BRIONI Spring 2011



Eine gelungene und elegante, wenngleich nicht gerade berauschende Premiere feierte Brioni am Sonntagnachmittag mit dem Debut des Designers Alessandro Dell'Acqua. Er scheint sich mit exquisiten Materialien und feinen Details auszukennen, was ja für Brioni sicher wichtige Merkmale der Markenidentität sind.

MARNI Spring 2010



Ziemlich abgefahren, aber ziemlich frisch: auch Marni zeigte am frühen Sonntagmorgen eine dieser zeitgeistigen Melanges aus Sportswear, Haute Couture und Streetwear. Die kräftigen Farben und futuristischen Materialien waren ähnlich wie bei Jil Sander, aber natürlich als Gesamtergebnis doch sehr anders, eben: sehr Marni. Schräg, ein bisschen "anti" und auf jeden Fall schwer intellektuell.

Die französischen Königinnen am Laufsteg

Forget "La Wintour", nach der legendären Schreckschraube von der US-Vogue dreht sich heute niemand mehr richtig um. Wer derzeit am meisten geknipst, interviewt und imitiert wird, sind Modefachfrau und Stylistin Emmanuelle Alt (links) und ihre Chefin Carine Roitfeld, beide von der französischen Vogue. This is fashion royalty.

EMPORIO ARMANI Spring 2011



Der Chef ist wieder einigermassen in Form: Nachdem Giorgio Armani in den letzten Saison wegen einer Lebererkrankung doch sehr schlecht aussah, scheint der Grossmeister der italienischen Mode nun wieder fitter und stabiler. Zumindest dann, wenn er wie gewohnt zum Schluss seiner Show die Huldigungen des Publikums entgegen nimmt.

TOD'S Spring 2011



Schöne neue Tasche bei Tod's, das dieser Tage (wie in den Vorsaisons) in der wunderbaren Villa Necchi Campiglio in Mailand seine neue Kollektion zeigte. Die Neue heisst "Shirt Bag" und soll so leicht, unkompliziert und easy wie ein T-Shirt sein ...



... das Leder ist butterweiche und fein wattiert, die Tasche hat sonst überhaupt keine feste Struktur oder Steifheit, alles ist im Fluss. Des weiteren auch eine etwas rigidere neue Tasche namens "24h" ...



... sowie eine Vielzahl neuer Farben für die bekannten Gommini-Noppenschuhe.

MILAN FASHION WEEK - Accessoires



Während der Mailänder Modewoche, welche am Montag zu Ende geht, besucht man nicht nur Modeschauen von grossen Designern, sondern auch die Showrooms der Accessoires-Spezialisten, um deren neue Handtaschen, Schuhe und anderen Extras zu sehen. Da ist man etwa bei Car Shoe an der Via della Spiga (Bild oben und unten) ...



... oder schaut sich die neuen Luxus-Lederwaren von Valextra an der Via Manzoni an ...







Und natürlich sollte man zu Santoni an die Via Montenapoleone - alles im "Goldenen Dreieck" der Mailänder Modewelt.



BALLY Spring 2011

Graeme Fidler und Michael Herz heissen die beiden neuen Chefdesigner beim Schweizer Label BALLY - und sie haben zum Dienstantritt erst einmal aufgeräumt mit der etwas überbordenden Hollywood-Ästhetik ihres Vorgängers Brian Atwood. Deswegen ist auch das zuvor omnipräsente Bally-Wappen über die Klinge gesprungen.



Das Neue, was Bally nun präsentiert, wirkt sauber und durchdacht, aber auch etwas trocken und spröde, fast zu nüchtern. Die Fokussierung auf Schuhe und Accessoires ist sicher richtig, aber: 4,5 Monate Arbeit sind möglicherweise auch für ein eingespieltes Team nicht genug, um eine solche Aufgabe wirklich gründlich anzupacken.





JIL SANDER Spring 2011



Und das war vermutlich der Paukenschlag schlechthin dieser Saison: Raf Simons neuesten Looks für Jil Sander! Er kombiniert Technofibre-Stoffe aus der Sportswear mit intensiven Fluorfarben und den Shapes der Haute Couture, ein wenig im Stil Balenciagas - grossartige, neue Kombination.





BOTTEGA VENETA Spring 2011



Das war am Samstag früh das erste wichtige Highlight von Mailand: Eine Neuauflage von Tomas Maiers bewährter, aber noch immer unwiderstehlichen Easy-Luxury-Eleganz für Bottega Veneta.





Loro Piana "erfindet" neue Textilfaser

Viel geheimnisvolles Aufhebens machte gestern Loro Piana: der italienische Luxus-Stoffweber kündigte in Mailand an, eine "Weltneuheit" im Bereich der textilen Fasern zu präsentieren. Was ist dran?



Nun, Sergio Loro Piana war auf Reisen in Burma, und dort hat er gesehen, wie Einheimische aus den Stängeln der Lotuspflanze Fasern gewinnen, die sehr leicht, knitterarm und weich sind. Dies alles geschieht in aufwändigster Handarbeit und nach jahrhundertalten Traditionen.



Die zirka 2,5 Meter langen Stängel müssen innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie aus dem Wasser gezogen worden sind, von Hand verarbeitet werden, ansonsten sie vertrocknen und für die Fasergewinnung unbrauchbar werden. Der Prozess ist sehr arbeitsintensiv und zeitraubend.



Loro Piana hat sich nun die Produktionsrechte an dem exklusiven Lotus-Fäserlein gesichert und den Namen patentieren lassen, um ab Frühjahr 2011 ein von Hand gewobenes Luxustextil zu verkaufen, aus dem man Jacken und Blazer für geschätzte 3500 Euro pro Stück schneidern kann. Cleverer Zug!

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