Personalize-it, baby!

Einzigartigkeit und Personalisierung sind die Schlagwörter der Stunde im Luxusmarken. Eine logischer Schritt in einer Zeit der "Demokratisierung" der Luxusgüter. Wenn man schon viel Geld für ein Markenprodukt ausgibt, dann soll es wenigstens die Möglichkeit geben, diesem einen persönlichen Stempel aufzudrücken. Auch können damit angenehme Situationen beim nächsten Event vermieden werden, wenn die Sitznachbarin gleiches Stück tragen sollte.

Vuitton mon monogram
Louis Vuitton "Mon Monogram".

Man kennt das Personalisierungs-Konzept schon von "Mon Monogram" von Louis Vuitton (mit Initialien, Monogrammen und Farbstreifen handbemalte Taschen) oder von Burberry "Bespoke" (Massanfertiguns-Service für Trenchcoats, ab Frühjahr 2011), Schauspielerin Emma Watson zeigte sich kürzlich im allerersten Modell, entworfen von Christopher Bailey persönlich.

Burberry Bespoke Emma
Emma Watson in Burberry Bespoke.

Nun folgt auch Prada diesem Trend und präsentiert die neue Linie PradaPrivate.
Das Konzept der neuen Sonnenbrillen-Linie, vertrieben von Luxottica, setzt auf Massanfertigung mit einfachsten Mitteln: die Bügel der Brille werden mit Buchstaben, Zahlen und Symbolen der Wahl personalisiert. Schlicht und doch prägnant.

PradaPrivate

Eben haben wir unser persönliches Exemplar der neuesten Produkte-Linie aus dem erhalten:
PradaPrivat Kim

Leider ist der Service nur in ausgwählten Prada Stores erhätlich: Milano, Rom, Venedig, London, Paris, New York, Las Vegas, Hawaii, Düsseldorf, Aoyama (Tokyo), Hong Kong, Shanghai.
Wir freueun uns auf mehr Vertriebsorte und die Erweiterung der Linie mit zusätzlichen Brillenmodellen!

Max Bill lässt grüssen

Zeitgeistige Empfehlung aus der Zeithalle in Zürich, die dieses Wochenende 27./28. November (auch Sonntag!) geöffnet ist: Die wunderbare Max-Bill-Chrono von Junghans, Version black-black.

H&M loves Lanvin - die Schlacht am kalten Buffet


Antwerpen ist wohl ein ziemlich guter Ort, um den Erfolg der Designer-Kollaboration zwischen Hennes & Mauritz und Lanvin zu überprüfen - hier leben auf relativ überschaubarem Raum Hundertschaften von jungen Designstudenten, welche an der weltbekannten Mode Akademie ihre Ausbildung machen und perfekte "Opfer" für diese Kollektion sind.


Tatsächlich standen die ersten Kaufwilligen denn nach Auskunft des Ordnungspersonals schon um ein Uhr nachts auf der Meir vor dem H&M-Store an, um sich eines der begehrten Bändchen zu ergattern, mit denen dann ab 6 Uhr in der Früh in eng umrissenen Zeitfenstern eingekauft werden durfte. Wer ein solches farbiges Bändchen hatte, musste sich rund 90 Minuten gedulden, bevor man auf die mit Gittern abgesperrte "Insel" mit den Lanvin-Kreationen vorgelassen wurde und exakt 15 Minuten shoppen konnte. Danach orderte ein Moderator die nächste Staffel von Fashion Victims herbei.


Dieses etwas unwürdige Ritual hatten indes nur die Damen zu erdulden - die Herren konnten ohne Zeitbeschränkung und Wartezeit einen Stock weiter einkaufen. Zwar sahen die Regale dort um acht Uhr morgens auch bereits wie das geplünderte Frühstücksbuffet einer Jugendherberge aus, doch man konnte einigermassen entspannt probieren und einkaufen. "Errungenschaft" des Berichterstattenden: ein Anzug mitsamt Hemd für 210 Euro. Dafür bekommt man bei Lanvin sonst nicht mal ein T-Shirt!

