PRADA Spring 2011 - im Showroom



Showroom- oder so genannte "re-see"-Termine sind auch immer Gelegenheit für das in der Modewelt stark verbreitete "Facing". Dabei geht es darum, den Designern - oder den Repräsentanten der Presseabteilung der jeweiligen Häuser - sein Gesicht zu zeigen bzw. sich vor Ort zu präsentieren, möglichst mit einer aktuellen Ausgabe der Zeitung unter dem Arm.



Viel "Facing" wird dieser Tage in Mailand auch an der Via Andrea Maffei gemacht, wo Prada seinen Shworoom hat und gerade die neue Frühjahrskollektion gezeigt wird. Dabei mussten wir feststellen: Das waren also wirklich Affen und Bananen, die da über den Laufsteg gingen ...



... und dann stellt sich immer auch wieder die Frage - gerade bei Prada: Will man das? Gefällt einem das? Oder braucht man jetzt noch vier Monate, um sich daran zu gewöhnen, bis es im Frühling 2011 in die Läden kommt? Zumindest bei den unten abgebildeten Schuhen braucht man schon etwas "Nerven" ...

GUCCI Spring 2011 - im Showroom



Eine der Gründe, warum Modemenschen zu den Fashion Weeks fahren, ist die Möglichkeit, die exklusiven Stücke nicht nur auf dem Laufsteg zu sehen, sondern sie auch selbst anzufassen. Dazu werden am tag nach der Modenschau meistens so genannte "re-see"-Termine vereinbart, bei denen man die gezeigte Kollektion noch einmal in Ruhe durchsehen kann.



Was bei Gucci auffällt, ist die extreme "Richesse" der Details - diese Entwürfe von Frida Giannini sind nicht nur raffiniert auf den Körper geschnitten, sondern auch material- und verarbeitungstechnischen auf einer hohen Komplexitätsstufe.



Wir werden auch im Frühjahr 2011 wieder jede Menge "it-Shoes" sehen, also High-heels mit dem extra Style-Faktor. Am besten zu kombinieren mit den "Glamazone"-Kleidern ...

Zegna feiert weiter



Das italienische Männerkonfektionslabel Ermenegildo Gildo feiert seinen hundertsten Geburtstag - das ganze Jahr lang, und immer wieder! So auch gestern abend in seinem Flagshipstore an der Via Montenapoleone in Mailand, wo einige hundert Gäste empfangen und bewirtet wurden.



Der Vorrat an "Centennial Fabric", einem eigens für das Jubiläum gewobenen Tuch im Stil der Gründerjahre von Zegna, war laut Produktverantwortlichen vor Ort per 22. September 2010 komplett ausverkauft. Also wird Zegna nun - by popular demand! - weitere 1000 Meter davon weben.


PRADA Spring 2011

Prada zu verstehen - oder auch nur halbwegs schlüssig zu interpretieren! - ist immer eine Knacknuss. Auch gestern abend in Mailand wieder, wo die Ideen fürs Frühjahr 2011 gezeigt wurden. Ein bisschen Sportswear, etwas Cruise Collection, aber auch Tailoring, dazu Sombreros, Bananenprints und ein bisschen lateinamerikanische Farbenwelt - das alles auf einem kühlen Neon-Laufsteg mit Metallgittern. Very strange!



GUCCI Spring 2011

Ein bisschen Yves Saint Laurent und Nordafrika ist schon drin, n'est-ce-pas? Frida Giannini hat in alten Magazinen aus den späten siebziger Jahren geblättert ...


Bilder: Style.com

Bern prämiert "neuartigen" Stuhl

Die Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung hat ihre Jury-Preise für 2010 vergeben und zeichnet in der Reihe der Projektbeiträge 2010 des Kantons Bern für Design und Gestaltung die beiden Produktdesigner Markus Bangerter und Roger Wyler aus, und zwar für ihr Stuhlprojekt „Polyfine“. Der Stuhl (rechts) zeigt neue Konstruktionsprinzipien für thermoplastische Chemiefasern auf und besteht aus einem mit Bändern umspannten Hohlkörper.

Wir gönnen den beiden Designern den Preis in der Höhe von 10'000 Franken ... doch fragen wir uns auch: Ist die Idee nicht etwas gar nahe am weltbekannten "Random Chair" (links), den Bertjan Pot 2003 bereits aus harzgetränkten Karbonfasern herstellte?



