Die letzte Show in Paris: MiuMiu

Eine der letzten Kollektionen, die zum Abschluss der neuntägigen Pariser Modewoche gezeigt wurden, war von MiuMiu. Gezeigt wurde in den stattlichen Hallen des Wirschafts- und Sozialrates im 16. Arrondissement.

MiuMiu Halle

Wie üblich gab es bei MiuMiu kleine Erfrischungen und Naschereien. Diesmal Champagner und Marrons glacé oder in Schokolade gehüllte Kirschen.
MiuMiu Zuschauerraum

Einmal mehr beherrschte ein starker Soundtrack die Show. Bei MiuMiu war es ein eindringlicher, sehnsüchtiger Song von Kate Bush.
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Mariacarla Boscono eröffnete die Schau.

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Adrette Mädchen in matronenhaften Gewändern liefen über den Laufsteg: Röcke und Mantelkleider aus schwerem Wollstoff, dekoriert mit grossen Schlaufen, dazu Blusen.
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Typische MiuMiu "Insignien" wie mit Pailletten aufgestickte Vögel und Blümchen, Maschen und aufgesetzte Kragen.

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Ein Hauch von vierziger Jahre wehte in den Looks mit, mit breiten Schultern, weiten Keulenärmeln und schmalen, knielangen Röcken.

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Dazu gab Pumps mit Gold- oder Silberglimmer und übergrosse Oma-Clutches.

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Der Soundtrack von Kate Bush trug die Kollektion von geheimen Mädchensehnsüchten über einen Drang nach Freiheit und Erwachsenwerden bis hin zu einem wehmütigen Witwendasein, welche in einer Partie aus schwarzen Kleidern mit Pelz besetzten Ärmeln und Schössen endete.
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Aus Paris: Vuitton - die Eindrücke

Die Vuitton Show fand heute Morgen im Cour Carrée duLouvres statt, wo ein riesiges schwarzes Zelt aus Latex stand:
vuitton Zelt

Auf der Treppe zum Zelteingang wedelten ein paar junge Frauen in Hausmädchen-Uniform und mit LV-Logo-Strümpfen mit ihren Staubwedeln herum:
Vuitton Hausmädchen

Im Innern des dunklen Zeltes befand sich in der Mitte die glatte Laufstegfläche mit verzierten Metallgittern und Geländern. Es handelte sich um Geländer und Liftgittern, inspiriert von den Hotels Claridges in London und Briston in Paris.
Vuitton laufsteg

Der Begleit-Text zur Kollektion eröffnet mit einer Definition des Wortes "Fetisch". Offenbar steht im Zentrum ein bestimmtes Objekt der Begierde, die klassiche Lockit Tasche von Vuitton.
vuitton text

Punkt zehn Uhr wurden die Türen zum Zelt geschlossen, das Licht ging aus und ein dramatischer Soundtrack mit Streichern und Piano erklang. Eine Reihe uniformierter Pagern erstieg hinter den gusseisernen Treppengeländern aus dem Untergrund, hinter den schweren Toren schwebten Aufzüge emor, deren Türe von den Pagen aufgehalten, Models entstiegen dem Lift und schritten über den blanken, mit riesigen Rhomben gemusterten Hallenboden.
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Die Mädchen trugen Lackmäntel und Pagenmützen, taillierte Jacken und Lackstiefel mit hohem Lack. Es gab mit grossen Pailletten reich verzierte Kleider und ausgestellte Röcke. Die Looks waren eine Mischung aus Adrettem und streng Offiziershaftem, kamen aber als Ganze elegant daher.

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Das Thema Fetisch hätte einges vulgärer aussehen können. Stattdessen erinnerte diese Kollektion in ihre Geist und dem Look ein bisschen an die Anfänge von Marc Jacobs beim Hause Vuitton. Waren es die streng zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren (als Haarreif diente eine kleine Maske), die steife Haltung der Mädchen auf ihren hochhackigen Schuhen oder auch die Konzentration der Kleider auf "typische" Vuitton-by-Marc-Jacobs- Schnitte: weibliche Silhouetten mit Keulenärmeln, knielangen, ausgestellten Röcken oder Tailleurs mit grossen Knöpfen und Bleistiftröcken dazu.

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Die Farbpalette hielt sich in mysthischen Farben wie Bordeaux, Petrol, Nachtblau, Moos- und Waldgrün. Die Texturen wirkten alle eher fest, aber auch grosszügig klar. Wolle, Leder, beschichtete Spitze, übergrosse, eckige Pailletten und immer wieder kam Lackleder zum Vorschein: ob als Mantel, Stiefel, aufgesetzten Taschen, Gürteln oder Bordüren.

