Des Portiers neue Kleider

Im Vergleich zum österreichischen Nachbar scheint die Schweizer Tourismus-Branche in einigen Punkten nachhinken. Umso mehr erfreut uns die Mitteilung der Swissôtel Hotels & Resorts: Die Schweizer Modedesignerin Ida Gut hat für die internationale Hotelkette eine eigenständige Portier-Uniform kreiert, welche die Schweizer Wurzeln und die Hochwertigkeit des Unternehmens zum Ausdruck bringt.

Portier Swissotel

„Portiers sind die Visitenkarte eines jeden Hotels und der erste persönliche Kontakt mit dem Gast”, so Lilian Roten, Vice President Operations, Swissôtel Hotels&Resorts. „Umso glücklicher sind wir, dass die neue Uniform die Eigenart des Schweizer Handwerks und unser Qualitätsbewusstsein widerspiegelt.“


Ziel für die neuen Livrées war es, auf die textilen und kunsthandwerklichen Wurzelnder Schweiz zurückzugreifen und diese für die Ansprüche und Bedürfnisse derHotelkette neu zu interpretieren. Dafür hat die Schweizer Modedesignerin Ida Gut mit dem bekannten Appenzeller Goldschmied und Sennenhandwerker Sebastian Fässler zusammengearbeitet. Fässler stellt nicht nur Glockenriemen, Gürtel und Schnallen her, wie er es von seinem Vater gelernt hat, sondern fertigt auch Schmuck auf Bestellung. Für die neuen Portier-Uniformen hat er seine charakteristische Handschrift in den Schuhschnallen mit Silberbeschlag sowie den Silberknöpfen eingebracht. „Typisch schweizerische Elemente sind auch die hochwertigen Stickereien an den Hemden, deren Design exklusiv für Swissôtel von Sebastian Fässler entworfen wurde“, so Ida Gut.

Portier Swissotel

Die Designerin ist mit Aufträgen für die Weltausstellung Hannover 2000, Migros und Therme Vals erfahren im Entwerfen von Uniform- und Bekleidungskonzepten:
«Bei den verwendeten Materialien wurden die Klimaverhältnisse in den doch sehr unterschiedlichen Swissôtel Destinationen berücksichtigt. Es gibt daher abknöpfbare Fellkragen, wahlweise einen Filz- oder Strohhut und ausserdem können die Stoffe für warmes oder kaltes Klima in verschiedenen Gewichtsklassen eingesetzt werden.»

Seit März können erste Swissôtel-Portiers im neuen Look in Zürich, Bremen, Berlin und London ihre Gäste begrüssen.

www.swissotel.com
www.idagut.chPortier Swissotel

noch mehr Babies!!!

Für die einen wunderbar, für andere eine Plage: überall Babies, wo man nur hinschaut! - im Seebad, im Kaffee, in der Bar.

ok, Babies sind in Ordnung, aber über das Verhalten mancher Eltern kann man sich eher streiten. Doch das diskutiert man besser mal im Mama Blog des Tagesanzeigers.

Wir wollen hier nur darauf hinweisen, dass Kleinkinder ganz cool sein können, vor allem in Abwesenheit Ihrer Eltern.

Mineralwasser-Hersteller Evian liefert den Beweis mit den Werbeclips mit break-tanzenden Babies: über 25 Millionen Menschen haben sich seit dem 3. Juli die Clips angesehen.
mehr auf:
http://www.evianliveyoung.com/babies

New York, New York: Manhattan in einer Tasche

Bottega Veneta lanciert im kommenden November eine Sonderausgabe ihres bewährten und begehrenswerten CABAT - er heisst NYCabat und wird in einer Auflage von nur 50 Stück exklusiv in der New Yorker Boutique des italienischen Luxuslabels erhältlich sein. Die Tasche ist aus geflochtenem Nappaleder gefertigt, welches mit einer alten Schuhmacher-Poliertechnik seine spezielle Patina bekommt. Das Gelb soll an die typischen New Yorker Taxis erinnern.

Eine Idee, lieber Tomas Maier: machen Sie doch auch einmal den ZÜRICabat, vielleicht aus geflochtenen Streifchen von Banknoten oder wertlosen Aktienpapieren. Es wäre bestimmt ein subversiver Hit, so etwas am Paradeplatz unter dem Dach der Credit Suisse zu verkaufen!

Die Finalisten des diesjährigen Swiss Textiles Awards

Das sind die sechs Teilnehmer des Swiss Textiles Award, des europaweit prestigeträchtigsten und am besten dotierten Newcomer-Fashion-Wettbewerbs, der dieses Jahr zum zehnten Mal stattfindet, und zwar am 12. November im Schiffbau in Zürich:


Michelle Obama in einem Kleid von Swiss-Textiles-Finalist Thakoon Panichgul.

