Strenge Aufforderung im Zürcher HB

Strenge Aufforderung im Zürcher HB

Vor der Abfahrt nach Paris fällt einem noch diese 26-Meter-Frau auf: Sie fordert einen im Namen eines grossen Schweizer Wäscheherstellers unmissverständlich auf, sich jetzt gut zu fühlen. Zu Befehl: We feel great, Sursee!

Magazin «Z»: Wein und Genuss

Exklusiv und kostenlos für NZZ-Leser:
11. Oktober mit der «Neuen Zürcher Zeitung»
12. Oktober mit der «NZZ am Sonntag»

Magazin-Z_Wein-und-Genuss

Aus dem Inhalt

Schwein haben
Im Gourmet-Restaurant hat die Schlachtplatte ausgedient. Blutwurst und Co. verdienen es, individuell zubereitet und genossen zu werden.

Wein kaufen
Manche Weinliebhaber geben für eine Flasche so viel Geld aus wie für Familienferien in den Bergen. Sind diese Preise gerechtfertigt?

Kochen lernen
Ob es um Zöpfe oder um Mehrgänger für Feinschmecker geht: Kochkurse sind beliebter und vielfältiger denn je.

Brühe schöpfen
Suppen brodeln wieder in allen Töpfen. Werden sie in passendem Geschirr serviert, freut sich auch das Auge.

Japanisch essen
Ein Japaner erobert mit gewagten Interpretationen die Welt: Seinen Erfolg hat Nobu unter anderem Robert De Niro zu verdanken.

Massig kochen
Auf dem Traumschiff MS «Europa» ist das Kochen vor allem eine Frage der perfekten Organisation.

Bruno alias Borat alias Sasha Baron Cohen auf dem Catwalk

Davon hat jeder, der sich regelmässig Modeschauen anschaut, schon einmal geträumt: in absolut lächerlicher Aufnachung den Laufsteg zu stürmen und eine kleine Persiflage hinzulegen. Sasha Baron Cohen ("Borat") hat's getan, in Mailand, bei Agatha Ruiz de La Prada (nicht zu verwechseln mit Prada). Wunderbar! Die Schau hätten wir ausnahmsweise auch gerne gesehen.

Ladurée in zeitgemässer Aufmachung

Nächste Woche wird das internationale Modevolk wieder nach Paris an die Schauen strömen und dann hinterher über das gedrängte Programm, den unglaublichen Stress, die vielen Leute und überhaupt über alles ein bisschen jammern. Vielleicht vermag ja dies Abhilfe schaffen: Tee trinken bei Ladurée, in der neuen, zeitgemässen Bar an den Champs-Elysées. Mit dieser neuen Einrichtung zeigt Ladurée, dass die Bohème-Spezialitäten wie Foie Gras, Morcheln aus den Landes oder die Blinis mit iranischem Kaviar nicht nur im für Ladurée typischen Napoleon-III-Stil fein schmecken, sondern auch in einer totaly zeitgemässen Umgebung.
Ladurée
Adresse: 13, Rue Lincoln Paris 8e (75008).

Coiffure Bijou

Ein wahres Trouvaille vergangener Schweizer Grafikkunst auf dem Lande! Ob man und frau in diesem Salon einen zeitgemässen Haarschnitt kriegt, sei dahingestellt - eine Reise in den schönen Thurgau nach Guntershausen bei Aadorf ist es alleweil wert!Bijou

Miezekatz deluxe

Da können gleich drei stolz sein: Die Katze, die über solch eine edle Leiter rund um die Uhr freien Zutritt zum Haus verfügt; der Architekt, der nebst Rafinesse und Können im Häuserbau auch ein Herz für Tiere hat - und nicht zuletzt der Besitzer selbst!
Gesehen an der Metzgerstrasse in Winterthur! Miau!

miau!

Mode aus Mailand: Gucci

Zu Gucci sagen wir jetzt absichtlich nichts, sonst heisst es wieder, wir hätten an Frida Giannini eine Morgenlaune ausgelassen. Machen wir es so: lesen Sie morgen die "NZZ" und am Sonntag die "NZZ am Sonntag". Da wirds dann deutlicher.







Bilder: style.com

Mode aus Mailand: Marni Sommer 2009

Es ist die hohe Kunst, eine scheinbare Kakophonie von Farben, Formen und Stoffen zu einem ganz bestimmten "Look" zu verwegen, wie das Consuelo Castglioni bei Marni tut. Das hat Charakter, Witz, Geist und Grips.







