Models und das Alter

KEINE Diskussion diese Saison über das Körpergewicht von Frauen, welche die Mode auf den Laufstegen vorführen etc. etc. - Jean-Paul Gaultier war der einzige, der mit Supermoppel Beth Ditto wieder einen Pfeil in diese Richtung abfeuerte und versuchte, die Diskussion anzuheizen. Vergeblich, es interessierte scheint's niemanden.


Bild: Style.com

Das Gewicht mag also gerade keine Rolle spielen - dafür diskutiert Paris leidenschaftlich über das ALTER. Grund dafür ist a) dass Ines de la Fressange (53) bei Chanel lief und b) weil Fashion-Victim Anna dello Russo (48) bei Ungaro auf dem Laufsteg war. Und das sorgte doch für einige Aufregung. Denn Anna ist ein bekennender Fashion-Junkie und mit ihrem "outrageous" Styling eine bekannte Figur in der Modewelt. Aber will man diesen dürren Typus Trockenfleisch wirklich AUF dem Laufsteg haben? Das war die Diskussion, die bis heute andauert. Argumente dafür - oder dagegen? - in den unten angefügten Bildern.

CHANEL Spring 2011 - first impressions



Ganz grosser Bahnhof heute Dienstagmorgen im Grand Palais - Chanel bat einige Tausend auserwählte Gäste zum Defilee mit der Kollektion für Frühling 2011. Das Setting war ein in Schwarzweiss stilisierter französischer Lustgarten mit Brunnen und Kieswegen, umrankt von typischen Pariser Parkhecken.



Auch Karl Lagerfeld ist offenbar vom Geist der Leichtigkeit beseelt, der Paris so beherrscht. Natürlich war alles "très Chanel", dabei aber auch überraschend entspannt. Aufgefallen sind die vielen flachen Schuhe, die für Frühling 2011 die gefährlichen Heels ablösen ...



...und als die "grande dame" Ines de la Fressange eine Runde durchs Palais drehte, brandete ihr der Applaus von den Rängen entgegen.




Paris Street Style



Die Ideen liegen in Paris auch auf der Strasse - die Gejagten und "Geschossenen" sind dieser Tage nicht nur die Models auf dem Laufsteg, sondern auch die bunten Modeluete selber. Sie werden von einem immer grösser werdenden Pulk von Bloggern und Coolhuntern belagert.

Gestern ist hierzu ein etwas längerer Artikel bei NZZonline erschienen - siehe hier.

Nun also noch die Bilder dazu, damit das Auge auch etwas davon hat ...


Der stets hochhackige Bloggerbube Bryanboy aus Manila.


Derzeit eine wichtige Gattung in Paris: die so genannten "Deckenmänner" in zipfligen, schwarzen Kutten.


Lots of legs im Jardin des Tuileries.


Und immer schön fleissig auf dem Blackberry herumhacken!


In stattlicher Zahl mit von der Partie: "Gedämpfte Eulen" oder "Ladyboys".


Keine Angst vor Transparenz!


Bloggerin mit Charme.


Facehunter Yvan Rodic fotografiert Leigh Lezark.


Style-Blogger sind manchmal selbst die buntesten Hunde.

H&M Champs-Elysées by JEAN NOUVEL

Die Pariser Fashion Week geht weiter - mit Kollektionen von Chloé, Stella McCartney, Yves Saint Laurent oder heute morgen mit Chanel. Davon lesen kann man am Donnerstag auf den Vermischten Seiten der NZZ. Doch es gibt mehr als nur Modeschauen!



Gestern abend wurde auf den Champs-Elysées in Paris die neue, gigantische Filiale des schwedischen Modekonzerns Hennes & Mauritz eröffnet. Der Laden fühlt sich zirka 60'000 Quadratmeter gross an (es sind fast 3000 m2) und zieht sich über geschätzte sechs Stockwerke.



