Modewoche in Mailand: auf geht's!

Modewoche in Mailand: auf geht's!

Typisch italienischer Auftakt zur Mailänder Modewoche mit Kollektionen für Frühling 2009: der Pendolino steckt in der Werkstatt, stattdessen nimmt man den Weg nach Norditalien in einem klapprigen Ersatzzug mit herb spätsozialistischem Charme in Angriff. Natürlich schwer verspätet, ma certo! Stay tuned for more!

Eclectic Ball Season Opening

Eclectic Ball Season Opening
Eclectic Ball Season Opening
Eclectic Ball Season Opening

Am vergangenen Donnerstagabend zeigte die Zürcher Boutique Eclectic an der Werdmühlestrasse Ideen für Outfits zur Ballsaison. Sehenswert - was auch für den Laden gilt.

Happy Birthday, Freitag

Am Freitag, den 19. September feiern die kongenial-bescheiden-lustig-freundlich-verschrobenen Gebrüder Daniel und Markus Freitag den 15. Geburtstag ihrer Taschenmarke FREITAG. Dazu einen furiosen Tusch, eine scheppernde Fanfare und herzliche Glückwünsche! Auf weitere 75 Jahre - wir sind gespannt auf mehr Taschen, mehr Ideen, mehr Kinder, mehr liebenswertes Gefolge aus der inzwischen vielköpfigen Entourage.


Auch Kater Otto (2) liebt Freitag-Taschen.

Keira Knightley mit rauchschwarzen Augen

Von Chanel kann man immer wieder lernen. So schickt einem die hinreissend konservative, aber eben auch wahnsinnig modern Firma nicht einfach ein 08/15-Bild vom etwas dünnen Hollywood-Star Keira Knightley, sondern liefert gleich noch einen praktischen "Beautytipp" dazu. Den wollen wir also niemandem vorenthalten:



Man nehme eine feine Linie mit dem Professional Eyeliner Duo in Noir-Lamé und placiere diese nahe bei den Wimpern. Auf dem Aaugenlid kommt der Highlighter Face Pen in Beige Rosé zum Einsatz, zudem wird eine Linie entlang der unteren Wimpernreihe gemalt, und zwar mit dem Intense Eye Pencil in Noir. Dann wird das Schwarz aus dem Smoky Eye Quadra Eye Shadow aufgetragen. Zum Schluss wird nicht zu schüchtern Exceptionnel Mascara in Smoky Noir auf den Wimpern zum Einsatz gebracht. Natürlich alles Chanel.

Übrigens: Keira Knightley trägt auf dem Bild natürlich auch ein besticktes Satinkleid von Chanel Haute Couture, und zwar zur Première von "The Duchess" im Public Theatre New York.

Päng, päng! Zeit für James Bond

Soeben beglücken uns die Pressedienste der Schweizer Uhrenmarke OMEGA mit einem brandaktuellen Bild des James-Bond-Darsteller Daniel Craig, wie er im Schweisse seines Angesichts mit der Faustfeuerwaffe hantiert.



Dabei geht es natürlich nicht um die Knarre (wie immer eine Walther PPK), sondern um die Uhr an Bonds Handgelenk, eine Sonderausgabe der Omega Seamaster Diver mit schwarz strukturiertem Zifferblatt und lasergraviertem "Quantum of Solace"-Logo. Wumm!

Wagamama zum Zweiten

Kaum hat die erste Wagamama Noodlebar-Filiale in Zürich eröffnet (an der Talstrasse), teilt uns Mike Gut vom Restaurant Nine mit, dass er sein ambitioniertes Lokal an der Kreuzstrasse im Seefeld schliessen und an Wagamama vermieten wird. Ab Frühling 2009 gibt es also auch im Seefeld Udon oder Ramen aus dem Wok, mit oder ohne Scharf zu kosten.



Wers lieber selber macht: Zeitgleich ist bei uns auf der Redaktion das neue Wagamama-Kochbuch (Christian Verlag) eingetroffen. Hier erfährt der Gernenudelesser und-kocher, wie mit Wok und Nudeln, Gemüse, Fleisch und Fisch eine leckere Nudelsuppe à la Wagamama zubereitet wird.

Ach ja, aus der Ninebar wird übrigens ein zweites 0815.

Bill Cunningham: Der Vater aller Modeblogger

Seit über zwanzig Jahren - lange bevor es die ersten Modeblogs gab, ja sogar lange bevor jeder auf dem Internet surfte - spürt Bill Cunningham in New York der Mode auf der Strasse nach und gestaltet damit die Fotoseite "On the Street", die jeden Sonntag im Inneren des Bundes "Styles" der New York Times zu finden ist.