Mehr Infos über die Berner Preise: http://www.angewandtekunst.ch

Die hellsten Sterne des Abends

Das Objet de Desir der aktuellen Ausgabe von Magazin Z, der Met-Lüster von Lobmeyr, hatte gestern Sonntagabend in New York einen glanzvollen Aufritt. Anlass war ds 25-Jahr Jubiläum der amerikanischen Modemarke Tommy Hilfiger, welcher nach seiner Show im Lincolm Center eine grosse Party im vierstöckigen Foyer der Metropolitan Opera feierte.

Met Luster

Während man in der Menge vergebens nach den grossen Stars suchte, die während der Hilfiger Show die Front Row zierten (u.a.Lenny Kravitz, Jeniffer Lopez), und man einigen Starlets in die Arme lief (männliche Nebendarsteller von Gossip Girl und Sex and the City's "Smith Jared" Jason Lewis) überstrahlten Lobmeyr Luster in diversen Grössen das bunte Treiben und das dröhndende Konzert der Strokes.
Ein paar Impressionen vom gestrigen Abend:

Met Luster 2

Met Luster 3

MEt Luster 4

Das neue Magazin "Z" ist da!

Am Wochenende vom 11./12. September erscheint das neue Magazin "Z - Die schönen Seiten" als Beilage zur Neuen Zürcher Zeitung und zur NZZ am Sonntag.

Im Mittelpunkt der Ausgabe steht die Herbstmode 2010.

Und das sind vier der Themen:

"Traditionell nicht im Trend": Das Familienunternehmen Zegna gibt sich auch zum 100. Geburtstag zeitlos und beständig.

.Zegan-Shooting

"Stilblüten aus dem Netz": Den Modemagazinen erwächst Konkurrenz aus dem Internet. Die Französin Garance Doré trägt mit ihrem Blog entscheidend dazu bei.

Crystal Renn nach einem Chanel-Defilee.

"Heute ist Damenwahl": Lässige Hüftschwünge und rhythmische Schrittkombinationen verschaffen der Herbstmode einen eleganten Auftritt.

Leona zeigt ein Ballkleid von Louis Vuitton, eine Halskette von H&M, Handschuhe von Emporio Armani und Schuhe von Prada.

"Trends vom Laufsteg": Märchenhaft, verklärt, humorvoll, reduziert, neo-bourgeois und weiblich: der Mode-Herbst 2010 an den Schauen.

Laufsteg-Look von Louis Vuitton.

Seidenfoulard-Fans gesucht!



Mit der Website "J'aime mon carré" hat die französische Luxusmarke HERMÈS ein Portal von ähnlicher Schönheit und Aktualität lanciert wie seinerzeit Burberry mit "The Art of the Trench". Nur geht es bei Hermès eben nicht um Mäntel, sondern um Menschen und ihr Carré, auch Seidenfoulard genannt. Auf www.jaimemoncarre.com erzählen und zeigen Menschen - aufallend junge und schöne, übrigens! - wie sie mit dem Seidenfoulard leben.



Jetzt zieht die Carré-Karawane auch in die Schweiz: Die Fotografen der Website gastieren diesen Monat in Genf, Lausanne und Lugano, Basel, Bern und Zürich, um weitere Schnappschüsse zu machen. Wer also Lust hat, sich mit seinen Seidentüchern in Pose zu werfen, merkt sich folgende Daten:

11. September 2010 in Genf, Lausanne und Lugano
18. September in Basel, Bern und Zürich

Wer Lust hat, dabei zu sein, meldet sich in den Stores rechtzeitig an und studiert auf der Website den Shootingplan. Danach bekommt man als Dank auch ein Foto von sich selbst zugestellt.

Margiela macht Sonnenbrillen

Es gab in der Vergangenheit zwar immer wieder Sonnenbrillen von Martin Margiela, aber meistens waren dies recht konzeptionelle "Schocker" mit wenig Gebrauchswert. Jetzt will die Marke aus dem Diesel-Konzern gleichwohl auch ins lukrative Geschäft mit den Sonnenbrillen und spannt dazu mit der Marke Cutler & Gross zusammen.



Für die englische Marke Cutler & Gross ist es die erste Lizenz-Partnerschaft in ihrer Geschichte - das Haus Margiela hat inzwischen schon ein halbes Dutzend solcher Partnerschaften zur Steigerung des Absatzvolumens. Die Sonnenbrillen werden in der Margiela-internen Nomenklatur der Produktfamilien die "8" bekommen - eine Information, die für eingefleischte Fans vielleicht wichtig ist. Alle anderen können sich dieses Detail auch merken, in dem sie die "8" zur Seite legen und liegend betrachten - man sieht dann nämlich eine Brille.

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