Michael Jackson, Stylesetter
Seit rund sechs Stunden überschlagen sich die Meldungen im Internet, auf Facebook und anderen Schnellaustauschplattformen - Michael Jackson ist im Alter von 51 Jahren an einem Herzversagen gestorben. Radiosender in Europa schalten ihre Nachtautomaten ab und jagen Moderatoren aus dem Bett, um Live-Sondersendungen zu schalten.

Man wird den exzentrischen Popstar mit Sicherheit vermissen, auch wenn seine musikalische Entwicklung abgeschlossen schien. Die Modewelt hat dem Verstorbenen auch schon zu Lebzeiten verschiedene Denkmaler gesetzt und Hommages gewidmet, zuletzt etwa Balmain mit einer Interpretation von Michael Jacksons Stil aus der Hochblüte seines Schaffens, zirka 1987 bis 1993.


Man wird den exzentrischen Popstar mit Sicherheit vermissen, auch wenn seine musikalische Entwicklung abgeschlossen schien. Die Modewelt hat dem Verstorbenen auch schon zu Lebzeiten verschiedene Denkmaler gesetzt und Hommages gewidmet, zuletzt etwa Balmain mit einer Interpretation von Michael Jacksons Stil aus der Hochblüte seines Schaffens, zirka 1987 bis 1993.

Paris Menswear: Bruno Pieters für HUGO

Eben aus Paris eingetroffen: die neuen Looks des Belgiers Bruno Pieters, der bekanntlich als Creative Director von Hugo by Hugo Boss amtet. Pieters galt in den letzten Saisons als Vorreiter eines markigen, düsteren Futurismus mit Ecken und Kanten. Offensichtlich hat er sich für Sommer 2010 bereits wieder ein Stück weit entspannt!



Paris Menswear: Yves Saint Laurent
Stefano Pilati, chefdesigner von Yves saint Laurent, bestätigte in Paris gestern abend die Tendenz, welche Mailand in den letzten Tagen andeutete: die grosse Entspannung der Garderobe, das fulminante zusammengehen von Easy-, Formal- und Softwear zu einem neuen, zeitgenössischen Look für Sommer 2010.




Bilder: Michel Euler/AP




Bilder: Michel Euler/AP
Milano Menswear: Thom Browne für Moncler
Nach den spontanen Schnappschüssen aus Mailand nun hier noch die ordentlichen Bilder zu Thom Browne/Moncler Gamme bleu in der Mailänder Piscina Cozzi.

Es gibt sie also doch noch, die seltenen Momente, in denen eine Modenschau nicht einfach ein Vorbeidefilieren von sechzig Models und Looks ist, sondern ein echtes Ereignis, das alle Sinne anspricht und das Herz hüpfen lässt, weil so viel positive Energie, Witz und Inspiration fliessen! Thom Browne hat in Mailand für Moncler Gamme bleu einen solchen Moment inszeniert.

Die Models marschierten in bodenlangen Bademänteln mit Kapuzen auf, stellten sich an der Rückwand des Bades auf, bevor sie in Gruppen zum Bassinrand schritten und in Staffeln von 4 x 5 Männern ins Wasser sprangen. Diese Schwimmer crawlten in der Folge rund 20 Minuten Länge und Länge, während die anderen Models einer um den anderen den Bademantel auszogen und um den Rand des Schwimmbeckens schritten.

Sie trugen Thom-Browne-typische kurze Seersucker-Jäckchen und Hosen in Nylons und Ripstop, Capes aus transparenten Nylons oder Pelerinen aus Plastic. Durchgehendes Motiv war die rot-weiss-blaue Moncler-Trikolore, die auch mal zu Karos verwoben wurde.

Und als am Ende alle Akteure wieder an der Rückwand der Piscina standen und zu Louis Armstrongs „What a wonderful world“ dem Publikum zuwinkten, bekamen sie und der unglaublich talentierte Herr Browne stehende Ovationen. This was very, very good!!



Fotos: Moncler

Es gibt sie also doch noch, die seltenen Momente, in denen eine Modenschau nicht einfach ein Vorbeidefilieren von sechzig Models und Looks ist, sondern ein echtes Ereignis, das alle Sinne anspricht und das Herz hüpfen lässt, weil so viel positive Energie, Witz und Inspiration fliessen! Thom Browne hat in Mailand für Moncler Gamme bleu einen solchen Moment inszeniert.

