Mut zur Röhre

Viel Gegenwehr erntete unser hauseigener Stilexperte, als er auf DRS 3 verkündete, Leggins für den Mann seien gross im Kommen (hier gehts zum Beitrag).
Doch Wubert de Aiir von der Schweizer Band "Da Sign & The Opposite" bewies unlängst bei einem Konzert, dass enge Höschen an Männerwaden offenbar einen enorm anziehenden Effekt auf weibliche Hände haben...




Also, liebe Männer, traut euch! Es müssen ja auch nicht immer gleich Pailletten sein...

Ein Bett für Rockstars

Echte Rockstars kommen ja bekanntlich aus England. Man denke nur an Johnny Rotten und Sid Vicious, die zu ihren besten Zeiten wohl jeden Hotelmanager mit ihren Eskapaden das Fürchten lehrten.



Doch bringen Rockstars Hotels nicht nur Ärger, sondern oft auch Publicity. Warum also nicht, dachte sich Mark Fuller, Besitzer des angesagten Londoner Nachtclubs Embassy, in seiner Heimatstadt, die ja eben auch die Heimat der Rockerattitüde ist, ein Hotel eröffnen, das speziell auf die Bedürfnisse von Rockstars ausgerichtetet ist. Und damit diese Bedürfnisse auch richtig erkannt werden, holte er sich flugs einen Experten an Bord: Andy Taylor, Co-Manager von...



Entstanden ist das „Sanctum Soho“, zentral gelegen gleich hinter Piccadilly Circus, und von aussen eher ein herrschaftliches Luxushotel als eine Rocker-Absteige. Auch innen präsentiert sich das „Sanctum“ luxuriös, mit toll ausgestatteten Zimmern und edlen, erdigen Farben. Zu recht ist das Hotel mit seinem schillernden Interieur Mitglied bei Design Hotels.




Doch bei näherem Hinsehen offenbaren sich dann doch einige Details, die den Rocker erfreuen dürften. Die Dachbar im fünften Stock ist 24 Stunden geöffnet, und ausserdem ausgestattet mit einem Whirlpool – Bret Michaels und „Rock of Love“ lassen grüssen.



Für Nachtschwärmer bietet das Hotel sogenannte „Crash Pads“ an, Zimmer, mit wenig mehr als einem Bett, die man anmieten kann, um sich den Rausch auszuschlafen oder kurz auf ein Schäferstündchen einzukehren. Genutzt werden sie offenbar. Das Pärchen, das um sieben Uhr morgens auscheckte sah nicht aus, als hätte es vor der Abreise geduscht (oder gehen Sie im Paillettenkleid und mit künstlichen Wimpern zum Frühstück?).



Das beste am „Sanctum“ aber ist sein Personal. Da wird einem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, kein Shoppingtipp verfehlt sein Ziel, bei Problemen kommt der Manager persönlich, und der schottische Portier (der selbst ein wenig aussieht wie ein alternder Rockstar) winkt einem auch in Stosszeiten sekundenschnell ein Taxi heran.



Ein wenig laut wird es manchmal, wenn nachts um vier auf dem Dach eine Party steigt, oder wenn sich nebenan ein echter Rocker mit seiner Braut streitet. Aber das steckt man locker weg, wenn man dafür eine Nacht lang selbst ein Rockstar sein darf. Nur die Hells Angels, dreissig an der Zahl, haben wir leider verpasst. Die checkten nämlich erst zwei Stunden nach unserer Abreise ein.

Für jede Ungelegenheit

Der neue Zürcher Concept Store Townhouse verkauft seit kurzem die bunten Notizbücher der schwedischen Marke Archie Grand. Und die sind das perfekte Mitbringsel für (Un-)Gelegenheiten, zu denen man so gar nicht weiss, was man denn mitbringen soll:


Zur Kündigung...


zum Privatkonkurs...


zur Scheidung...


oder zur Vogelgrippeinfektion.

Die kleinen Büchlein mit 160 Blankoseiten (16 Franken pro Stück) sorgen auf jeden Fall für Heiterkeit in Situationen, die sonst nur zum Heulen sind. Und genug Platz, um sich danach den Frust von der Seele zu schreiben, bieten sie auch.

