We love M-Stars!



Da kommt eine ganz coole Sache auf den Schweizer Frühling zu: die gute alte Migros lanciert eine Reihe Ihrer kultigsten Produkte, etwa das seit Jahrzehnten unveränderte "Seelöwen"-Vanille-Glacé, als "M-Stars"-Produkte. Das ganze geht in wenigen Tagen als Online-Store an den Start und soll junge Hipsters (also nicht alte Säcke wie das abgebildete Notfall-Modell) wieder für die Migros begeistern.

Mehr Infos und den Link zum Laden gibt's hier: http://www.m-stars.ch

The Gentlewoman has landed

In London ist dieser Tage das lange erwartete neue Magazin aus dem Hause "Fantastic Man" erschienen: "The Gentlewoman". Das Duo, welches das stilprägendste Männermagazin unserer Zeit entwarf, hat sich nun also auch an die Frauen rangewagt. Versprochen werden "a new decade for female personal style" und Texte von höchster Qualität.



Also kein weiteres Magazin, das dem Lifestyle der Prominenten nachhechelt und ihren Bling-bling-Lifestyle abbildet, sondern eines mit Geist. Cover-Star der ersten Ausgabe ist Phoebe Philo, Designchefin bei Celine in Paris. Den Titel ihrer neuen Publikation haben Jop van Bennekom und Gert Jonkers übrigens bei einer vor achtzig Jahren schon erschienenen Schrift für gepflegtes Haushalten entliehen.



http://thegentlewoman.com

Hat das Stil? Die Übersicht

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Die gesamte Übersicht der seit Anfang des Jahres erschienenen Stilkolumnen "Hat das Stil?" aus der NZZ am Sonntag sind ab sofort hier einsehbar. Just for those who like it.



Mein Sohn, 48, hat inzwischen etwas dünneres Haar, findet aber, dass Hüte etwas für ältere Herren seien. Gibt es auch andere Formen der angemessenen Kopfbedeckung? Ellen S., Luzern

Ihr Sohn möge doch bitte wieder mal seinen Kopf lüften, denn natürlich kann auch ein Herr mittleren Alters einen Hut tragen, ohne deswegen gleich in die Geriatrie verfrachtet zu werden. Hüte sind ja auch bei jüngeren Männern wieder sehr hip. Ich empfehle sonst auch Schiebermützen wie in den dreissiger Jahren, gute Exemplare gibt es etwa von Stetson.

Haben Sie selber dringende Fragen zu Stil und Lebensart? Senden Sie uns eine E-mail.

Bally und Brian Atwood trennen sich

Bally fokussiert mit seinen jüngsten Kollektionen stärker denn je auf Tradition, Geschichte und Herkunft der Marke. Manch ein Beobachter, der sich in letzter Zeit fragte, wie das mit dem flamboyanten Hollywood-Lifestyle des Amerikaners Brian Atwood zusammenpasst, der als Creative Directors des Hauses tätig ist, bekommt heute die Bestätigung für seine Zweifel: Brian Atwood und Bally gehen ab sofort wieder getrennte Wege.


Da präsentierte er noch frohgemut die neuen Ideen: Brian Atwood im Januar in Mailand.

An Stelle des Sonnyboys Atwood übernimmt nun ein weitgehend unbekanntes Duo das kreative Zepter: es besteht aus Graeme Fidler und Michael Herz, die sich vor sieben Jahren als Designverantwortliche bei Aquascutum kennenlernten. Filder hat in jüngster Zeit für Ralph Lauren gearbeitet, Herz für Guy Laroche unter Alber Elbaz.

"Bally is a brand with a huge potential", sagen die beiden zu ihrer neuen Aufgabe und versprechen: "We will explore what is at the heart of Bally, not just its archives but also its charm, its mentality and intelligence." Das ist Balsam auf die Seele all jener treuen Fans aus den guten Schönenwerder Zeiten, welche die heute von Labelux kontrollierte Marke in den letzten Jahren Richtung oberflächlichen Mainstream driften sahen.


Noch aus Atwoods Feder: Bally-Looks für Herbst 2010.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: der Titelsponsor der "Zürich Fashion Days" steht fest

Wir wollen hier jetzt nicht so krud sein, laut herauszuposaunen, wer der Titelsponsor der gross angekündigten "Zürich Fashion Days" sein wird. Aber wir könnten ja zumindest mal sagen, dass die Zürcher Modetage, die kommenden Herbst von IMG veranstaltet und neu auch den Rahmen zum renommierten Swiss Textiles Award bilden, von einem Schweizer Modehaus präsentiert werden. Einem grossen Schweizer Modehaus mit vielen Läden. Nicht unbedingt Läden an 1A-Lagen, aber grossen Läden. So, mehr wollen wir nun wirklich nicht verraten. Man muss schon selbst den Spatzen und anderen Vögelen zuhören, welche die Neuheit, die am 8. April Gewissheit werden soll, schon jetzt von den Dächern pfeifen. Trilililiiii.


Eine Impression vom letzjährigen Swiss Textiles Award, an dem Alexander Wang gewann.

Die Franzosen kommen

Die Franzosen kommen

An der Bärengasse verkünden mit grossen Postern verklebte Fenster von
der bevorstehenden Eröffnung einer Zürcher Dependance der höchst
erfolgreichen französischen Modekette ZADIG & VOLTAIRE... Gute News
für den Modeplatz Zürich.