Exklusiver Pariser Chic im Berner Oberland

Momentan ist das grosse Poppen im Gange: vor der Weihnachtszeit schiessen in der Schweiz Pop-up Stores wie Pilze aus dem Boden. JAM am Manesseplatz und Et Voilà an der Miltärstrasse, beide in Zürich, sind nur zwei der vielen aktuellen Beispiele. Das Konzept dieser temporären Geschäfte ist spannend sowohl für kleine Anbieter wie auch für Kunden und bereichert die Shopping-Landschaft auch hier zu Lande.

ysl fall 31
(Photo via Style.com: Marcio Madeira / FirstView.com)

Diesen Trend nutzen aber auch grosse, internationale Luxusbrands wie zum Beispiel das Hause Yves Saint Laurent. Wie uns eben mitgeteilt wurde, eröffnet YSL in Gstaad eine sogenannte "boutique éphémère" über die Feiertage. Vom 23. Dezember bis zum 9. Januar werden dann im Fünfstern-Hotel Grand Hotel Park die letzte Edition Soir Kollektion von Stefano Pilati, Pelze, Accessoires sowie die aktuelle Herbst/Winter-Kollektion 2010/11 (Bild oben) und die Cruise-Kollektion 2011 (Bild unten) erhältlich sein.

YSL Resort
(Photo via Style.com: Maria Valentino)

Highlight wird die YSL-Handtasche Muse in schwarzem Kroko-Leder sein. Das Stück, versehen mit einem mit 480 Diamanten (7,1 K) besetzten Vorhängeschloss aus 18K Gold, wird exklusive in der Gstaader YSL-Boutique erhältlich sein.

ysl muse
ysl muse detail


Yves Saint Laurent boutique éphémère (23.12.10 - 09.01.11) im Grand Hotel Park, Wispilestrasse, CH-3780 Gstaad

Blickfang 2010 - The winners!

Den diesjährigen Blickfang-Award in Gold (1200.- Fr.) gewann das Designkollektiv TÄT-TAT mit seinem improvisierten Kaffeekocher "PYRAD". Das sagt die Jury dazu: "Über dieses Produkt haben wir leidenschaftlich gestritten und diskutiert, denn im ersten Durchgang war es überhaupt nicht auf dem Radar und hat sich dann so langsam nach vorne gekämpft und ist dann auf dem ersten Platz gelandet. Es ist zeitgeistig und schräg, vielleicht noch nicht mal nützlich, liebevoll gebastelt und irgendwie aus einer ganz anderen Welt. Es ist aus alten Veloteilen zusammengesetzt und wird von einem Arbeitslosenprojekt zusammengesetzt, also ist es auch sozial engagiert und dmait ganz auf der Höhe der Zeit."



Den Blickfang-Award in Silber (1000.- Fr.) gewinnen JÖRG BONER, Leuchtendesigner und die Firma NANOO für "Nan18". Das sagt die Jury unter dem Vorsitz von Hochparterre-Redaktorin Meret Ernst: "Boner verkörpert mit seiner kühlen, architektonischen und sorgfältig berechneten Leuchte die besten Schweizer Designtraditionen. Als Blickfang-Designer der ersten Stunde hat er über Jahre eine hohe Qualität seiner Arbeit an den Tag gelegt und überzeugte die Jury dieses Jahr mit dieser Leuchte, die ein warmes Licht spendet und eine gelungene Neuinterpretation des traditionellen Lampenschirms fürs 21. Jahrhundert ist."



Den Blickfang-Award in Bronze (800.- Fr.) sicherte sich die Modedesignerin SARA VIDAS mit ihrer Debütkollektion "Lili". Die Jury meint: "Wir sind uns bewusst, dass dies nur gerade die erste, sehr prototypische Kollektion der Zürcher Newcomerin und es daher vielleicht viel zu früh für einen Award ist, schätzen aber die raue, frische Aussage ihres Looks. Nicht so sehr
die unverkäuflichen Einzelteile wie der ganze Look sind überzeugend - der Preis ist daher eine Art Ermunterung- oder Future-Award für diese Designerin, von der der wir glauben, dass sie noch mehr kann und noch besseres liefern wird."




Die Jury bei der Preisverleihung im Kongresshaus am Freitagabend.

Blickfang 2010 - auf dem Holzweg

Zwei der sehenswerteren Produkte auf der diesjährigen Blickfang im Kongresshaus sind gleich in der Eingangshalle im Erdgeschoss zu finden:


1. Der radikale, dreibeinige "Büsserstuhl" des Bündner Ausnahme-Schreiners Ramon Zangger...


... und 2. das geistreiche, witzige "Apfelbrett" zum Gemüseschneiden von This Reber alias Thismade, welches aus Apfelbaumholz gemacht ist und formal einem Apple iBook nachempfunden ist! Clever!

Blickfang 2010 - Impressionen


"Marktstand" von "Gopf!"

Im Kongresshaus Zürich findet dieses Wochenende (19. bis 21. November) die "Volksdesignmesse" Blickfang statt, an der 220 Designer aus dem In- und Ausland ihre Entwürfe zeigen und verkaufen. Die Messe ist fürs Publikum geöffnet und zeigt Neuheiten aus den Bereichen Interior, Mode, Accessoires und Schmuck.


