Mattlack

Matt lackierte Autos sind wahre Schönheiten - so wie diese heute im Zürcher Seefeld entdeckte Corvette.



Und weil es schon am Auto so verdammt gut aussieht, sollte Frau das matte Finish auch auf ihren Nägeln in Betracht ziehen. Dafür gibt es jetzt "Opi Matte" in sechs extravaganten Farben (unser Favorit: der schlammbraune Lack mit dem verschrobenen Namen "You don't know Jacques!") für 24 Franken. Schade nur, das sie nicht auch das knallige Corvette-Gelb im Angebot haben...

Es duftet nach Paris

Bei all den vielen Parfum-Neulancierungen gehen auch den Werbeleuten irgendwann die Ideen für innovative Kampagnen aus. Wieso also nicht auf eine feste Grösse zurückgreifen, dachten sich wohl die Vermarkter dieser drei Düfte. Und gross ist er ja wirklich, der Eiffelturm...


Miss Dior Chérie


RicciRicci


Kate Moss Parisienne

Nicht jeder Slogan sitzt

Eben erreicht uns die Meldung, dass nun auch Adidas' "Pure Fashion Label" SLVR ein mit Buchstaben bedrucktes Shirt auf den Markt bringt. Ein weiteres Stück also im inflationären Markt der Slogans, wenn auch originell, da nach dem Zufallsprinzip aus einer riesigen Stoffbahn herausgschnitten.



"This is an unlimited edition" soll aus dem guten Stück herauszulesen sein, das für 59.90 Euro zum Beispiel bei "No 74" in Berlin erhältlich ist. Dennoch sei der Käufer gewarnt: Nicht jeder Slogan sitzt, und was man in einem Sommer noch stolz auf der Brust trug, ist im nächsten verpönt. Und da sprechen wir noch nicht einmal von unsäglichen "meine Mutter war in London, und brachte mir nichts als dieses dämliche T-Shirt mit"-Peinlichkeiten.

Ausnahmen allerdings bestätigen die Regel und angesichts der bös bedruckten Stoffetzen, die auch in diesem Sommer wieder Bauch und Brust schmücken, lohnt ein Blick auf jene Slogan-Shirts, die tatsächlich von zeitloser Coolness zeugen:



Platz drei geht an Nikes "Just do it"-Shirt, das immer noch an jedem Jogger eine gute Figur macht (vorausgesetzt natürlich, der Jogger hat selbst eine gute Figur).



Ebenfalls ein Klassiker, nicht nur für Basketballer: Die Liebeserklärung an New York.


fashion-scoop.com

Das unbestrittene Lieblingsstück aber ist Katharine Hamnetts "Choose Life"-Shirt, berühmt geworden durch Wham!'s Videoclip zu "Wake me up before you go-go". Klassisch cool, hundert Prozent bio und bitte immer oversize. Da der Katharine Hamnett Online-Store sich seit Monaten im Umbau befindet, sind die Shirts leider nur schwer zu bekommen, zurzeit aber zum Beispiel bei glore.de für 54.90 Euro.

Godard auf der Haut

Um ein gutes Produkt noch ein wenig besser zu machen, bedient sich so manch einer gern bekannter Namen. So geschehen nun auch bei der australischen Schönheitsapotheke Aesop. "Three Acts", oder für jene, die es gern etwas künstlerischer mögen "Trois Actes" nennt sich ein Trio von Körperölen, das seit kuzem in der Zürcher Boutique erhältlich ist.



Die Schachtel mit den drei 50ml-Fläschchen ist verziert mit Filmstreifen, was Sinn macht, denn schliesslich tragen die Öle die Namen grosser Filme des legendären französischen Filmemachers Jean-Luc Godard.



Mit den Duftnoten Blutorange, Patchouli und Lorbeerblatt wartet "Breathless - A Bout de Souffle" auf - der verführerische Geruch von Jean Seberg?



"Contempt - Le Mépris" riecht nach Ingwerwurzel, Schwarzem Pfeffer, und Wacholderbeere - vielleicht eine Anspielung an die scharfe Brigitte Bardot?