Die Models marschierten in bodenlangen Bademänteln mit Kapuzen auf, stellten sich an der Rückwand des Bades auf, bevor sie in Gruppen zum Bassinrand schritten und in Staffeln von 4 x 5 Männern ins Wasser sprangen. Diese Schwimmer crawlten in der Folge rund 20 Minuten Länge und Länge, während die anderen Models einer um den anderen den Bademantel auszogen und um den Rand des Schwimmbeckens schritten.

Sie trugen Thom-Browne-typische kurze Seersucker-Jäckchen und Hosen in Nylons und Ripstop, Capes aus transparenten Nylons oder Pelerinen aus Plastic. Durchgehendes Motiv war die rot-weiss-blaue Moncler-Trikolore, die auch mal zu Karos verwoben wurde.

Und als am Ende alle Akteure wieder an der Rückwand der Piscina standen und zu Louis Armstrongs „What a wonderful world“ dem Publikum zuwinkten, bekamen sie und der unglaublich talentierte Herr Browne stehende Ovationen. This was very, very good!!



Fotos: Moncler
Roger Federer arbeitet an seiner modischen Rehabilitation

Nach dem Ausrutscher in Paris, in dem Federer mit einer seinem Status wenig angemessenen Löcherjeans vor dem Eiffelturm posierte, versucht der Schweizer Weltklasse-Tennisspieler nun, sich bei Ästheten zu rehabilitieren. Mittel dazu ist ein All-White-Outfit, das Federer zusammen mit seinem Sponsor Nike für das Turnier in Wimbledon entwickelt hat.

Wir sehen: eine kastige Jacke mit vier aufgesetzten Klappentaschen und Stehkragen, die wie eine Mischung zwischen Kellner-Sakko und Fremdenlegionärsuniform aussieht. Sie ist mit einem RF-Logo bedruckt und trägt den Swoosh auf Brust. Dazu trägt Federer eine kurze Hose mit Bügelfalte.
Very clean, very polished. Das past gut zu diesem Sympathikus. Aber trotzdem nicht ganz modern, irgendwie. Also: Weiter probieren, Ruggiero!

Milano Menswear: Giorgio Armani

Bild: Keystone
Mister Armani kämpft mit einer schweren Lebererkrankung, so hört man aus ihm nahe stehenden Kreisen – und man konnte es auch deutlich sehen, als der Maestro den Applaus nach seiner Show in einem schwarzen T-Shirt entgegen nahm: die einst imposanten Muskelberge des 73-jährigen sind weg geschmolzen, seine ganze Statur wirkt zerbrechlicher und älter als noch vor ein paar Monaten.

Bild: Keystone
Die Kollektion war allerdings in jeder Hinsicht so wie immer: Armani in Reinkultur, 100 % italienischer Freizeit-Gigolo-Chic mit Two-tone-Schuhen, Schlangenleder-Sneakers und Nylon-Parkas mit Echsenleder-Prints. Die ganze Inszenierung zeigt die Potenz des Herrn Armani an: zwei Shows, die Models immer paarweise, die Claquere sorgfältig im Publikum verteilt, welche den Zwischenapplaus inszenierten.

Bild: AP
Milano Menswear: Gucci

Bild: Reuters
Auch Gucci-Chefdesignerin Frida Giannini hat sich, wie viele Designer in dieser Saison, für neue Inspirationen in der Karibik umgeschaut und auf dem Weg dorthin auch die Architektur von Oscar Niemeyer entdeckt. Aus den beiden Elementen baut die Gucci-Designchefin eine jugendliche und stellenweise sympathische, in letzter Konsequenz aber doch etwas zu breit angelegte Kollektion.

Bild: Keystone
Die kurzen, engen Hosen sind für erwachsene Männer wohl genauso unbarmherzig wie die kontrastreichen grafischen Muster. Der gut dosierte Hauch von Performance-Wear mit Stilelementen aus dem Segel- und Surfsport überzeugte deutlich mehr als das Finale mit Anzügen die glänzten, als sei noch immer 2006.

Bild: AP









