Magazin "Z" - die neue Ausgabe (Uhren)

An diesem Wochenende vom 13./14. März 2010 erscheint die neueste Ausgabe des NZZ-Beilagenmagazins "Z - Die schönen Seiten" mit folgenden Inhalten:



Alles dreht sich um die Uhr: Neues für das Handgelenk: Die stilvollsten Armbanduhren der Saison, inszeniert von Marcus Gaab.

Geliebte Zeitmesser: Sechs junge Menschen erzählen, warum sie trotz Zeitanzeige auf dem Handy lieber eine Uhr tragen – und warum es genau diese sein muss.


Foto: Dan Cermak

Ein Mann wie ein Millefeuille: Jean Reno ist der Star eines neuen Kurzfilms von IWC. Im Interview spricht er über Familie, Karriere und seine allererste Uhr.



Weit oben und weit unten: Sportliche Uhren wurden früher an ihrer Leistung gemessen. Heute zählt vor allem das Äussere.

Brust raus, Nadel dran: Broschen sind das Stiefkind der Schmuckindustrie. Zu Unrecht, wie die schmucken Stücke mit ihrer Leuchtkraft beweisen.



Foto: Jonathan Heyer

Sechsstellig – na und? Der Franzose Richard Mille ist einer der erfolgreichsten Neulinge unter den Horlogers. Er schämt sich nicht wegen der Preise seiner Uhren.

Ausserdem unter den festen Seiten:

Objet de désir: Die handgefertigten Belgian Shoes sind die perfekten Reisebegleiter auf Langstreckenflügen. Schon Andy Warhol schwor auf diese Loafers.


Foto: Lukas Wassmann

Beste Freunde: Modemacher Michael Michalsky und Journalist Marcus Luft sehen zusammen fern – via Facebook.

Wie tickt die Uhrenbranche?

Die Uhrmacher versuchen, der Schwerkraft zu entkommen. Das ist keineswegs nur mit Bezug auf die weitreichenden Wirkungen der Ökonomie gemeint, die den Horlogers noch immer zu schaffen machen, sondern auf die ganz reale Erdanziehungskraft.

Um den Einfluss der Schwerkraft zu minimieren und die Ganggenauigkeit von Taschenuhren zu verbessern, erfand Abraham Louis Breguet schon 1795 das Tourbillon. Der «Wirbelwind» mit seinem sich drehenden «Käfig» sollte das Werk seiner Zeitmesser unabhängig machen von Lageveränderungen. Bei einer Taschenuhr mag diese aufwendige technische Spielerei noch ihren Sinn gehabt haben. Heute weiss man aber, dass ein Tourbillon wenig oder gar nichts zur Ganggenauigkeit einer Armbanduhr beiträgt.

Und trotzdem bauen die namhaften Uhrenfirmen im In-und Ausland mit Leidenschaft weiterhin Tourbillon-Versionen ihrer Produkte. Weil das Tourbillon, ganz ungeachtet seiner bescheidenen Funktion, zu einer Art Waffenschein und Raison d’être der Uhrmacherei geworden ist. Nur wer das Tourbillon bauen kann, gehört zum «inner circle» der Branche.

Wenn in wenigen Tagen in Basel die weltweit bedeutendste Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld» (18. bis 25. März 2010) ihre Tore öffnet, werden wir vielerorts vernünftige, klassische, fast konservative Uhren sehen. Doch die Tourbillons sind keineswegs verschwunden, sie faszinieren weiterhin – so wie das elegante Zentrums-Tourbillon von Omega.




Um zwanzig der wegweisenden neuen Uhren dieses Jahres ins Licht zu rücken, hat Fotograf Marcus Gaab das Ringen mit der Schwerkraft, welches die Branche beschäftigt, zu seinem zentralen Thema gemacht. Auf seinen Bildern ist nie ganz klar, was oben und unten ist. Man kann unser am Wochenende erscheinendes Heft also drehen und wenden, wie man will. Und wird feststellen: Die Schweizer Uhrenbranche ist keineswegs am Boden, sondern wirbelt unverdrossen weiter.

Eine Kollektion wie Veilchen-Wodka

MiuMiu show
Einen stimmigen Abschluss zur Pariser Modewoche setzte Miuccia Prada mit ihrer Kollektion für MiuMiu. In einem prächtigen Hotel particulier an der Avenue Foche wurde auf zwei Etagen die Kollektion einem erlesenen Publikum gezeigt.

MiuMiu show(Photo: Don Ashby & Olivier Claisse / FirstView.com)

Vom Setting, zum nostalgischen Pomp des antiken Stadthauses kontrastierte der silberfarbener Boden und lilafarbene Schaumstoff-Würfel als Sitzgelegenheit, bis hin zum Catering, gefrorene Veilchen und Veilchen-Wodka, war das Drumherum perfekt auf die Kollektion abgestimmt: eine moderne Version der Mary Quant Kleidchen der Sixties aus soliden Stoffen, gehalten in viel Schwarz, dazu Applikationen von Metall-Blumen, dazu lief ein beinahe nostalgischer Eighties-Pop-Mix mit Remixes von Culture Club und co.... Eine Prise Retro, jedoch frisch und zeitgemäss, auch dank dem farbigen Make-up.