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Es war wie eine runde Kollektion und eine gute Show, die zwar keine modischen Highlights bot, aber nach langem wieder einmal eine starke Vuitton-Identität hatte.

Vuittons "Nachtportier"



Da hat der smarte Herr Jacobs wohl mehr als nur einmal "Der Nachtportier" mit Charlotte Rampling geschaut, bevor er für Louis Vuitton diese Kollektion auf die Bühne schickte ...






Bilder Laufsteg: Reuters

Live from Paris: Louis Vuitton

Delikate Mischung: Marc Jacobs schickte am Mittwochmorgen um 10 Uhr in Paris für Louis Vuitton eine Mischung aus Uniformfetisch, Zimmermädchen und Lack-Domina auf den Laufsteg.



Die Models fuhren mit einem altmodischen Fahrstuhl zur Bühne hoch, wo ihnen ein livirierter Page die Tür öffnete und sie ihre Runden im Karree abschritten. Auch Kate Moss war dabei, im kurzen Höschen und Zigarette rauchend. Alles wohltemperiert politisch unkorrekt, dieses LV-Domina-Studio!

Und dank Livestream konte man auch in zürich live mit dabei sein ... Merci, Monsieur Jacobs.

Das Hochzeitskleid von Kate Middleton!?

Gestern bekam man in Paris vielleicht, höchstwahrscheinlich, so hört man, sagt man, glaubt man ... einenersten Blick auf Kate Middletons Hochzeitstag für ihren grossen Tag Ende April zu sehen! Und zwar bei Alexander McQueen, wo Sarah Burton ihre nun dritte Kollektion im Namen des vor Jahresfrists verstorbenen Firmengründers gezeigt hat.


Bilder Reuters, Komposition NZZ.

Quellen, die dem englischen Hof nahe stehen, wollen inzwischen wissen, dass sie es auch ist, die in einem Atelier in Buckinham Palace an der grossen Robe für Kate arbeitet. So stand's unlängst auch im deutschen "Stern". Die Looks, die gestern in Paris zu sehen waren, könnten auf jeden Fall schon mal als deiutlichen Fingerzeig in diese Richtung gewertet werden.

Paris Fashionweek: letzter Tag

Zum Abschluss der Pariser Modewoche sind wir gespannt auf folgende Kollektionen:

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Louis Vuitton - womit uns Marc Jacobs wohl diesmal beschert?

Einladung Talbot
Einladung Talbot RUnhoff
Talbot Runhoff - schade, dass Wolfgang Joops Wunderkind-Kollektion diesmal an der Pariser Modewoche fehlt, aber seine Deutschen Kollegen halten weiterhin Stellung.

Einladung MiuMIu
MiuMiu - Miucia Pradas "Girlie"-Linie ist "one of our favourites".

Coole Köpfe und Plastic-Uhren

Gestern Dienstagabend präsentierte Swatch die neue Kollektion eines gewissen Jeremias Schott, alias Jeremy Scott, für die Schweizer Uhrenmarke.
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Zum kleinen Event im Untergeschoss des Trendstores Colette waren einige coole Köpfe anwesend. Ein paar Impressionen...
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Jeremy Scott, mit Photoshop.

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Jeremy Scott, ohne Photoshop.

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Zum Anbeissen süss: Naschereien mit Scotts Markenzeichen, den Flügeln.

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Zum Verlieben süss: Jordan vom Jeremy Scott Sales Team und Freundin Bekka.

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Ein Engel im Untergeschoss von Colette.

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Dicke Freunde.

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"Ich bin 19 und studiere Kunst."

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"Ich habe nur zwei Minuten fürs Make-up gebraucht."

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"Ich bin der Freund vom Kunststudent, aber etwas älter."

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Ist so viel älter und reicher als alle anderen Leute im Raum zusammen: Mr. James Goldstein.

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Die besten Accesoires des Abends waren von Céline, Goyard und natürlich Swatch.

Schweizer Debüt in Paris

Die Schweizerin Sara Vidas präsentierte gestern Dienstagabend ihr Kollektions-Debüt in einer kleinen Galerie im Haut-Marais.
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Die Looks waren hübsch gestylt, ähnlich wie bei ihrer letztjährigen Abschlussarbeit, die Kleider müssten hinsichtlich der technischen Ausführung noch überarbeitet werden. Am ehesten überzeugten Früchte in Formen von übergrossen, gehäkelten Objekten oder als Drucken auf feinen Textilien sowie bequeme Overalls und Tops aus Sweatshirt-Stoffen.