Mattlack

Matt lackierte Autos sind wahre Schönheiten - so wie diese heute im Zürcher Seefeld entdeckte Corvette.



Und weil es schon am Auto so verdammt gut aussieht, sollte Frau das matte Finish auch auf ihren Nägeln in Betracht ziehen. Dafür gibt es jetzt "Opi Matte" in sechs extravaganten Farben (unser Favorit: der schlammbraune Lack mit dem verschrobenen Namen "You don't know Jacques!") für 24 Franken. Schade nur, das sie nicht auch das knallige Corvette-Gelb im Angebot haben...

Es duftet nach Paris

Bei all den vielen Parfum-Neulancierungen gehen auch den Werbeleuten irgendwann die Ideen für innovative Kampagnen aus. Wieso also nicht auf eine feste Grösse zurückgreifen, dachten sich wohl die Vermarkter dieser drei Düfte. Und gross ist er ja wirklich, der Eiffelturm...


Miss Dior Chérie


RicciRicci


Kate Moss Parisienne

Nicht jeder Slogan sitzt

Eben erreicht uns die Meldung, dass nun auch Adidas' "Pure Fashion Label" SLVR ein mit Buchstaben bedrucktes Shirt auf den Markt bringt. Ein weiteres Stück also im inflationären Markt der Slogans, wenn auch originell, da nach dem Zufallsprinzip aus einer riesigen Stoffbahn herausgschnitten.



"This is an unlimited edition" soll aus dem guten Stück herauszulesen sein, das für 59.90 Euro zum Beispiel bei "No 74" in Berlin erhältlich ist. Dennoch sei der Käufer gewarnt: Nicht jeder Slogan sitzt, und was man in einem Sommer noch stolz auf der Brust trug, ist im nächsten verpönt. Und da sprechen wir noch nicht einmal von unsäglichen "meine Mutter war in London, und brachte mir nichts als dieses dämliche T-Shirt mit"-Peinlichkeiten.

Ausnahmen allerdings bestätigen die Regel und angesichts der bös bedruckten Stoffetzen, die auch in diesem Sommer wieder Bauch und Brust schmücken, lohnt ein Blick auf jene Slogan-Shirts, die tatsächlich von zeitloser Coolness zeugen:



Platz drei geht an Nikes "Just do it"-Shirt, das immer noch an jedem Jogger eine gute Figur macht (vorausgesetzt natürlich, der Jogger hat selbst eine gute Figur).



Ebenfalls ein Klassiker, nicht nur für Basketballer: Die Liebeserklärung an New York.


fashion-scoop.com

Das unbestrittene Lieblingsstück aber ist Katharine Hamnetts "Choose Life"-Shirt, berühmt geworden durch Wham!'s Videoclip zu "Wake me up before you go-go". Klassisch cool, hundert Prozent bio und bitte immer oversize. Da der Katharine Hamnett Online-Store sich seit Monaten im Umbau befindet, sind die Shirts leider nur schwer zu bekommen, zurzeit aber zum Beispiel bei glore.de für 54.90 Euro.

Godard auf der Haut

Um ein gutes Produkt noch ein wenig besser zu machen, bedient sich so manch einer gern bekannter Namen. So geschehen nun auch bei der australischen Schönheitsapotheke Aesop. "Three Acts", oder für jene, die es gern etwas künstlerischer mögen "Trois Actes" nennt sich ein Trio von Körperölen, das seit kuzem in der Zürcher Boutique erhältlich ist.



Die Schachtel mit den drei 50ml-Fläschchen ist verziert mit Filmstreifen, was Sinn macht, denn schliesslich tragen die Öle die Namen grosser Filme des legendären französischen Filmemachers Jean-Luc Godard.



Mit den Duftnoten Blutorange, Patchouli und Lorbeerblatt wartet "Breathless - A Bout de Souffle" auf - der verführerische Geruch von Jean Seberg?



"Contempt - Le Mépris" riecht nach Ingwerwurzel, Schwarzem Pfeffer, und Wacholderbeere - vielleicht eine Anspielung an die scharfe Brigitte Bardot?



