Valextra macht's am edelsten

Wer im Bereich der Accessoires eine handwerklich einwandfreie Entsprechung zu einem wunderschön schlichten Jil-Sander-Mantel oder einem wertvollen Notizbuch von Kaspar Stationers sucht, der findet sie beim italienischen Täschner Valextra. Keine Logos, kein Schnickschnack, nur die pure Essenz funktionaler Schönheit. Leider teuer, wie das meiste schöne im Leben.



Neu gibt's Valextra nicht nur bei Trois Pommes in Zürich, ondern auch im wohl schönsten europäischen Concept-Store, bei Andreas Murkudis in Berlin-Mitte. Hier geht's zu seinem Reich.

Die fetten Zeiten sind NICHT vorbei

Eine der betrüblichen Tatsachen des Lebens ist es, dass im Sommer die Tage zwar länger und die Temperaturen angenehmer sind, es aber wesentlich unerträglicher ist, durch die Strassen zu gehen und den ästhetischen Anspruch hoch zu halten. Allerorts tritt dieser Tage der real existierende Wohlstand in Form von dicken Speckrollen zutage, die kaum zureichend unter Kleidung versteckt sind, welche eine Nummer zu klein ist.



Zwei Schnappschüsse aus den Zürcher Strassen illustrieren den monierten Sachverhalt. Dürfen wir angesichts dieser Rundungen einfach mal scheu fragen: warum tragen Sie die Kleidung nicht in der RICHTIGEN Grösse, meine Damen, wenn Sie sich offensichtlich so sauwohl fühlen in ihrem Speck? Wenn man schon zu seinen Pirellis steht, dann sollte man doch auch zu seiner Kleidergrösse stehen? Oder haben wir da etwas nicht ganz verstanden?



Die Szenen erinnern uns an ein geflügeltes Wort des allmächtigen Graydon Carter, Chefredakteur von Vanity Fair, der einst sagte: Stretch hat der Welt mehr Schaden zugefügt als (ästhetische) Verbesserung gebracht.

Super Huppert

Isabelle Huppert

Sie hat sich einen grossen Namen mit charakteristischen Darstellungen eigenwilliger Frauenfiguren gemacht. Nun wird Isabelle Huppert (im Bild als Augustine aus dem Film 8 Femmes) die eine weitere grosse Rolle bestreiten: als Glamourgirl will die französische Schauspielerin und Jury-Präsidentin bei der Eröffnungzeremonie der 62. Filmfestspiele in Cannes alle andern Stars überstrahlen.

Isabelle Huppert Armani Privé

Isabelle Huppert wird eine champagnerfarbene tief dekolletierte Robe von
Giorgio Armani Privé tragen, die durch die vollkommene Bestickung mit Strass
und Seidenorganza in einem Blütenmuster erstrahlt (inspiriert vom Blumenmuster der Vase aus dem obigen Bild).

Wir sind gespannt...

update 14.5.: ...et voici la super-Huppert:
Huppert Cannes

Dicke Post: Irma Boom's "Wertewandel"

Die gefeierte niederländische Buchgestalterin IRMA BOOM hat für das Zürcher Museum für Gestaltung einen Ausstellungskatalog geschaffen, der sich gewaschen hat: 800 Seiten dick und 1,2 Kilo schwer.



"Wertewandel" steht drauf, und er ergänzt die gerade laufende Ausstellung "Every Thing Design". Gezeigt werden dort 700 ausgewählte Objekte aus den seit 1875 aufgebauten Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich. Der Katalog ist bei Hatje Cantz erschienen. Mehr Details hier.

Ja, wir auch

Die Münchner Juwelen-Manufaktur SÉVIGNÉ ist mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama ganz einer Meinung und hat seinen vielzitierten Slogan in einem Anhänger verewigt:
Sevigne
Online erhältlich in vier Varianten (Weissgold mit Brillies, gross in Silber, klein in Silber mit Kette, Schlüsselanhänger Silber) über WWW.SEVIGNE.DE

Ein bisschen südafrikanische Wildnis ...

Springbock:
Springbock

Strauss:
Strauss

Antilope:
Antilope

...nun auch in der Schweiz für jedermann erhältlich:
Charcuterie Südafrika

Wir lieben dieses Bild. Food-Porno nennt man so etwas wohl.

Wen dieses Bild ebenfalls anregt, dem empfehlen wir einen Besuch in der fantastischen Globus Delicatessa Abteilung, wo diese Charcuterie-Spezialitäten aus Südafrika derzeit angeboten werden: Springbock-Kochsalami mit Kümmel, leicht würzige Antilopen-Ringsalami - und Rohschinken und Straussen Salami mit Mandelsirup.

www.globus.ch

Night of Cerv ..., sorry: Night of Glamour

Jahudiwau mau mau! Gestern setzte die „Night of Glamour“ im BMW-Autocenter Adliswil, so meint die damit betraute Kommunikationsagentur, "neue Massstäbe", und zwar mit "Cüpli statt Motoren". Dazu wurde der Neuwagen-Showroom in eine Partylocation umfunktioniert, die "zahlreiche Promis anlockte" und "ein einmaliges Erlebnis aus Fashion, Lifestyle und Nightlife" bot. Wir sind ob der Superlative ganz platt und schauen wortlos die Bilder dazu an.


Moderatorin Isabel Florido mit "Startgast" und "Topmodel"-Juror Peyman Amin.