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Kein Mythos: der Mann in Knallfarben.

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Wir lieben Stéphane Bonvin, Ressortleiter Kultur und Gesellschaft der Westschweizer Zeitung Le Temps (www.letemps.ch/mode)! Ist er doch nicht nur ein gewitzter, fleissiger Modejournalist und angenehmer Genosse, sondern immer wieder auch eine Augenweide.

So ist er zum Beispiel heute der lebende Beweis, dass die aktuellen Knallfarben auch Männern mit einem weniger dunklen Hautteint gut stehen. Er präsentierte sich heute in derselben Farbkombination wie unser aktuelles Cover-Model, der dunkelhäutig Papis von Major Paris: leuchtendes Orange mit knalligem Blau.
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Das aktuelle Cover des Magazin Z, fotografiert von Sarah Maurer.


Chapeau, Monsieur Bonvin!

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Die schmal geschnittene Hose aus elastischem Hightech-Stoff ist natürlich von Jil Sander, eines der wenigen neuen Stücke, die er sich für die Saison geleistet hat. Der Rest, wie zum Beispiel die Pierre Hardy Sneakers,ist aus Bonvins bestehender Garderobe.

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Die beste Reaktion kam direkt nach der Chanel-Show von Inès de la Fressange. Augenzwinkernd meinte sie zu Bonvin nach der von Grau und Schwarz dominierten Kollektion: "ou-là-là, diesem Monsieur war wohl diese Chanel-Kollektion nicht genehm...!"


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Sogar die i-phone-Hülle passt zum Look!

Dieser Mann hat Stil, vor allem weil er sich selber nicht zu ernst nimmt.

Mehr von Chanel

Zusätzlich zum vorhergehenden Blogeintrag unseres fleissigen Kollegen jvr bringen wir noch ein paar Schnappschüsse (Achtung: Fotograf ist noch in Ausbildung!) von der heutigen Chanel Show.

Die Kulisse: diffusser Waldschatten an den Wänden und rauchendes Vulkangestein auf dem Laufsteg.
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Die Musik: Der Song "A Forest" von the Cure in einem Remix von Michel Gaubert, unterlegt mit dramatischen Streichern brachte den Geist der cool wirkenden Kollektion auf den Punkt.

Das Publikum: Eine Masse von Redakteuren, Einkäufern und Freunden des Hauses, gespickt mit Promis und den üblichen It-Girls. Uns gegenüber, mit Hut, sass in der zweiten Reihe einer der vielbespochesten Männer der Woche: der sympathische und übercoole Designer Haider Ackermann.
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Links im Bild, in der ersten Reihe: Ledermann Peter Marino, u.a. Innenarchitekt für Chanel-Stores.

Die Kollektion: cool und jung! In robusten Stiefeln mit flachen Absätzen kamen die Models gleichzeitig von zwei Seiten her über den Laufsteg spaziert, was etwas unübersichtlich für den Zuschauer war. Passend zur Musik die Looks: Androgyn in einem edlen New Wave-/Grunge-Stil mit flachen Chelsea-Boots und Schnürstiefeln und mit weiten Stulpen an den Fesseln.

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Das Chanel-Jäckchen kam als kleines Bolerojäckchen daher, z.B. in knallroter oder blaugrüner Ausführung und über einem schwarzen Hosenanzug getragen.
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Es gab sehr viele Skinny-Jeans zu sehen, dazwischen hochgekrempelte Marlene-Hosen, bodenlange Strickkleider und mädchenhafte Minikleider aus Organza mit kuscheligen Puffärmelchen.
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Schwarz und Aschgrau dominierte die Farbpalette und wurde mit leuchtendem Rot akzentuiert.

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Man sah eine Reihe von Overalls in diversen Ausführungen: mit abgesteppter Textur, in Tweed, besticktem Chiffon, in Lurex, Pailletten besetztem Spitzen und mit aufgestezten Taschen aus Leder.

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Das Styling mit dem Schichten-Look wirkte jung und inspiriert von der Strasse . Ein moderner, strassentauglicher Look, der in edlen Materialien und (fast) ohne Pelz auskommt.
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After the Show: Genauso wichtig wie die Präsentations ist das Verweilen und Herumlungern unmittelbar nach der Show. Da wird posiert, fachmännisch getuschlet, gegafft und fotografiert.
Haider Anna dello Russo
Im Bild: Anna dello Russo, Editor at Large und Creative Consultant bei der japanischen Vogue, im Gespräch mit dem belgischen Modedesigner Haider Ackermann. Ob er mit ihr sein jüngtes Jobangebot bespricht?
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