Viel geheimnisvolles Aufhebens machte gestern Loro Piana: der italienische Luxus-Stoffweber kündigte in Mailand an, eine "Weltneuheit" im Bereich der textilen Fasern zu präsentieren. Was ist dran?
Nun, Sergio Loro Piana war auf Reisen in Burma, und dort hat er gesehen, wie Einheimische aus den Stängeln der Lotuspflanze Fasern gewinnen, die sehr leicht, knitterarm und weich sind. Dies alles geschieht in aufwändigster Handarbeit und nach jahrhundertalten Traditionen.
Die zirka 2,5 Meter langen Stängel müssen innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie aus dem Wasser gezogen worden sind, von Hand verarbeitet werden, ansonsten sie vertrocknen und für die Fasergewinnung unbrauchbar werden. Der Prozess ist sehr arbeitsintensiv und zeitraubend.
Loro Piana hat sich nun die Produktionsrechte an dem exklusiven Lotus-Fäserlein gesichert und den Namen patentieren lassen, um ab Frühjahr 2011 ein von Hand gewobenes Luxustextil zu verkaufen, aus dem man Jacken und Blazer für geschätzte 3500 Euro pro Stück schneidern kann. Cleverer Zug!