Sehenswerter Stand des Zürcher Concept Stores "Townhouse" ...


Bei "Eco Design Home" gibt's Wohnaccessoires und Möbel von Piet Hein Eek.


Napoleon lässt grüssen - Blickfang-Chef Dieter Hofmann macht sich fürs Fernsehinterview ein paar Zentimeter grösser!




Lichtobjekte gehören bei der "Blickfang" zum festen Repertoire...


"Blickfang"-Gastkurator Stephen Burks (rechts) und sein "Protegé", Sebastian Jansson aus Finnland.


Das sympathische Personal der "Blickfang" trägt unisono Brillen von "Alpenglühn".


Letztes Jahr gewann er den "Blickfang"-Award in Gold, dieses Jahr gehört er wieder zu den coolsten Typen im Kongresshaus: Thomas Neeser mit seinen "Fretsche"-Velos.


Nicole Billi mit "Privatecult".

A propos Lou...

Die 28-jährige Lou Doillon, Model, Schauspielerin und bald auch Musikerin, präsentierte heute Mittag in Paris die neue Frühjahr/Sommer 2011 Kollektion des französsichen Versandhauses La Redoute.

Doillon liess sich für den neuen Katolog von ihrer Schwester, der Fotografin Kate Barry, ablichten. Die 43-jährige Tochter des Komponisten John Barry (mehrfacher Oscar-Gewinner und Komponist von Soundtracks wie dem Bond Thema, Out of Africa, etc.) erstaunte durch ihre frappante Ähnlichkeit mit ihrer Mutter, Jane Birkin:

Lou Doillon Kate Barry

Auch Lou Doillon weist im Gespräch viel Gemeinsamkeiten mit ihrer Mutter Jane auf, sei es in der Stimme, dem prägnanten Gebiss, ihrer Liebe zum Zeichnen oder der Musik. Lesen Sie demnächst im Stil-Bund der NZZ am Sonntag mehr über die lebhafte, leidenschaftliche Bohemienne, in dem sie unter anderem verrät, dass sie an einem Album mit eigenen Songs arbeitet. Einen Vorgeschmack über ihr musikalisches Talent bekommt man in einem fantastischen Video von Stéphanie di Guisto für die französische Designerin Vanessa Bruno, in dem Lou Doillon einen eigens geschriebenen Song singt:


Auch wenn in der Vergangenheit ihrer elf Jahre älteren, schlaffen Halbschwester viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde, wir finden die rehäugige Lou tausendmal spannender - sie hat einfach mehr "Pfupf im Füdli" und wir freuen uns mehr von ihr zu sehen und hören!

Hennes feiert schon Weihnachten

Bevor hier und auf allen anderen der Mode zugewandten Kanälen kommende Woche alle Welt wegen der Kollektion von Lanvin bei H&M ausflippt, wollen wir noch ein kleines, besinnliches Kränzchen winden auf die ganz normale saisonale Arbeit des schwedischen Mode-Giganten, der auch mit seiner neuen Weihnachts-Kampagne den zeitgeistigen Nagel auf den Kopf trifft.



Die Fotos von Lou Doillon mit ihrem Freund Sebastien Andrieu (links) oder Stella Tennant mit ihrer Tochter (rechts) sind sympathisch, menschlich, lebensnah, positiv und trotzdem elegant. Weitere Motive der Kampagne zeigen Mariacarla Boscono oder Liya Kebede.

Hermès gedeiht prächtig



Der französische Luxuslederwarenhersteller Hermès meldet gerade seine Dreivierteljahres-Zahlen für 2010 - und brilliert wieder einmal. Das dritte Quartal schloss man in Paris mit einem währungsbereinigten Plus von 20 % ab, der Umsatz betrug in den ersten neun Monaten 1,66 Milliarden Euro. Ausser in Japan läuft's für Hermès fast überall rund.

Das kontinuierliche Wachstum verdankt Hermès vor allem dem asiatischen Raum sowie den eigenen Geschäften - auch in Zürich hat man deshalb "aufgerüstet" und am Paradeplatz ein repräsentatives Flagschiff eröffnet. Wer sich dorthin begibt, sollte es nicht versäumen, sich eine der wunderschön gemachten neuen Menswear-Broschüren geben zu lassen - die Bilder der Männer dort drin, fotografiert von Daniel Jackson, sind "state of the art"!

Beiträge 1 - 10 / 24