Zuletzt wäre da noch "All's Well - Tout Va Bien" mit dem Duft von Bergamotte, Zedernholz und und Petitgrain. Der olfaktorische Zusammenhang mit Hauptdarstellerin Jane Fonda verschliesst sich uns bisher leider noch, aber da der Hersteller verspricht, das Set eigne sich auch bestens für sinnliche Massagen, hier ein Tipp: Set kaufen, Kerzen anzünden, Wein öffnen, DVD "Tout Va Bien" einlegen, dem Partner das Fläschchen in die Hand drücken, Rücken freimachen und sich dann auf die Suche nach dem Zusammenhang begeben.

"Three Acts", erhältlich für 92 Franken bei Aesop an der Oberdorfstrasse 2 in Zürich

Klobürste fürs Auge

Was hat die Kosmetikindustrie in den vergangenen Jahren nicht alles an Mascarabürstchen auf den Markt geworfen: grosse Bürstchen, kleine Bürstchen, geschwungene Bürstchen - ja sogar vibrierende Bürstchen sollten Frauenwimpern dichter und länger machen. Die neuste Formkreation aber kommt aus dem Hause L'Oréal und erinnert irgendwie an... eine Klobürste!


Bild L'Oréal Paris

Doch die Bürste hält mehr, als ihre Form verspricht. Es lässt sich damit wild in den Wimpern herumpinseln, einzelne Härchen können gezielt umhüllt und verlängert werden, und die Kleckergefahr ist deutlich kleiner als bei den "Langbürsten". Diese schwarze Tusche gehört eindeutig nicht ins Klo, sondern in den Kosmetikschrank.

Telescopic Explosion Mascara von L'Oréal, erhältlich ab 1. Mai in schwarz und braun.

Coelho auf der Haut

Vor Paolo Coelho gibt es kein Entrinnen. Frauen aller Schichten, Klassen und Nationen deklarieren ihn regelmässig zu ihrem Lieblingsschriftsteller (zum Beispiel Skifahrerin Lilian Kummer und Model Nadine Strittmatter), seine sprituell-esoterischen Geschichten rühren die Massen zu Tränen, und manch eine Leserin hält den Brasilianer mit den milden Lächeln inzwischen wohl für den neuen Dalai Lama.



Bei so viel Popularität wird es Zeit, dass der literarische Heilsbringer sich auf neues Terrain wagt. Gemeinsam mit Mango verkauft er jetzt T-Shirts, sechs verschiedene Designs mit seinen besten Botschaften. "Love gives us the strength to perform impossible tasks." steht da etwa, oder "Never give up on your dreams, follow the signs."



Natürlich kratzen diese Zitate höchstens die Oberfläche allfälliger tiefer Gründe an, aber hey, es ist für einen guten Zweck. Denn der Erlös der bunten Wortblasen kommt Kindern und alten Menschen in Brasilien zugute. Die Shirts mögen also zwar nicht tiefgründig sein - sie haben aber zumindest einen sehr lobenswerten Hintergrund.

Erhältlich sind die Shirts zum Beispiel bei Mango an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Gipfeltreffen der First Ladys

Endlich ist es geschehen. In Strassburg trafen sie heute aufeinander, die beiden wohl stilvollsten First Ladys unserer Zeit: Michelle Obama und Carla Bruni-Sarkozy. Um die Antwort auf die Frage, wer dabei besser aus der Wäsche schaute, vorweg zu nehmen: Eindeutig Carla.


spiegel.de

Dabei tun die beden ihr Möglichstes, sich einander anzugleichen: Beide starren konsterniert geradeaus, beide tragen Ballerinas, die Rocklänge haben sie einander ebenso abgekupfert wie das Schleifchen am Hals. Nur während Michelles Mantel in seinem Muster ein wenig an die Blumenkleider spanischer Grossmütter erinnert, zeigt Carla im grauen Kleid zurückhaltende Nonchalance. Und setzt mit den halblangen, leicht puffigen Ärmeln einen modischen Akzent. Félicitations!
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