenluft das Stück "Comme dans un rêve" angestimmt wird, werden vielleicht einige wache Modeköpfe sich an die letze Haute Couture Show erinnern.
Seelenluft Flyer
Denn dieser Song ist so etwas wie der offizielle "Chanel Haute Couture 08/09"-Song. Zumindest auf www.chanel.com begleitet das Stück des Schweizer Musiker und Produzenten Beat Solèr die eigenartige Modepräsentation (inspiriert von Orgelpfeifen!) und verleiht dem steifen Luxus-Brimborium eine leichtere Note. (zum Video der Show: www.chanel.com)
Chanel Haute Couture Herbst/Winter 08/09
Also, liebe Zürcher, bringt heute Abend Euer liebstes Chanel-Stück mit und werft es beim Song "Comme dans un rêve" dem Herrn Solèr auf die Bühne zu!

Was wäre eine Modepräsentation ganz ohne Musik? Oder mit der falschen?
Eine ausgesuchte Playlist gerhört zum A und O jeder Modenschau und unterstreicht die Stimmung, die Energie jeder Bühnenshow. Männer wie Frederic Sanchez oder Michel Gaubert sind im Modebusiness seit Jahren begehrte Namen für Beschallung von Défilés.

Manchmal wird das Défilé mit einer Live-Band zu einem Happening, was Meister Lagerfeld vor einigen Saisons mit Cat Power und einer wunderbaren Haute Couture Show (Frühjahr 2007) bewies:

Oder Marc Jacobs, dessen Herbst/Winter 08/09 wir mit dem Live-Auftritt von Sonic Youth nur zu gerne beigwohnt hätten. (Video auf: www.marcjacobs.com)
Défilé Marc Jacobs Herbst/Winter 08/09

Aber auch ab Konserve kann die Musik einer sorgfältig zusammengestellten Playlist die Modepräsentation zu einem Erlebnis machen. Stärkstes Beispiel eines perfekt ausgesuchten Songs für eine starke Modekollektion ist diesen Herbste wohl die Damenkollektion von Stefano Pilati für Yves Saint Laurent. Allein die Kollektion und das Styling faszinieren durch ihre prägnante Art. Aber mit dem Sound von LCD Soundsystem übt diese Modepräsentation eine beinahe einen hypnotischen Wirkung aus.
Yves Saint Laurent Herbst/Winter 08/09
Bei der Musik handelt es sich um die instrumentale Version des Songs "Someone Great" und ist in dieser Version 2007 auf der Platte "45:33" erschienen. Dieses Stück ist ein fester Bestandteil dieser YSL-Kollektion, so wie die schwarzen Lippen, Bubikopf-Perücken und schmalen Brillen, welche die Topmodels zum verwechseln ähnlich machten.
Das Défilé von YSL und den Song sieht und hört man auch auf www.ysl.com.


Düfte für bekannte Schweizer

Während am vergangenen Donnerstag im Maag-Areal das Elite-Model des Jahres gekürt wurde (Eine Betrachtung dazu morgen Sonntag im "Stil" der NZZ am Sonntag), trafen sich in der benachbarten "Labor-Bar" eine kleine, aber auserwählte Schar Menschen, um das Projekt "My Scent" von Fotografin Bea Weinmann und Parfumeur Maurus Bachmann kennen zu lernen.

Die beiden Kreativen haben während eines halben Jahres eine Reihe bekannter (Schweizer) Persönlichkeiten besucht, sie fotografiert und im Nachhinein eine persönliche "Grussnote" als Duft dazu geschaffen. Die Bilder und Düfte thematisieren den Clown Gaston, Modedesignerin Christa De Carouge, Fussballer Mladen Petric oder Sängerin Jaël.


Fussballer Mladen Petric, neuerdings beim HSV. (Foto: Bea Weinmann)


Die "Duftbar" mit den Parfums.


Modedesignerin Christa De Carouge. (Foto: Bea Weinmann)


Die persönlichen Duftnoten von Maurus Bachmann


Sängerin Jaël. (Foto: Bea Weinmann)


Fotografin Bea Weinmann und Parfumeur Maurus Bachmann.
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