Bally und Brian Atwood trennen sich

Bally fokussiert mit seinen jüngsten Kollektionen stärker denn je auf Tradition, Geschichte und Herkunft der Marke. Manch ein Beobachter, der sich in letzter Zeit fragte, wie das mit dem flamboyanten Hollywood-Lifestyle des Amerikaners Brian Atwood zusammenpasst, der als Creative Directors des Hauses tätig ist, bekommt heute die Bestätigung für seine Zweifel: Brian Atwood und Bally gehen ab sofort wieder getrennte Wege.


Da präsentierte er noch frohgemut die neuen Ideen: Brian Atwood im Januar in Mailand.

An Stelle des Sonnyboys Atwood übernimmt nun ein weitgehend unbekanntes Duo das kreative Zepter: es besteht aus Graeme Fidler und Michael Herz, die sich vor sieben Jahren als Designverantwortliche bei Aquascutum kennenlernten. Filder hat in jüngster Zeit für Ralph Lauren gearbeitet, Herz für Guy Laroche unter Alber Elbaz.

"Bally is a brand with a huge potential", sagen die beiden zu ihrer neuen Aufgabe und versprechen: "We will explore what is at the heart of Bally, not just its archives but also its charm, its mentality and intelligence." Das ist Balsam auf die Seele all jener treuen Fans aus den guten Schönenwerder Zeiten, welche die heute von Labelux kontrollierte Marke in den letzten Jahren Richtung oberflächlichen Mainstream driften sahen.


Noch aus Atwoods Feder: Bally-Looks für Herbst 2010.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: der Titelsponsor der "Zürich Fashion Days" steht fest

Wir wollen hier jetzt nicht so krud sein, laut herauszuposaunen, wer der Titelsponsor der gross angekündigten "Zürich Fashion Days" sein wird. Aber wir könnten ja zumindest mal sagen, dass die Zürcher Modetage, die kommenden Herbst von IMG veranstaltet und neu auch den Rahmen zum renommierten Swiss Textiles Award bilden, von einem Schweizer Modehaus präsentiert werden. Einem grossen Schweizer Modehaus mit vielen Läden. Nicht unbedingt Läden an 1A-Lagen, aber grossen Läden. So, mehr wollen wir nun wirklich nicht verraten. Man muss schon selbst den Spatzen und anderen Vögelen zuhören, welche die Neuheit, die am 8. April Gewissheit werden soll, schon jetzt von den Dächern pfeifen. Trilililiiii.


Eine Impression vom letzjährigen Swiss Textiles Award, an dem Alexander Wang gewann.

Die Franzosen kommen

Die Franzosen kommen

An der Bärengasse verkünden mit grossen Postern verklebte Fenster von
der bevorstehenden Eröffnung einer Zürcher Dependance der höchst
erfolgreichen französischen Modekette ZADIG & VOLTAIRE... Gute News
für den Modeplatz Zürich.


Eröffnungsparty im Restaurant Segantini

Wenn der Seidenkönig Andi Stutz ruft, dann kommen sie alle. Erstens: weil alle Andi lieben, wegen seiner Grosszügigkeit und seines Humors. Zweitens: weil es bei Andi Stutz immer viel und gut zu Essen und Trinken (ja, vor allem das) gibt. Und drittens: weil natürlich alle gespannt waren, was aus dem Restaurant Seidenspinner, das jetzt Segantini heisst, geworden ist. Die neuen Pächter, Simona und Gianni Segantini (Catering Segantini), versicherten uns, dass der Geist des "Seidenspinners" erhalten bleiben soll. "Die Speisekarte soll vor allem frisch sein", sagte Gianni Segantini. Regionales wird dem Exotischen vorgezogen, also eher Hackbraten als Thai Curry. Klingt gut, klingt vernünftig. Der Garten ist - auch wenn er erst im Sommer so richtig zum Zuge kommen wird - nach wie vor ein Traum. Sämtliche Installationen des Künstlers Ugo Rondinone im Innern des Lokals sind natürlich erhalten geblieben, anders ist jetzt nur, dass man von der Strasse ins Restaurant blicken kann und umgekehrt. Wer also eine langweilige Tischbegleitung hat, findet wenigstens beim Anblick der schrägen Vögel auf der Ankerstrasse Unterhaltung.
Und so sind sie also alle gekommen, zur Eröffnungsparty am Donnerstagabend - die Lokalpolitiker und Ex-Lokalpolitiker, die Journaille und Edel-Klatsch-Federn, die Schönen und weniger Schönen und natürlich auch solche, die Russisch sprachen.

Andi Stutz mit Ex-Stapi Josef Estermann und dessen Frau Maggie
Andi Stutz mit Ex-Stapi Josef Estermann und dessen Frau Maggie.

Simona Segantini
Simona Segantini

NZZ am Sonntag-Redaktor Roberto Zimmermann mit Gianni Segantini
NZZ am Sonntag-Redaktor Roberto Zimmermann mit Gianni Segantini

Journalistin Leandra Graf mit PR-Fachmann René Grüninger
Journalistin Leandra Graf und PR-Fachmann René Grüninger