Zuletzt wäre da noch "All's Well - Tout Va Bien" mit dem Duft von Bergamotte, Zedernholz und und Petitgrain. Der olfaktorische Zusammenhang mit Hauptdarstellerin Jane Fonda verschliesst sich uns bisher leider noch, aber da der Hersteller verspricht, das Set eigne sich auch bestens für sinnliche Massagen, hier ein Tipp: Set kaufen, Kerzen anzünden, Wein öffnen, DVD "Tout Va Bien" einlegen, dem Partner das Fläschchen in die Hand drücken, Rücken freimachen und sich dann auf die Suche nach dem Zusammenhang begeben.

"Three Acts", erhältlich für 92 Franken bei Aesop an der Oberdorfstrasse 2 in Zürich

Klobürste fürs Auge

Was hat die Kosmetikindustrie in den vergangenen Jahren nicht alles an Mascarabürstchen auf den Markt geworfen: grosse Bürstchen, kleine Bürstchen, geschwungene Bürstchen - ja sogar vibrierende Bürstchen sollten Frauenwimpern dichter und länger machen. Die neuste Formkreation aber kommt aus dem Hause L'Oréal und erinnert irgendwie an... eine Klobürste!


Bild L'Oréal Paris

Doch die Bürste hält mehr, als ihre Form verspricht. Es lässt sich damit wild in den Wimpern herumpinseln, einzelne Härchen können gezielt umhüllt und verlängert werden, und die Kleckergefahr ist deutlich kleiner als bei den "Langbürsten". Diese schwarze Tusche gehört eindeutig nicht ins Klo, sondern in den Kosmetikschrank.

Telescopic Explosion Mascara von L'Oréal, erhältlich ab 1. Mai in schwarz und braun.

Coelho auf der Haut

Vor Paolo Coelho gibt es kein Entrinnen. Frauen aller Schichten, Klassen und Nationen deklarieren ihn regelmässig zu ihrem Lieblingsschriftsteller (zum Beispiel Skifahrerin Lilian Kummer und Model Nadine Strittmatter), seine sprituell-esoterischen Geschichten rühren die Massen zu Tränen, und manch eine Leserin hält den Brasilianer mit den milden Lächeln inzwischen wohl für den neuen Dalai Lama.



Bei so viel Popularität wird es Zeit, dass der literarische Heilsbringer sich auf neues Terrain wagt. Gemeinsam mit Mango verkauft er jetzt T-Shirts, sechs verschiedene Designs mit seinen besten Botschaften. "Love gives us the strength to perform impossible tasks." steht da etwa, oder "Never give up on your dreams, follow the signs."



Natürlich kratzen diese Zitate höchstens die Oberfläche allfälliger tiefer Gründe an, aber hey, es ist für einen guten Zweck. Denn der Erlös der bunten Wortblasen kommt Kindern und alten Menschen in Brasilien zugute. Die Shirts mögen also zwar nicht tiefgründig sein - sie haben aber zumindest einen sehr lobenswerten Hintergrund.

Erhältlich sind die Shirts zum Beispiel bei Mango an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Gipfeltreffen der First Ladys

Endlich ist es geschehen. In Strassburg trafen sie heute aufeinander, die beiden wohl stilvollsten First Ladys unserer Zeit: Michelle Obama und Carla Bruni-Sarkozy. Um die Antwort auf die Frage, wer dabei besser aus der Wäsche schaute, vorweg zu nehmen: Eindeutig Carla.


spiegel.de

Dabei tun die beden ihr Möglichstes, sich einander anzugleichen: Beide starren konsterniert geradeaus, beide tragen Ballerinas, die Rocklänge haben sie einander ebenso abgekupfert wie das Schleifchen am Hals. Nur während Michelles Mantel in seinem Muster ein wenig an die Blumenkleider spanischer Grossmütter erinnert, zeigt Carla im grauen Kleid zurückhaltende Nonchalance. Und setzt mit den halblangen, leicht puffigen Ärmeln einen modischen Akzent. Félicitations!