Radiofrau und Lifestyle-Unternehmerin Anna Maier mit nicht näher definierter Begleitung.


Ex-Mister-Schweiz Tim Wielandt mit dem aktuellen Titelinhaber André Reithebuch aus Glarus.


Edi Estermann von der "Schweizer Illustrierten" mit Über-Miss Karina Berger.


Star-DJ Tom Novy mit Freundin Racha Fajjari.


Sängerin Paloma Würth.


Ein verhülltes BMW-Cabrio zwischen Tim Wielandt und Model Zoe Scarlett.

So langsam, haben wir wieder Worte gefunden, und zitieren einfach noch etwas aus dem Event-Text:

"Den Auftakt des unvergesslichen Events bildete eine atemberaubende Feldpausch/PKZ-Fashionshow, bei der auch Topmodel Raquel Alvarez über den Laufsteg schritt. Die Vorführung der neuen Sommerkollektion wurde durch spektakuläre Tanzeinlagen und einen Auftritt von „Schlangenfrau“ Nina abgerundet."



Offebar musste auch niemand leiblich zu kurz kommen, zum Glück:

"Das abwechslungsreiche Programm der „Night of Glamour“ beinhaltete ein exzellentes Catering, Zaubereinlagen von Tiger Magic aus Thailand sowie eine berauschende Aftershowparty." Arrrrrrrrrrrrrr.... super.

Good News: Armani legt zu

Es gibt dieser Tage ja genügend miserable Nachrichten, also ist es uns hier auf diesem bescheidenen kleinen Newsforum eine heilige Pflicht und Freude, auch die guten Dinge in der Welt da draussen zu vermerken. Etwa, dass Giorgio Armani im Jahr 2008 gut gearbeitet hat, vielleicht angesichts der Umstände sogar sehr gut: Der Umsatz hat gegenüber 2007 um fast zehn Prozent zugenommen, das Verkaufsnetz ist um 50 Adressen auf nunmehr 539 Geschäfte gewachsen.


Foto: Reuters

Am meisten profitieren konnte Armani von den Zuwächsen im Junior-Segment (+37 %), Armani Exchange (+15 %) und Emporio Armani (+13 %). Wie nicht anders zu erwarten profitierte Armani stark von Zuwächsen in China (+ 30 %), Europa verhielt sich dagegen etwas verhaltener (+ 8%).

Allerdings hat auch der damit verbundene Aufwand zugenommen: die Kapitalinvestitionen betrugen 170 Millionen, das ist fast das Doppelte des Vorjahres. Unter dem Strich bleibt ein Wachstum von 1.5 %, was nicht berauschend klingt, aber im unmittelbaren Marktumfeld doch sehr beachtlich ist. Wir gratulieren Herrn Armani und seiner flinken Truppe zu diesem "Hosenlupf".

Das Gutmenschendudelgerätchen

Dürfen wir eine Sekunde der Aufmerksamkeit der geschätzten User dieses Forums missbrauchen, um ein lobendes Wort für ein eher unscheinbares Gerätchen zu placieren? Danke. Also: Das Wooden Radio sieht ein bisschen seltsam aus, stimmt schon - aber es ist ein gutes Ding mit guten Absichten.



Die hölzernen Kistchen, in denen ein relativ solider Panasonic Receiver steckt, werden in einem abgelegenen Dorf auf Java gefertigt, und zwar im Rahmen eines Sozialprojektes, das rund 40 Jugendlichen eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz sichert. Das Holz wird nicht von ruchlosen Rohstoffwilderern abgeforstet, sondern in einer eigenen Baumschule auf dem Betriebsgelände nach den Maximen der Nachhaltigkeit gewonnen. Etwa 250 Radios schrauben die Javaner pro Monat zusammen.

Kurzum: das Projekt produziert wenig Müll, aber viel Sinn, und dafür hat's im letzten und in diesem Jahr für die Firma Wooeden Radio Designpreise gehagelt. Nebenbei noch dies: der Sound klingt annehmbar, und einen iPod kann man auch anhängen.

Die weitere Geschichte gibt's auf www.wooden-radio.com. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Bob the builder: Boudoir Berlin

Ist ja schon der Hit, wie gross die kulturellen Unterschiede auf 1000 Kilometer Distanz sind. Ein aktuelles Beispiel ist die geplante Berliner Lingerie-Messe "Boudoir", welche Anfang Juli parallel zur "Bread & Butter" in Berlin Mitte stattfindet. Die Imagekampagne und der Intro-Film auf der Webiste www.boudoirberlin.com zeigt Models in sexy Wäsche, die mit schweren Bohrhämmern und Sägen hantieren. Sie "bauen" an der neuen Messe, so die Nachricht. Hier die Fotos:





Wir mussten also schon ein bisschen schmunzeln, weil wir im Herbst 2008 mit einem sehr ähnlichen Sujet (siehe Bild unten), mit dem wir dem grossartigen Hitli-Bohrhammer im Magazin "Z - Die schönen Seiten" würdigten, einen Riesenärger hatten. Wir bekamen böse Briefe von der Frauenzentrale, Tadel von der Gleichstellungsbeauftragten, Schmähungen von aufgebrachten Leserinnen und nicht zuletzt auch Schimpf und Schande von der Liechtensteiner Firma Hilti, die uns bat, sie nie wieder irgendwo zu erwähnen oder zu "würdigen".

Vielleicht waren wir aber nur der Zeit voraus?

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