Thakoon Panichgul (USA): Thakoon ist 1974 in Thailand geboren und wuchs in Nebraska (USA) auf. Er absolvierte eine Business- Ausbildung an der Boston University in 1997 und studierte dann weiter an der Parson School of Design in New York, wo er 2003 seinen Abschluss machte. Seine erste Kollektion zeigte er 2005 in New York; seitdem präsentiert er regelmässig dort. Sein Label ist in der Zwischenzeit auch zum Kult avanciert, nicht zuletzt weil Michelle Obama seine Kreationen gerne trägt.


Looks von Alexander Wang.

Alexander Wang (USA): Alexander Wang ist in San Fransisco geboren; er hat seine Ausbildung in New York an der Parson Design School absolviert. Seit 2007 zeigt er sein Label an den New York Fashion Weeks und gilt als weiterer Shooting Star unter den Finalisten. Seine Kleider werden von zahlreichen Stars getragen wie Rihanna, Nicole Ritchie und Gwyneth Paltrow.

Erdem (GB): Erdem Moralioglu ist 1977 in Montreal (Kanada) geboren und absolvierte dort seine Modedesigner Ausbildung. Er zog 2000 nach London, absolvierte ein Stage bei Vivienne Westwood und machte am Royal College den Master in Womenswear. Anschliessend diente er als Assistent von Diane
von Fürstenberg, bevor er sein eigenes Label «Erdem» 2005 ins Leben rief.



Look von Alexis Mabille.

Alexis Mabille (Frankreich): Alexis Mabille ist Ende der Siebziger Jahre in Lyon geboren und hat seine Ausbildung an der Chambre Syndicale de Paris 1997 abgeschlossen. Seine Assistenzzeit verbrachte er bei Ungaro und Nina Ricci. Anschliessend arbeitete er bei Dior während neun Jahren und zeichnete für die Kreation von Modeschmuck verantwortlich. Sein Label gründete er 2005.

Ohne Titel (USA): Alexa Adams und Flora Gill sind die Namen hinter dem Label «Ohne Titel». Beide sind in den USA geboren und aufgewachsen. Sie trafen sich während ihres Studiums an der Parson School of Design in New York. Alexa arbeitete nach ihrer Ausbildung mehrere Jahre für Helmut Lang. Die beiden trafen sich wieder im Jahr 2005 und lancierten ihr gemeinsames Label.

Peter Pilotto (GB): Entworfen wird das Label Peter Pilotto von zwei Designern: Peter Pilotto und Christopher De Vos. Peter Pilotto ist australischer und italienischer Abstammung; Christopher De Vos ist belgischer und peruanischer Abstammung. Sie studierten beide an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, wo sie ihre Ausbildung 2000 abschlossen. Sie gründeten ihr Label 2006 und zeigen es seit 2007 in Paris, anlässlich der Pariser Prêt-à-Porter Woche.

Neue Mango-Sirene

Das neue Gesicht der Herbst-/Winter-Kampagne des spanischen Modehauses Mango ist die Schauspielerin Scarlett Johansson.
Fotograf Mario Sorrenti inszenierte die mittlerweilen züchtig wirkende Brünette wieder als sexy, blonde Sirene.
Scarlett Johansson
Mango setzt auf die schöne Schauspielerin "wegen ihrer außergewöhnlichen Persönlichkeit, die das Ideal der urbanen, unternehmungslustigen und mutigen Frau verkörpert, die Mango kleiden will. Eine elegante und sinnliche und zugleich kreative und rastlose Frau, die immer den neuesten Modetrends folgt."

Scarlett Johanssonn Mango
Sie löst damit Penelope Cruz ab, die mehrere Saisons für Mango warb, und die zusammen mit Johansson in Woody Allens letztjährigem Film "Vicky Cristina Barcelona" vor der Kamera stand.

Fehlt nur noch Oscarpreisträger Javier Bardem (im Bild in seiner Oscar-Rolle in No Country for Old Men ), der mit den beiden Sirenen im gleichen Allen-Film mitwirkte, als Werbegesicht für Mango. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden: für kommendes Frühjahr Bardem mit einer roten Perücke?
Javier Bardem

Giorgio Armani feiert seinen 75. Geburtstag

Ja so etwas! Jetzt ist uns doch gestern glatt der 75. Geburtstag des Mode-Tycoons Giorgio Armani durch die Lappen gegangen. Am 11. Juli 1934 wurde der inzwischen silbergaue solo-Dominator der Mailänder Modewelt in Piacenza geboren.


Giorgio Armani am 23. Juni 2009 im Kreise seiner Models. (Bild Reuters)

Armani wollte zuerst Arzt werden, brach das Studium aber rasch ab und wurde Schaufensterdekorateur bei La Rinascente, was etwa dem ABM in der Schweiz entspricht. Dort stieg er zum Dekochef und schliesslich zum Chefeinkäufer der Männermode auf, bis er 1974 die Nase voll davon hatte und seine eigene Marke gründete. Heute ist Giorgio Armani unstreitbar einer der Allergrössten im internationalen Modegeschäft. Sein Imperium umfasst ein Dutzend Marken und doppelt so viele Lizenzen, neuerdings baut Armani auch Luxushotels. Das Magazin "Forbes" schätzt sein Jahreseinkommen auf über 100 Millionen Dollar. Der Wert des Unternehmens soll derzeit rund fünf Milliarden Euro betragen.

Wir gratulieren dem bis anhin so rüstigen Jubilar, der wegen einer Lebererkrankung in den letzten Wochen etwas abgemagert und angeschlagen wirkte, zu diesem vollendeten Dreivierteljahrhundert und wünschen ihm noch viele glückliche Jahre in vollem Saft!

Und hier noch ein paar nette Freunde, die Armani letzte Woche in Paris anlässlich der Haute Couture auch gratulieren durften:


Isabelle Hupert und Emanuelle Beart.


Mafalda Von Hessen, Kasia Smutniak, Elsa Pataky, Cate Blanchett und Roberta Armani.


Robert Armani und Megan Fox.


Vladimir Restoin Roitfeld (Ist dessen Mutter Carine Roitfeld (Vogue France) nicht einer wichtigsten Stilfachfrauen der Welt? Kann sie dem jungen Mann nicht einmal sagen, dass er eine beknackte Frisur hat?).

Haute Couture Paris - einige Highlights

Vergangene Woche ist in Paris die Haute Couture für die Herbst/Winter-Saison 2009/10 vorgeführt worden. Doch im Jahr eins nach dem Zusammenbrechen der weltweiten Hochkonjunktur ist plötzlich vieles anders. Für einige scheint der letzte Vorhang bereits gefallen. Etwa für Christian Lacroix, der Gläubigerschutz beantragt hat und dem nur 12 von seinen 120 Mitarbeitern bleiben, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Mit einer Träne im Augenwinkel nahm Christian Lacroix die Standing Ovations des Publikums entgegen.




Christian Lacroix Haute Couture (Bilder Reuters).

Auch John Galliano hat bei Christian Dior sein Konzept der aufregenden Mega-Shows über den Haufen geworfen und zeigte sein Defilee in den Dior-eigenen Räumen an der Avenue Montaigne. Offiziell beteuerten die Dior-Oberen zwar, diese Massnahme nicht aus Kostengründen getroffen zu haben.








Christian Dior Haute Couture (Bilder Reuters).

Eine grosse Bühne gönnte sich Jean-Paul Gaultier: er führte sein Publikum zurück in die vierziger Jahre, mit einer überbordenden Vielfalt an Zitaten aus Hollywood. In solchen Momenten ist Haute Couture noch das, was sie in den besten Tagen war: ein opulent inszenierter PR-Stunt, der vor allem der Imagepflege und kaum dem Geschäft dient.






Jean-Paul Gaultier Haute Couture (Bilder Reuters.)

Mit der grossen Kelle richtete auch Karl Lagerfeld bei Chanel an. Einmal mehr benutzte er Dekors aus überdimensionierten Artefakten aus der Chanel-Welt - dieses Mal stilisierte No-5-Parfum-Flakons.






Chanel Haute Couture by Karl Lagerfeld (bilder Reuters).

Einer Reihe von jüngeren Designern kommt die Rolle zu, als «membres invités et correspondants» den ausgedünnten Show-Kalender der Haute Couture mit neuem Esprit zu beleben. Spannend zu sehen war etwa der Brasilianer Gustavo Lins. Auch der junge Franzose Alexis Mabille weiss bereits eine treue Anhängerschaft hinter sich.


Gustavo Lins (Bild AP).


Alexis Mabille (Bild EPA).

Maison Martin Margiela - das Buch

Jetzt, wo sich der Guru selbst, der 25 Jahre lang unsichtbar blieb, zur Ruhe gesetzt hat, ist es sicher angebracht, auf die bemerkenswerte Karriere des belgischen "Anti-Modedesigners" Martin Margiela zurückzublicken.

Im Herbst erscheint das grosse Kompendium zu seinem Schaffen - es ist nicht das erste Buch über das Maison Martin Margiela, aber sicherlich das kompletteste. Anbei einige Impressionen. Ab Oktober im Handel.







Übrigens: die Mode von Martin Margiela gibt's in der Schweiz seit frühesten Tagen bei Boutique Roma.

Alt(bekannt)e Gesichter in neuen Kampagnen

Es ist die Zeit der Ankündigungen der Herbst/Winter Werbekampagnen der Modehäuser und einmal mehr werden wir diesen Herbst auf bekannte Gesichter treffen. Eine kleine Übersicht.

Madonna wirbt ein weiteres Mal für Louis Vuitton:
Louis Vuitton

Bei Yves Saint Laurent ist es nach Claudia Schiffer ihre Kollegin Christy Turlington. Zuletzt warb Turlington unter anderem für Bally (dieses Frühjahr 2009), Escada (Herbst/Winter 08/09) Chanel (Frühjahr 2008).
YSL
Wir sind gespannt auf die Wahl für die YSL Frühjahr 2010 Kampagne. Nach den vielen Supermodels der Neunziger, darunter Kate Moss, Gisele Bündchen und Naomi Campbell, kämen folgende noch in Frage:
Linda Evangelista, die letzten Sommer die Prada Kampagne zierte, die kühle Nadja Auermann oder am liebsten Stephanie Seymour, welche letzten Herbst für Loewe und diesen Sommer für Valentino die Kampagnen zierte.
Eva Herzigova wäre ebenfalls ein sehr erfahrenes Kampagnen-Supermodel.

Die sympathischste, bzw. erträglichste der drei Birkin-Frauen, Lou Doillon, wirbt ab 9. September in einem Film für Vanessa Bruno. Die Tochter der einst stöhnenden, heute wispernden Jane Birkin wirkt einfach lebendiger und wacher als ihre aetherisch-lasche Schwester Charlotte Gainsbourg.
Vanessa Bruno

Dann hätten wir noch Audrey Tatou, die für Chanels Parfum No.5 wirbt und im Spot, einem kurzen Liebes-Epos, mimt.

Dior Lady Rouge
Ihre Kollegin Marion Cotillard steht im zweiten Werbe-Kurzfilm für Dior (Lady Dior) unter der Regie von Annie Leibovitz als Lady Rouge im Einsatz.

Anna rules

Nachdem man die Persönlicheit Anna Wintour (Chefredaktorin der amerikanischen Vogue seit 1988!) lange ein Zeit Mysterium war und dank dem Buch und Film "the Devil wears Prada" stieg das Interesse in ihre Person.
Anna Wintour
Im letzten Jahr kam sie dank den Gerüchten, dass ihre Position als Chefredakteurin der Vogue am Faden hinge, sogar weltweit in die Schlagzeilen. Nicht gerade angenehm für eine der mächtigsten Frauen im Modezirkus. Doch wer Wintours Karriere ein wenig verfolgt hat oder Jerry Oppenheimers Biographie "Front Row: Anna Wintour: What Lies Beneath the Chic Exterior of Vogue's Editor in Chief" gelesen hat, weiss, dass eine Person wie Anna Negativ-Schlagzeilen, auch wenn sie auf Gerüchten basieren, nicht einfach auf sich beruhen lassen kann.
Also gewährt wie Einblick in ihr Leben, privat und geschäftlich - das Mysterium Anna Wintour wird der Oeffentlichkeit zugängig gemacht.

Im Frühjahr erschien in der CNN-Reihe Revealed eine zwanzig minütige Reportage über ihre Kollegin Carine Roitfeld, der Chefredaktorin von Vogue Paris und den vielen Gerüchten zufolge wurde sie zeitweise als baldige Nachfolgerin von Wintour gehandelt.

Da will Anna nicht nachhinken - am 28. August kommt in Amerika ein richtiger Dokumentar-Film heraus. "The September Issue" von RJ Cutler schaut hinter die Kulissen von Vogue bei den Vorbereitungen zur wichtigsten Ausgabe des Jahres, der September-Nummer. Der Film bekam am diesjährigen Sundance Film Festival die Auszeichnung für exzellente Kameraführung.

Ein Clip mit Regisseur Cutler und Filmprotagonistin Wintour bei der Vorführug in Sundance.

Wir sind gespannt sowohl auf den Dok-Film, der uns Wintour und ihr Team näher bringen soll, und die Vogue September Ausgabe.
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