Mit dem scharfen Blick eines Designers und Fotografen - der 79jährige Cunningham begann als Hutmacher und wurde später erfolgreicher Reporter für Women's Wear Daily - untersucht er Stilentwicklungen auf der Strasse. Dabei interessiert er sich nicht besonders für Celebrities, deren Garderobe meist von Stylisten zusammengestellt wird. Nein, ihn interessiert, was stilbewusste Leute auf der Strasse tragen, wie sie Kleidungsstücke, Taschen und Tücher durch ihre individuelle Tragweise neu interpretieren oder mit der Zweckentfremdung gewisser Stücke oder Materialien spielen.



Immer mit dem Velo und einer blauen Windjacke unterwegs, ist Cunningham eine feste Institution in New York. Der ebenso freundliche wie bescheidene Mann meidet das Rampenlicht so gut es geht und hat schon zahlreiche Anstrengungen, über seine Jahrzehnte von Stilreportagen ein Buch oder eine Ausstellung zu gestalten, ausgeschlagen. Er gibt auch keine Interviews. Immerhin ehrt ihn jetzt das Nobelgeschäft Bergdorf Goodman mit einer Ausstellung seiner wöchentlicher Fotogeschichten in seinen Schaufenstern an der Fifth Avenue. Dies ist doppelt sinnvoll, insofern dass dadurch die Ausstellung, das auf der Strasse Entstandene wieder auf die Strasse zurückbringt und zudem, weil die Ecke der Fifth Avenue und 57. Strasse als Cunninghams beliebtestes "Jagdgebiet" für Stilbeobachtungen gilt.



Auf der Redaktion der New York Times besitzt er laut Styles-Ressortchef, Trip Gabriel, weder ein Pult noch eine eigene Telefonnummer und schon gar keinen Computer. Stattdessen ist er der einzige auf der Redaktion, der seine Beiträge von A bis Z selber zusammenstellt und noch mit Film arbeitet. Nur für das genaue Layout spricht er sich mit einem Art Director der Bildredaktion ab.



Sonst redet ihm niemand drein, was der New York Times hoch anzurechnen ist. Er geht auch nie an eine Sitzung. "Seine beliebteste Ausrede ist "Ich kann nicht länger im Büro sitzen, ich muss auf die Strasse, wo die Story ist", sagt Gabriel.

Hier noch ein Bild von Bill Cunningham selber in seiner famosen blauen Windjacke:

A weekend tune

Es gibt wahrscheinlich für Kenner der Materie gute Gründe, den Mann auch 28 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod zu hassen, aber: Wir lieben John Lennon, und sei es nur für diesen wunderbaren Song, der wie kein anderer zum anstehenden Weekend passt - "Watching the wheels". Wir werden jetzt auch gleich mal Räder drehen sehen gehen. Hasta la vista.

Prada's neuer Kunst-Kurzfilm

Es ist für Menschen mit eher durchschnittlicher Intelligenz, wie wir es sind, nicht immer leicht, die intellektuellen Tiefen von Miuccia Prada zur Gänze auszuloten. Aber wir versuchen es immer tapfer, so auch beim neuesten Kunstprojekt namens "Fallen Shadows", einem neuen Kurzfilm aus dem Mailänder Modehaus.


Die Spitzen sind der aktuellen Prada-Herbstkollektion entliehen.

Am vergangenen Dienstag wurde dieser Kurzfilm von Miuccia Prada im Prada Broadway Epicenter in New York "uraufgeführt". Wie Prada jetzt schreibt, "führt der Film Miuccia Prada´s experimentelle Arbeit im Bereich Film, Animation, Architektur, Kunst und Sound Design fort." Der Animationsfilm, der zusammen mit Künstler James Lima umgesetzt wurde, setzt neue Technologien ein und ist mit einem Soundtrack der New Yorker Band "Antony and the Johnsons" ausgestattet.



Wir können nicht sagen, ob es wahr ist, aber: Angeblich kam der Film an der Fashion Week in New York so gut an, "dass die Gäste vor Ort zur Musik von DJ Heidi and DJ Jeffrey Tonnesen von tanzten", so Prada. Dabei waren auch Promis wieJessica Alba, Kanye West, Mena Suvari, Lou Doillon oder Jessica Stam. Und eine hundertschaft Bodyguards, wahrscheinlich.



Seit Mittwoch, den 10. September 2008 ist der Film auf www.prada.com zu sehen.

Extrasmartes Nummernschild

Das schlägt dem Fass den Boden raus bzw. setzt dem Prunk die Krone auf: die Gebrüder Freitag laden mit einer ultracoolen Einladung zur Feier ihres 15-jährigen Bestehens: mit einem persönlichen Nummernschild, das im Original-Strassenverkehrsamts-Karton verschickt wurde. Cooler geht es nicht.



Einziger Wermutstropfen ist der Aufkleber auf der Rückseite des schönen Stücks: "Schild darf nicht am Fahrzeug angebracht, oder im Fahrzeug mitgeführt werden" heisst es in holprig-knochentrockenem, aber unmissverständlichen Beamtendeutsch.
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