Eröffnungsparty im Restaurant Segantini

Wenn der Seidenkönig Andi Stutz ruft, dann kommen sie alle. Erstens: weil alle Andi lieben, wegen seiner Grosszügigkeit und seines Humors. Zweitens: weil es bei Andi Stutz immer viel und gut zu Essen und Trinken (ja, vor allem das) gibt. Und drittens: weil natürlich alle gespannt waren, was aus dem Restaurant Seidenspinner, das jetzt Segantini heisst, geworden ist. Die neuen Pächter, Simona und Gianni Segantini (Catering Segantini), versicherten uns, dass der Geist des "Seidenspinners" erhalten bleiben soll. "Die Speisekarte soll vor allem frisch sein", sagte Gianni Segantini. Regionales wird dem Exotischen vorgezogen, also eher Hackbraten als Thai Curry. Klingt gut, klingt vernünftig. Der Garten ist - auch wenn er erst im Sommer so richtig zum Zuge kommen wird - nach wie vor ein Traum. Sämtliche Installationen des Künstlers Ugo Rondinone im Innern des Lokals sind natürlich erhalten geblieben, anders ist jetzt nur, dass man von der Strasse ins Restaurant blicken kann und umgekehrt. Wer also eine langweilige Tischbegleitung hat, findet wenigstens beim Anblick der schrägen Vögel auf der Ankerstrasse Unterhaltung.
Und so sind sie also alle gekommen, zur Eröffnungsparty am Donnerstagabend - die Lokalpolitiker und Ex-Lokalpolitiker, die Journaille und Edel-Klatsch-Federn, die Schönen und weniger Schönen und natürlich auch solche, die Russisch sprachen.

Andi Stutz mit Ex-Stapi Josef Estermann und dessen Frau Maggie
Andi Stutz mit Ex-Stapi Josef Estermann und dessen Frau Maggie.

Simona Segantini
Simona Segantini

NZZ am Sonntag-Redaktor Roberto Zimmermann mit Gianni Segantini
NZZ am Sonntag-Redaktor Roberto Zimmermann mit Gianni Segantini

Journalistin Leandra Graf mit PR-Fachmann René Grüninger
Journalistin Leandra Graf und PR-Fachmann René Grüninger

Viadukt Zürich: die ersten Läden eröffnen



Endlich ist es soweit: im aufstrebenden Zürcher Kreis 5 eröffnen dieser Tage die ersten Läden in den umgebauten Bögen unter dem Letten-/Wipkingerviadukt. Der allererste, der seine Türen aufgemacht hat, war vergangenen Freitag der sympathische Outdoor-Spezialist "Per la Via" von Beat Ettlin. Im Laden gibt's die ganze Kollektion des Outdoor-Ausstatters Arc'terix, wunderbare Ultraleicht-Kajaks von Feathercraft sowie einige smarte Gadgets für den stil-affinen Abenteurer.



Per la Via, Viaduktstrasse 33, Bogen 27, 8005 Zürich, www.perlavia.ch

La Redoute verwirrt

Letzte Woche mag sich der eine oder andere, der im bitterkalten Zürich dem Limmatquai entlang flanierte, vielleicht gefragt haben, was es bedeuten soll, dass dort junge Leute in grünen Shirts lautstark für eine "Demokratisierung der Mode" demonstrierten. Denn wer auch nur eine Sekunde nachdachte, der wird leicht festgestellt haben, dass die einst elitäre und volksferne Mode seit mindestens zwanzig Jahren schon derart demokratisiert ist, dass man sich fast wieder etwas mehr Monarchie wünschte. Es wurden aber sogar Unterschriften für die Initiative gesammelt, und nicht wenige Passanten hielten auch noch an, um den Klamauk zu unterstützen.



Worum ging's tatsächlich? Um ein bisschen Lärm und Wirbel zu Gunsten des neuen Versandkatalogs von "La Redoute", der sich die Aktion (ästhetisch ganz im Stil der SVP-Volksinitiativen) als "viralen" Marketing-Gag leistete. Mag man lustig finden oder auch nicht,. Doch was passiert mit den Unterschriften, die man dort also unter Vorspielung falscher Tatsachen gesammelt hat? "Nichts", versichert La Redoute.

Fazit: Viel Lärm - für nichts!

Mode Suisse? Oui!



Die Mode hat in der Schweiz keinen leichten Stand - die junge Mode von lokal tätigen Designern schon gar nicht. Aber nun, das sind die Gesetze des Marktes - und alle Förderung hat in den letzten Jahren ja auch nicht viel daran geändert.

Und doch gibt es sie, die kleinen Labels mit eigenem Flair und Charme, die in der Schweiz wirken. Einige davon waren letzten Freitagabend an einer kleinen, aber schön gemachten Modenschau namens "Mode Suisse? Oui!" zusammengefasst, welche dank der finanziellen Unterstützung des Alkoholsponsors Chivas Regal im Papiersaal Sihlcity über die Bühne ging.

Wir erinnern uns nicht an alle Namen, aber an einige: Luna by Suza, Redley Exanthus, Daniel Herman, Peter Müller ... Die anderen mögen verzeihen, dass das Programmheft mit den Namen in der Hitze des Aftershow-Gefechts an der hoffnungslos überforderten Garderobe liegen blieb.

Alles in allem: wohltuend low-key und entspannt, den Nachwuchs auf solche Weise zu sehen. Choreograf und Mastermind Yannick Aellen weiss eben in allen Situationen, worauf es ankommt.



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