MiuMiu show
MiuMiu Show
(Photos: Don Ashby & Olivier Claisse / FirstView.com)
Dass es nach der Show nochmals einen Schluck Veilchen-Wodka gab, liess den Abend und somit die Pariser Woche zufrieden abschliessen. Danke, Frau Prada!


MiuMiu Miuccia Prada
(Photo: Don Ashby & Olivier Claisse / FirstView.com)

Verschieden temperierter Winter 2010

Die gestern zu Ende gegangene Pariser Modewoche zeigte einmal mehr auf, wie verschieden die modischen Prognosen für nächste Saison sein können.

Das zeigt sich am klarsten anhand der Bühnen-Sets und Locations, welche von eiskalten, Temperaturen und mit einem aus Schweden einfgeflogenen Eisberg und dick mit künstlichem Pelz, Strick und Tweed eingepackten Models bei Chanel (im Grand Palais)...
Chanel Eisberg

...bis hin zu einer betörend warmen Stimmung zu goldener Nachmittagsstunde mit den schönsten Dekolletés und Frauen im eleganten Grace Kelly-Stil der Fifties bei Louis Vuitton (im transparenten Zelt um den Springbrunnen im Hofe des Louvre):

Vuitton Springbrunnen Finale

Perfektes Licht für Streetstyle-Blogger

Die Pariser Modewoche ist schon seit fünf Tagen voll im Gange und dauert noch bis zum Mittwoch an. Erste Moderedakteurinnen äusserten schon Ermüdungszustände, ist doch das Wetter in Paris zwar wunderbar klar und sonnig, aber auch eiskalt und windig.

.Paris kalt und schön

Das stört die meisten Mode-Blogger und Streetstyle-Fotografen ganz und gar nicht, herrscht bei den wiedrigen Umständen doch das schönste Winterlicht. Die Fotografen-Meute belagert die Eingänge zu den Déflié-Location und umringt jede modische Erscheinung wie Schakale einen Kadaver.
Paris anna piaggi

Den Fotografen zuzuschauen ist, ähnlich wie beim Baustellen-Gaffen, äusserst amüsant. Vor allem wenn eine schlanke Schönheit aus der Limousine steigt und ohne Mantel sich der Kälte und den Fotografen aussetzt und auf absurd hohen Plateau-Absätzen über die Pflastersteine zum Eingang stakt. Dabei fürchtet man bei jedem Schritt, dass das vor Kälte zitternde Foto-Sujet nicht stolpert, so hoch sind die Schuhe, so eng der Rock, so kalt der Wind.

Es gibt wenige Lieblinge der Streetstyle-Fotografen, die auch einen natürlichen Gang haben und somit auch in Bewegung wirklich chic wirken: die kecke Sarah Lerfel von der Boutique Colette etwa, die mit flachen Männerschuhen und bauschigem Mini-Rock natürlich wirkt, oder die überkanditelte, aber immer originelle Anna Piaggi (siehe Bild oben).

Am coolsten sind sowieso die fotografiernden Blogger-Girls, die mit sich mit einer Mischung aus funktionaler und modischer Bekleidung kleiden und so am realsten und sympathischsten wirken.
Paris Paparazzi
Paris Paparazzi2
Wer also während der Pariser Modewoche keine Einladung für ein Défilé hat, vertreibt sich ab und zu die Zeit mit dem Eingangs-Prozedere jeweils bei den Locations der Shows und beobachtet das Spektakel des Modezirkusses. Besser als Baustellen-Gaffen.

Sag's mit Ketchup



Ärgern Sie sich auch immer darüber, dass Ihnen die ganze Familie den Ketchup wegschleckt? Heinz hat jetzt die Lösung. Unter www.heinzketchup.ch kann sich nun jeder seinen eigenen Ketchup-Spruch auf die Flasche schreiben lassen. Alternativ zum Namen empfehlen wir "Finger weg!" oder "Gleich seh ich rot!"

Mut zur Röhre

Viel Gegenwehr erntete unser hauseigener Stilexperte, als er auf DRS 3 verkündete, Leggins für den Mann seien gross im Kommen (hier gehts zum Beitrag).
Doch Wubert de Aiir von der Schweizer Band "Da Sign & The Opposite" bewies unlängst bei einem Konzert, dass enge Höschen an Männerwaden offenbar einen enorm anziehenden Effekt auf weibliche Hände haben...




Also, liebe Männer, traut euch! Es müssen ja auch nicht immer gleich Pailletten sein...
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