Man fühlt sich ein bisschen wie in einer unterirdischen Version des Mailänder Hauptbahnhofs oder einer neu erbauten Metro-Station der Linie 14. Entworfen wurde das Geschäft vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel. Spektakulärstes - und leicht dekadentes! - Feature sind die zwischen den Stockwerken auf und ab fahrenden Fahrstühle mit Bildkästen, auf denen Werbefilme laufen. Zusteigen kann man aber nicht, sie sind reine Deko.

LOUIS VUITTON "Voyage en capitale"



Gesternabend konnte im Musée Carnavalet im Pariser Marais-Viertel die Ausstellung "Voyage en capitale" vorbesichtigt werden, welche sich um das Erbe des Kofferherstellers Louis Vuitton dreht.





Zu sehen gibt es eine Menge historischer Stücke - natürlich grosse Schrankkoffer, aufklappbare Feldbetten und liebevoll ausgeschlagene Kosmetikköfferchen, aber auch Repräsentierstücke von Damien Hirst oder Karl Lagerfeld, der für seinen iPod plus Subwoofer eine Sonderanfertigung bei Vuitton machen liess. Das Ganze ist subtil eingebettet in Kunst und Historie, damit es nicht komplett wie das firmeneigene Museum in Asnières aussieht.





13. Oktober 2010 bis 27. Februar 2011, Musee Carnavalet, 16 Rue des Francs Bourgeois, Paris.

Merci x Mantero x Forte Forte

Schöne, sehenswerte Installation mit liebreizenden Produkten bei MERCI (111 Bvd. Beaumarchais) - der italienische Luxus-Seidenweber Mantero hat dem Modelabel Forte Forte die Restproduktionen seiner exklusiven Stoffe überlassen, um daraus für Merci kleine Produkte und Accessoires zu machen. Nachhaltig und sympathisch!

GIVENCHY Spring 2011

Riccardo Tisci hatte bei Givenchy vor rund zwei Jahren seinen "fashion moment", aber seither scheint er sich gerne ein wenig zu wiederholen. Für Frühling 2011 ist wenig Neues in Sicht, die Zutaten wie auch der Look sind bekannt.

Showroom Visit: Haider Ackermann Spring 2011



Die schönsten Dinge muss man noch einmal besuchen, um sie von ganz nahe zu sehen - so ist das bei Fashion Weeks. Also waren wir heute mittag bei HAIDER ACKERMANN im Marais, um die Kollektion, die zu Besten in Paris gehört, noch einmal zu sehen und in eigenen Händen zu halten. Anbei ein paar Schnappschüsse der charmanten "mannequins de cabine", also der Hausvorführdamen.

AKRIS Spring 2011



Als man am Sonntagmorgen früh um halb zehn Uhr zu Albert Kriemler ins Palais de Chaillot am Trocadero radelte (Vélib' sei dank!), da wünschte man sich vom Schweizer Meister des gepflegten Understatements drei Dinge, um weiterhin ganz vorne im Konzert der internationalen Marken mitzuspielen: 1. ein bisschen Lockerheit, 2. einen kräftigen Schuss Farbe und 3. ein bisschen Street-Style oder Casualwear.



Alle drei Dinge lieferte Akris mit der Perfektion eines Schweizer Qualitätsuhrwerks. Und da war noch mehr! Nämlich grossartige Arbeit mit Konstruktion, spannende Druckmotive und eine Leichtigkeit , die Akris gut tut. Albert Kriemlers Besuch in den Gärten von Tokio hat sich gelohnt. Das persönliche Highlight des Berichterstattenden: der grüne Lederblouson mit den kurzen Ärmeln so wie die neuen, weichen Taschen!






CELINE Spring 2011

Celine by Phoebe Philo ist im Moment unter den "fashion people" der Renner. Alle lieben diese Form des chicen Verzichts und des gepflegten Minimalismus - auch wenn sich das alles laut Hörensagen nicht so gut verkauft, wie man aufgrund der grossen Schlagzeilen hoffen möchte. Für Frühling 2011 bleibt Philo bei ihrem Thema Minimalismus, fügt dem ganzen aber ein bisschen mehr handwerklichen Pfiff hinzu. So zumindest sagen die, die es von ganz nahe gesehen haben.

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