Bilder: style.com

Im Auge des Taifuns: mit Gwyneth in Mailand

Plötzlich sagte ich zu Kerstin - oder war es zu Lisa oder Brigitte? -: "Warum hast Du denn so viele Bodyguards heute?" Doch es waren nicht Lisas - oder Kerstins oder Brigittes - Mensch gewordene Kleiderschränke, die da nervös von links nach rechts schauend mit Knopf im Ohr da standen, sondern die von Gwyneth, Gwyneth Paltrow. Sie war nach Mailand gekommen, um mit Tods und Tods-Boss Diego Della Valle die Uraufführung des kitschigen Werbe-Melodrams "Pashmy Dream" zu feiern.



In dem Film geht es um Gwyneth selbst, die sich auf einer lauschigen Piazza mit einem jungen, langhaarigen Mann verabredet, dann aber von Papparazzi so belästigt wird, dass sie flieht, ohne ihre Tasche mitzunehmen. Der schwer verliebte Zurückgelassene sucht in der Folge nach Gwyneth und findet sie an ihrer eigenen Hochzeit wieder, wo er ihr die Tasche von Gauklern stückweise zurückgeben lässt und dafür verliebte Blicke zurückbekommt. Ob sie dann aber auch zusammen im Bett landen, wird leider nicht deutlich, denn kaum hat die Spannung einen guten Punkt erreicht, kommt auch schon der Abspann des Kurzfilms, den kein Geringerer als Dennis Hopper gedreht hat. Chapeau.



Hopper liess sich für das Fashion-Dinner entschuldigen, mon dieu. Aber Gwyneth kam und sah in ihrem rosa Organza-Kleidchen (von Marni) ganz hübsch aus. Etwas unterkühlt blond, aber sicher sehr elegant. A real star. Mit echten Bodyguards, die einen herumschubsen, wenn man sie zu fotografieren versucht. Das Bild ist also unter Einsatz des ganzen Lebens entstanden, liebe User. Etwas Respekt, bitte.

Byebye sommerliche Modesünden

Es gibt die Mode, die über die Laufstege von Weltmetropolen stolziert, in den Modeheften präsentiert wird und von den schicksten 5% der Bevölkerung getragen/interpretiert wird. Und dann gibt es die Kleider, die die Leute wirklich tragen, die man auf der Strasse, in der Subway, im Tram etc. studieren kann. Modefachleute scheinen manchmal zu vergessen, dass sich die meisten Leute nach ganz anderen Kriterien kleiden, von der das Portemonnaie kein geringes ist, gefolgt von der Bequemlichkeit und der Pflegeleichtigkeit, vor allem in Amerika. Diese Mode - wie z.B. Jeans und Sweatshirts bei Teenagern - fällt meist gar nicht genug auf, dass man sich den Kopf darüber zerbrechen würde. Ausser sie fällt negativ auf. Wie jeden Sommer brachte auch dieser wieder ein paar Modesünden ans grelle Sonnenlicht. Was ich bestimmt nicht vermissen werde, ist die unsägliche Gauchohose.




Das modische Ungeheuer begann sich in Amerika vor drei Jahren auszubreiten und wurde an Stars wie Jessica Simpson gesichtet, (was meine Vorurteile gegen sie nur bestätigt). Eine weite Hose aus dünnem Jersey, die knapp bis über das Knie reicht. Das grösste Problem ist jedoch, dass der dünne Stoff am Körper klebt und zwar sosehr, dass er auch den geringsten Ansatz eines Fettpölsterchen oder von Orangenhaut anzeigt. Die Gauchohose sieht deshalb bei 99% aller Frauen vor allem von hinten unmöglich aus. Beim restlichen Prozent wirkt sie auch nicht besonders chic. Ich halte mich seit jeweils an eine einfache Faustregel: Sieht ein bestimmtes Kleidungsstück, ein Schnitt oder auch ein Material bereits an einem Model (oder einer Zivilistin mit Model-Figur) schon unvorteilhaft aus, sieht es an allen anderen bestimmt nicht besser aus und man sollte die Finger davonlassen.

Ebenso nicht vermissen werde ich die Shorts der männlichen Besucher in meinem Fitnessclub. Selbst unter den züchtigen Amerikanern, die auch bei 40 Grad nie ärmellose T-Shirts tragen, scheint es genug Männer zu geben, die Shorts für den Workout irgendwie o.k. finden. Die Rede ist hier nicht von modischen langen Bermudas an 25jährigen strammen Burschen, sondern von diesen kurzen Knabenshorts an Männern, die den 25. Geburtstag vor zehn oder zwanzig Jahren gefeiert haben..... Es ist nicht appetitlich...
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