Bestes August-Licht

Erster Wochentag - letzter Monatstag: Wir begehen mit dem heutigen Wochenanfang zugleich den letzten Tag des schönen Monats August 2009 und geniessen einen (fast) arbeitsfreien Montag und laufen die Lederstiefel (Red Wings vom VMC!!) ein.

Augustlicht

In Zürich ist das Sonnenlicht um die Mittagszeit umwerfend schön, zusammen mit einem sanften Sommerwind fühlen wir uns in der wasserreichen Limmatstadt wie im Urlaub.
Für alle Unglücklichen im Büro hier ein Paar Impressionen:

Augustlicht
Die Sihl und das Ober-Haus an der Sihl-Brücke.


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Gratis-Seventies Leuchten gibts bei der Buchhandlung am Helvetiaplatz beim Volkshaus im Kreis Vier.


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Das Seebad Enge ist gut besucht.


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Brunnen an der Sihlpromenade.

Augustlicht

Auf nach St. Gallen!

St. Gallen mausert sich immer mehr zur Kultur- und Genuss-Stadt. Dieser Tage sollte man dringend wieder einmal hinfahren, um einige signifikante News zu studieren, etwa die Neueröffnung der traditionsreichen Boutique Roma, die seit 30 Jahren die internationale Designer-Elite in die Ostschweiz holt (Martin Margiela, Comme des Garçons, Rick Owens, Ann Demeulemeester, Haider Ackermann etc.). Endlich ist "die Roma" in ein standesgemässes Lokal gezogen - an die Neugasse 46. Hier haben die Kollektionen endlich jenen Platz, der ihnen gebührt!


Look von Haider Ackermann, bei Roma in St. Gallen.

Dann gibt es in wenigen Tagen den neuen "Megastore" von Herren Globus am Rösslitor, der ein ganz neues Konzept von Menswear-Shopping auf vier Etagen und 1000 m2 präsentiert - nichts weniger als eine "Men's World" wollen Peter Wetli und sein Team anbieten.



Dann sollte man dringend das fast fertig gebaute neue Congress-Zentrum des Hotels Einstein anschauen, hinter dem die Familie Kriemler (Akris) steckt und das vom Münchner Architekten Sattler konzipert erbaut wurde.



Auf dem Weg zurück zum Bahnhof noch kurz Halt machen nebenan im reizenden Café Stickerei ...



... und den "Roten Platz" nicht vergessen, der vom Jungvolk sehr geschätzt wird und ja schon internationale Beachtung gefunden hat.



St. Gallen has it all! Bravo.

Ein Bett für Rockstars

Echte Rockstars kommen ja bekanntlich aus England. Man denke nur an Johnny Rotten und Sid Vicious, die zu ihren besten Zeiten wohl jeden Hotelmanager mit ihren Eskapaden das Fürchten lehrten.



Doch bringen Rockstars Hotels nicht nur Ärger, sondern oft auch Publicity. Warum also nicht, dachte sich Mark Fuller, Besitzer des angesagten Londoner Nachtclubs Embassy, in seiner Heimatstadt, die ja eben auch die Heimat der Rockerattitüde ist, ein Hotel eröffnen, das speziell auf die Bedürfnisse von Rockstars ausgerichtetet ist. Und damit diese Bedürfnisse auch richtig erkannt werden, holte er sich flugs einen Experten an Bord: Andy Taylor, Co-Manager von...



Entstanden ist das „Sanctum Soho“, zentral gelegen gleich hinter Piccadilly Circus, und von aussen eher ein herrschaftliches Luxushotel als eine Rocker-Absteige. Auch innen präsentiert sich das „Sanctum“ luxuriös, mit toll ausgestatteten Zimmern und edlen, erdigen Farben. Zu recht ist das Hotel mit seinem schillernden Interieur Mitglied bei Design Hotels.




Doch bei näherem Hinsehen offenbaren sich dann doch einige Details, die den Rocker erfreuen dürften. Die Dachbar im fünften Stock ist 24 Stunden geöffnet, und ausserdem ausgestattet mit einem Whirlpool – Bret Michaels und „Rock of Love“ lassen grüssen.



Für Nachtschwärmer bietet das Hotel sogenannte „Crash Pads“ an, Zimmer, mit wenig mehr als einem Bett, die man anmieten kann, um sich den Rausch auszuschlafen oder kurz auf ein Schäferstündchen einzukehren. Genutzt werden sie offenbar. Das Pärchen, das um sieben Uhr morgens auscheckte sah nicht aus, als hätte es vor der Abreise geduscht (oder gehen Sie im Paillettenkleid und mit künstlichen Wimpern zum Frühstück?).



Das beste am „Sanctum“ aber ist sein Personal. Da wird einem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, kein Shoppingtipp verfehlt sein Ziel, bei Problemen kommt der Manager persönlich, und der schottische Portier (der selbst ein wenig aussieht wie ein alternder Rockstar) winkt einem auch in Stosszeiten sekundenschnell ein Taxi heran.



Ein wenig laut wird es manchmal, wenn nachts um vier auf dem Dach eine Party steigt, oder wenn sich nebenan ein echter Rocker mit seiner Braut streitet. Aber das steckt man locker weg, wenn man dafür eine Nacht lang selbst ein Rockstar sein darf. Nur die Hells Angels, dreissig an der Zahl, haben wir leider verpasst. Die checkten nämlich erst zwei Stunden nach unserer Abreise ein.

Für jede Ungelegenheit

Der neue Zürcher Concept Store Townhouse verkauft seit kurzem die bunten Notizbücher der schwedischen Marke Archie Grand. Und die sind das perfekte Mitbringsel für (Un-)Gelegenheiten, zu denen man so gar nicht weiss, was man denn mitbringen soll:


Zur Kündigung...


zum Privatkonkurs...


zur Scheidung...


oder zur Vogelgrippeinfektion.

Die kleinen Büchlein mit 160 Blankoseiten (16 Franken pro Stück) sorgen auf jeden Fall für Heiterkeit in Situationen, die sonst nur zum Heulen sind. Und genug Platz, um sich danach den Frust von der Seele zu schreiben, bieten sie auch.

Michels Jacko-Masche...

Michael Jacksons Stil zieht vor allem seit seinem Ableben auch in der Mode seine Kreise. In diesem Beispiel wird die bunte Jackson-Masche im wahrsten Sinne des Wortes von Christa Michel als Strick-Pullover umgesetzt:

christa Michel

Infos: www.christamichel.com

Der Duft zur Insolvenz: Escada "Desire Me"

Es gibt dieser Tage ungewollt komische Koinzidenzen im Lifestyle-Markt. Etwa, wenn man gerade eine Eilmeldung vom Branchendienst TW-Network bekommt, dass das Ringen ums Überleben des deutschen Modehauses Escada gescheitert sei und dem Unternehmen unter Führung des Ex-Boss-Erfolgsmannes Bruno Sälzer nur noch das Insolvenzverfahren bleibe - und gleichzeitig mit viel Pomp ein Paket auf dem Tisch landet, in dem das neue Escada-Parfum "Desire Me" präsentiert wird.



Erst die eine Geschichte: Escada ist Pleite und wird diese Woche Konkurs beantragen. Jahrelange Misswirtschaft und Managementwechsel haben dem Hause irreparable Schäden zugefügt. Nur 46% der Gläubiger hätten nun ein letztes Umtauschangebot für Anleihen des Unternehmens angenommen - für eine erfolgreiche Umschuldung des Münchner Hauses wäre aber eine Annahmequote von mindestens 80% vonnöten gewesen. Das Unternehmen teilte am Dienstagabend mit, dass der "Vorstand daher beabsichtigt, noch in dieser Woche einen Insolvenzantrag wegen unmittelbar drohender Zahlungsunfähigkeit der Escada AG zu stellen". Die Pleite trifft 220 Mitarbeiter weltweit, ein Viertel davon in Deutschland. Der Vorstand sagt aber auch: „Es wird weitergehen ", und setzt auf ein Insolvenzplanverfahren zur Sanierung von Escada.

Dann die andere Geschichte: "Escada Desire-Me ist der unwiderstehliche neue Duft aus dem Hause Escada, steht da zu lesen, "bezaubernd, inspiriert von der Magie einer Frau, die es vermag, mit einem einzigen, fesselnden Blick einen Mann in ihren Bann zu ziehen." Rrrrrroaaaaarr! Was für Verheissungen! Kein Wort von Pleiten, Pech und Pannen, im Gegenteil: "Die Desire-Me-Frau versprüht unerschütterliches Selbstbewusstsein. Sie weiss, dass sie begehrenswert ist."



Oha. vielleicht hätte Escada-Boss Bruno Sälzer bei seinen Bittgängen zu Banken und Gläubigern einfach ein bisschen von diesem neuen, umwerfenden Verführerduft aufsprühen sollen, um seine Pläne durchzubringen?

Übrigens: der Duft kommt Mitte September in den Handel, prominentes Werbegesicht zu der Desire-Me-Kampagne wird US-Schauspielerin Olivia Wilde sein, bekannt aus "Dr. House". Also doch ein Hauch von Notfallaufnahme!

Eleganter telefonieren mit D&G



Endlich: nach dem bereits zum Kult avancierten Gold-Motorazr-Handy für Motorola lancieren Domenico Dolce & Stefano Gabbana wieder ein neues Mobiltelefon, dieses Mal für den Hersteller Sony Ericsson. Das exklusive Stück heisst "Jalou" und glänzt in Zartrosa mit einer echten 24-Karat-Vergoldung. Es handelt sich wiederum um ein Klapphandy, es ist aber dieses Mal nur noch 84 Gramm leicht und mit 73 mm Länge kürzer als ein Lippenstift. Trotzdem verfügt das Teilchen über eine 3.2-Megapixel-Kamera, Radio- und Musikplayer, multiple Konnektivitätslösungen, Internet, E-Mail, GSM/GPRS/EDGE 850/900/1800/1900 und UTMS/HSDPA 2100 etc. etc.