Doppelt gemoppelt

In Zeiten der Wirtschaftsflaute (um das Wort Krise nicht allzu sehr zu strapazieren) freut sich auch ein Luxusgüterkonzern, wenn er seine Ideen gleich doppelt verwerten kann. So geschehen bei Prada. Der Look vom Laufsteg für Frühjahr/Sommer 09...



...findet sich in leicht abgewandelter Form auf der Schachtel des neuen Duftes "Infusion de Fleur d'Oranger":



Gut nur, dass das Parfum eindeutig besser duftet als das Kleid, herrlich frisch und frühlingshaft. Inspiriert von Pradas "Exclusive Scents", ist "Infusion de Fleur d'Oranger" der erste Duft aus einer limitierten "Infusion Collection", von der nun jährlich ein Duft erscheinen soll. (Erhältlich zum Beispiel bei Globus und Marionnaud).

Make-Up für Mütter

Wasserfestes Mascara ist ein unerlässliches Accessoire für den nahenden Sommer, denn es hält und hält und hält, egal ob Sonne, Wind oder Wasser. Aber auch die dauernde Beanspruchung durch den eigenen Nachwuchs stellt hohe Anforderungen an die Haltbarkeit der schwarzen Tunke. Da schmiert einem immer wieder mal ein kindliches Patschehändchen durchs Gesicht, da landet Apfelsaft im Auge, und auch wildes Herumtollen mit den Kleinen im Pool oder auf der Wiese kann dem verführerischen Augenaufschlag ernsthaften Schaden zufügen. Kein Wunder also, dass diese drei intensiv bepinselten Schönheiten sich nur mit wasserfester Mascara aus dem Haus trauen:


Demi Moore, Mutter von drei Töchtern, für "Lash Queen" von Helena Rubinstein


Monica Belluci, Mutter einer Tochter, für Diors "Diorshow Iconic Extreme"


Natalia Vodianova, zwei Söhne, eine Tochter, für Guerlains "Le 2 de Guerlain"

Weder von verschmiertem Apfelsaft, dreckigen Kinderhänden oder auch nur ein klein wenig mütterlicher Abgespanntheit ist auf diesen Gesichtern eine Spur zu erkennen. Make-Up vollbringt eben doch Wunder.

Alte Zöpfe neu geflochten

Der Wickel-mich-um-den-Kopf-Zopf ist ja eigentlich ein Klassiker. Schon die unvergessene Prinzessin Leia (Carrie Fisher in Star Wars) trug ihn mit Stolz.



In jüngerer Zeit eroberte der "alte Zopf" das weltpolitische Parkett (auf dem Kopf von Julia Timoschenko):



Und bei der Präsentation der Frühlings-/Sommermode 2009 war das Flechtwerk auf den Laufstegen dieser Welt zu Gast:


Alexandre Herchcovitch in New York (vogue.com)


Alberta Ferretti in Mailand (vogue.com)

Doch den Frauen jenseits der internationalen Laufstege und (Polit-)Bühnen stellt sich jahrein, jahraus dieselbe Frage: Wie kriege ich das zuhause hin?

Die neuste Antwort liefert Sally Brooks, International Hair Art Director für Nivea. "Griechische Göttin" nennt sie ihr Kunstwerk, das sich zuhause so nachmachen lässt:



"Föhnlotion auftragen, damit das Haar mehr Volumen und Stand bekommt. Mit dem Handtuch vortrocknen, anschliessend das Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen föhnen.
Das Haar am Hinterkopf in der Mitte längs scheiteln. Auf jeder Seite einen lockeren Zopf aus drei Strängen flechten und an den Spitzen mit einem Haargummi sichern. Die einzelnen Stränge der Zöpfe Bogen für Bogen leicht mit den Fingern anheben und formen.
Erst den einen, dann den anderen Zopf hochnehmen und um den Kopf zur anderen Seite legen, hinter dem Ohr mit Haarklemmen befestigen. Die Frisur mit Haarspray fixieren."

Ob es funktioniert? Keine Ahnung, aber versuchen werden wir es auf jeden Fall.
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