Die Definition, was ein «Supercar» ist, fällt naturgemäss höchst individuell aus. Für die einen muss es ein drahtiger Italiener sein, für andere ein fetter Amerikaner. Für die meisten ist ein Supercar jedoch auch heute noch ein Fahrzeug, das als exotischer Solitär an der Spitze der Modell-palette eines Herstellers steht: Mit überragenden Fahrleistungen, einem meist aggressiven Äusseren, sattem Motorensound, einem exorbitanten Preis und einem völlig unzeit-gemässen Benzinverbrauch.
In diesem Sinn und Geist – zwischen Hommage und Persiflage – hat das Zürcher Fotografenduo Roth und Schmid zehn der spektakulärsten Supercars unserer Zeit für unser nächstes Magazin "Z" in Szene gesetzt.
Natürlich sind wir uns auch bewusst, dass diese meist zweiplätzigen Autos zeitgeistige Dinosaurier sind. Und dass es schlimm enden kann, wenn sich verantwortungslose Zeitgenossen darin überschätzen. Fotograf Raffael Waldner gemahnt mit seinen "Car Crash Studies" an die entsfesselten Kräfte dieser Boliden. Doch wenn sie vernünftig bewegt werden, sind Supercars auf der Strasse das, was der Pfau im Zoo und der Dandy im Strassenbild sind: ein Hingucker, ein Faszinosum und ein Kuriosum, das den Traum für kurze Zeit über den Alltag erhebt.
Und schliesslich dies: Für viele, die sich zunehmend Gedanken über Umweltschäden machen, sind die neuen Hybrid-Fahrzeuge mit verbrauchsreduzierten Antrieben die Superstars von heute. Mit dem Tesla Roadster hat dieses Genre nun einen Vertreter, der das gute Gewissen mit reichlich Sex-Appeal kombiniert. Wolfgang Peters beschreibt , welchen emotionalen Mehrwert dieses ikonenhafte Elektroauto und andere «alternative» Fahrzeuge bieten.
All dies und viel mehr an diesem Wochenende in der Neuen Zürcher Zeitung und der NZZ am Sonntag!