Ein amüsanter Gag ist der "Walk Mate" Schrittzähler, der misst, wieviele Schritte man täglich macht und so ein kleiner Fitness-Ansporn sein kann. Lustig ist auch der "Mirror Key", der den Bildschirm per Knopfdruck in einen Spiegel verwandelt, "sodass man vor einem Date noch einmal sein Styling überprüfen kann", so der Hersteller. Auf dem
Telefon sind des übrigen bereits Fotos und Videos der Dolce & Gabbana Modeschauen und bisher unveröffentlichtes Backstage-Filmmaterial gespeichert.

Ab Oktober in der Schweiz für 329 bzw. 669 Franken. Mehr darüber unter www.sonyericsson.ch

Stephan Bossi, bitte melden!

Heute morgen muss sich auf der Mühlebachstrasse in Zürich eine ungewöhnliche Situation zugetragen haben. einem Mann, mutmasslich mit Schuhgrösse 42,5, fällt beim Füttern des Parkscheinautomaten gegenüber des Café Mühlebach das Fünfzigrappenstück runter, und zwar genau in seinen Schuh. Sparsam und korrekt wie er ist, zieht er die Schuhe aus - was dank Klettverschluss schnell geht! -, kramt das Geldstück wieder aus dem Schuh hervor und löst damit dann seine Parkberechtigung.



Dann allerdings nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung: der Mann, mutmasslich Stephan Bossi geheissen, denn so steht's im Etikett in dem schönen Schuh drin, vergisst vor lauter Eile, seine Schuhe wieder anzuziehen, und geht auf den Socken ins Büro. Dort sitzt er nun an seinem Schreibtisch und merkt einfach nicht, warum alle Kollegen ihn seltsam anstarren, während seine eleganten Schuhe brav und ordentlich nebeneinander gestellt beim Parkscheinautomaten auf ihn warten! Stephan, bitte hole Deine Schuhe bald ab, bevor ein Hündchen drüber pinkelt!

Handbag Madness , Teil 2: Strenesse spielt Hendrix

Strenesse aus Nördlingen nennt sein neuestes "Must-have" (!) für diesen Herbst die "Jimi Hendrix Bag". Warum? Einerseits, weil sich Gabriele Strehle "von dem großen Rock Idol Jimi Hendrix inspirieren liess", andererseits auch, weil "die nach ihm benannte Tasche ein absolutes Must Have für den persönlichen Kleiderschrank" ist und das etwa so sei, sagt Strenesse, "wie Jimi Hendrix nicht ohne seine Gitarre leben konnte". Capito? Wir nicht.

Ob die Erbverwalter des grossen Gitarrenhelden dieser "Hommage" wohl zugestimmt haben? Wir wundern uns immer wieder, dass solche Sachen möglich sind.



Hier noch die Produktinfo aus dem Hause Strenesse: Es sei Frau Strehle "mit viel Liebe zum Detail gelungen, die Wünsche jeder Frau in die eine, perfekte Tasche zu verwandeln", heisst es. Das Material ist übrigens mit Schlangenoptik geprägtes Kalbsleder. Die Tasche im Handel. kostet ab 779 Euro.

Handbag Madness , Teil 1: Navyboot does Bottega Veneta

Navyboot-Chef Philippe Gaydoul, seines Zeichens auch Denner-Boss, hat ein scharfes Auge für Stil. So ist ihm und seiner Truppe nicht entgangen, dass Frauen von Welt heute am liebsten die superteuren und luxuriösen Intrecciato-Taschen von Bottega Veneta tragen, die mit dem typischen Ledergeflecht. Also sagte sich der smarte Herr Gaydoul: "Das können wir auch", und lanciert nun seine eigenen Bottega-Klone für Navyboot.



"Easy Elegance" überschreibt die Presseagentur von Navyboot das freche Plagiat. Der Unterschied zum Original ist allerdings der: während das Original von Bottega Veneta wirklich aus Lederstreifen geflochten wird und darum den Preis eines halben Kleinwagens hat, sind die Taschen von Navyboot zwar auch "aus feinstem Kalbsleder", aber eben nur "mit angesagter Flechtprägung", die einen "trendigen Akzent zum eleganten Neo-Klassik-Look" setze. Trotzdem kosten die Klone, in unserem kleinen Rätsel-Bild rechts oben und links unten, ab 549.- Franken.

Wir sind mal gespannt, wie lange es in diesem Fall dauert, bis sich Mailand in der Sache bei Navyboot meldet. Die Italiener haben ja gerade Ferragosto.
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