Vergangenes Wochenende waren während der Pariser Männermodetage auch zwei Schweizer mit ihren Kollektionen anzutreffen: der junge Männermodedesigner Julian Zigerli und der Hut-Unternehmer Rolf Hellat von Le Tom waren beide mit einem Messestand an der kleinen Modemesse Rendez-Vous anwesend. Wir haben die beiden besucht und ihre neueste Kollektion angesehen.

Rolf Hellat war diesmal zum zweiten Mal mit seiner Hutkollektion
Le Tom an der Rendez-Vous anwesend. Benannt ist sein Label nach seinem Bruder, Tom, der ein ihm bei seinem kleinen Strohcap-Unternehmen unter die Arme greift. Vor zwei Jahren ist die Idee entstanden einen Strohhut zu realisieren, der eine Mischung aus Caseball-Cap und klassischer Fedora ist. Ziemlich schnell ist Hellat auf Erfolg gestossen; nicht nur im Inland, sondern auch im fernen Japan, sind seine Hüte beliebt. Gefragt sind mittlwerweile auch klassische Strohhut-Modell mit der üblichen Krempe.

Heute hat Le Tom über zwanzig Modell im Angebot und der self-made-Man Rolf Hellat ist um einige Erfahrungen reicher. Das Rohmaterial Stroh bezieht er in Panama, verarbeitet werden die Hüte in China, Italien oder in einem kleinen Strohatelier in Fribourg, das auf einen grossen Fundus an über zwanzig Jahre alten Strohbändern zurückgreifen kann.
Wir ziehen unsern Hut ob soviel Einfallsreichtum und unternehmerischer Gewandtheit.
Neuestes Modell: Baseball Flat Cap aus 78 Gramm Stroh.
Vorne: Das Goldwand Stroh Cap aus echtem Weizenstroh und in Schweizer Handarbeit gefertigt.
Julian Zigerli war zum ersten Mal an der Rendez-Vous Messe und präsentierte dort seine zweite Kollektion. Schon mit seiner ersten Kollektion hat er schon erste Geschäfte gewinnen können, z.B. den coolen
Wok Store in Mailand und weitere Geschäfte in Tokyo, Hongkong und Seoul.

Für Frühjahr/Sommer schickt er mit einer urbanen Outdoor-Kollektion seine Männer über Stock und Stein. Sportliche, urbane Schnitte mit fantasievollen Drucken auf atmungsaktiven Materialien, so sieht seine Mode aus. Eyecatcher ist diesmal ein Print mit gelben, orangefarbenen, grauen und braunen Flechten. Verwendet wird der Druck zum Beispiel für eine Jacke aus einer Seide-Baumwollmischung.
Er verwendet gerne Schweizer Stoffe wie zum Beispiel der regenfesten und winddichten EtaProof-Baumwolle der Firma
Stotz. Auch für seine witzigen Spiral-Mützen wird Filz aus der Schweiz verwendet. Produzieren lässt Zigerli seine Stücke in Bulgarien.

Wenn man vergleicht, was der Grossteil der anderen Modedesigner an den Männermodetagen präsentiert haben, so liegt Zigerli mit seiner freizeitlich und sportlich orientierten Kollektion mit Mesh- und Hightech-Materialien, funktionalen Details, robusten Sandalen und einer stimmigen Farbpalette von Ocker über Knallblau bis hin zu steinfarbenen Grautönen voll im Trend. Uns gefällt der ausgefallene und doch funktionale Stil des jungen Schweizers.
Und hier noch weitere Bilder aus Julian Zigerlis Frühjahr-/Sommer 2012 Lookbook, stimmig fotografiert von der Schweizer Fotografin
Amanda Camenisch:


