Piet Hein Eek bei Eco Design Home in Zürich



Endlich, endlich! Hunderte Male haben wir unseren Lesern des Magazins "Z" und der Stil-Beilage der NZZ am Sonntags schon von den wunderbaren, zeitgeistigen Möbeln des holländischen Ausnahme-Designers Piet Hein Eek berichtet, und immer haben wir uns ein bisschen für diesen Enthusiasmus geschämt, weil die Möbel in der Schweiz einfach nicht zu kaufen waren!



Nun hat Cora Ruoss den Missstand behoben und führt in ihrem neuen Laden namens Eco Design Home in der Zürcher Binzallee das komplette Programm von Piet Hein Eek - dazu gehören seine weltbekannten Entwürfe aus Restholz wie auch neuere Möbel aus Alu oder Lampen aus rezyklierten Stofflappen.



Binzallee 4, 8055 Zürich, www@ecodesignhome.ch



Bern prämiert "neuartigen" Stuhl

Die Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung hat ihre Jury-Preise für 2010 vergeben und zeichnet in der Reihe der Projektbeiträge 2010 des Kantons Bern für Design und Gestaltung die beiden Produktdesigner Markus Bangerter und Roger Wyler aus, und zwar für ihr Stuhlprojekt „Polyfine“. Der Stuhl (rechts) zeigt neue Konstruktionsprinzipien für thermoplastische Chemiefasern auf und besteht aus einem mit Bändern umspannten Hohlkörper.

Wir gönnen den beiden Designern den Preis in der Höhe von 10'000 Franken ... doch fragen wir uns auch: Ist die Idee nicht etwas gar nahe am weltbekannten "Random Chair" (links), den Bertjan Pot 2003 bereits aus harzgetränkten Karbonfasern herstellte?



Mehr Infos über die Berner Preise: http://www.angewandtekunst.ch

Schweizer Vierbeiner

Noch bis zum 5. Juni ist die Schweiz bei Interio zu Gast:

Interio Made in Switzerland

Mit ihrer neuen Promotion «Made in Switzerland» vom 17. Mai bis 5. Juni 2010 hält sich Interio an das Naheliegende – drei Wochen lang stellt sie Produkte, die ausschliesslich in der Schweiz gefertigt wurden, in den Mittelpunkt ihres Sortiments.

Wir finden das "Cover"-Produkt, den Hocker TELL aus massiver, FSC-zertifizierter Buche zum Preis von Fr. 29.90, einen Hit.

Weitere Möbel-Angebote "made in Switzerland": Interio

Scharfe Leuchte

Nach einer Überdosis Vintage Design beim heutigen Besuch der Vintage-Möbelmesse Design + Design im Kunsthaus Zürich, war es ganz erfrischend, bei einem Bummel durch die schöne Zürcher Altstadt, noch ein Stück zeitgenössisches Schweizer Design zu entdecken:
Townhouse Leuchte

Inpsiriert von der Wally Power 118 und dem Lamborghini Reventón hat der Zürcher Concept Store Twonhouse diese kantige Leuchte in Kooperation mit dem Schweizer Design Duo Fries&Zumbühl entwickelt.

Wallypower 118
Wally Power 118

Lamborghini Reventón
Lamborghini Reventón

Fries&Zumbühl in Aktion
Fries&Zumbühl in Aktion


Das Modell wird, wie bei der japanischen Faltkunst Origami, aus einem einzigen Stück Blech gefaltet und hält ohne Schrauben. Sie lässt sich in 3 verschiedene Positionen hinstellen, so erhält man 3 unterschiedliche Lichtintensitäten und kann sie als Lese-, Stimmungs- oder Nachttlicht einsetzen. Die Lampe wird komplett in der Schweiz produziert und ist in schwarz oder weiss für 180 Franken erhältlich.

Townhouse Leuchte

Wir finden: ein gelungener, simpler Entwurf.

Weitere Fotos und Infos unter:
http://www.ilovetownhouse.com/?p=817

Derwische tanzen bei Vitra

Dann möchten wir den geneigten Leser / die geneigte Leserin noch darauf hinweisen, dieser Tage doch wieder mal den Vitra-Showroom in Zürich zu besuchen, wo "Les Danseuses" an der Decke drehen. Das sind Lampen, die mit zauberhaften "Röcken" behangen sind und sich wie Derwische im Kreise drehen.

Entworfen wurden die bisher unverkäuflichen Prototypen vom hoch geschätzten Atelier Oï. Die Rauminszenierungen dazu schuf Stylistin Connie Hüsser - auch Sie keine Unbekannte in unseren Kreisen, siehe hier.


Der Vitra-Showroom ist an der Pelikanstrasse 10 in 8001 Zürich, Tel. 044 277 77 00, www.vitra.com

Das Un-Sofa

Es gibt eine Reihe von Möbeln, die man nie kaufen würde, weil sie einfach zu hässlich sind, um ihren Anblick jeden Tag zu ertragen. Mit dem Mailänder Möbelsalon von Ende April ist die Galerie der Wohn-Scheusslichkeiten wieder um ein prominentes Mitglied gewachsen, und zwar um das wirklich bedrückend missratene Sofa "Cipria", das Humberto und Fernando Campana für Edra entworfen haben.



Die normalerweise geistreichen und humorvollen Campanas in allen Ehren, und es ist auch toll, dass sie im Vitra-Museum ab Mitte Mai eine Solo-Show bekommen, aber: dieses Sofa hätte einfach nicht passieren dürfen.

Wer den Campanas dafür die Ohren langziehen möchte, sollte am übernächsten Freitag, 15. Mai um 17 Uhr zu "Domizil" an die Elisabethenstrasse 19 nach Basel, wo die brasilianischen Gestalter-Gebrüder eine Ehrenrunde drehen.

Und hier der Link zum Museum: "Antikörper, Arbeiten von Fernando & Humberto Campana 1989 bis 2009", Vitra Design Museum, Caharles-Eames-Strasse 1, Weil am Rhein/D.

Individualität - warum nicht vom Schreiner?

Auf der Suche nach Möbeln, die wirklich individuelle Statments setzen? Besuchen Sie wieder mal Ihren Quartierschreiner! Dieses Wochenende (2./3. Mai) in "Z - Die schönen Seiten": Ein umfassendes Loblied auf die Kunst der Schreiner.

Philipp Meier schreibt: Die Zeiten, da man es sich leistete, billige Möbel zu kaufen, scheinen vorbei zu sein. Oder wer will sich heute noch den ökonomischen wie ökologischen Unsinn leisten, bei jedem Umzug gleich eine neue Wohnungseinrichtung nzuschaffen, nur um einem Modediktat Folge zu leisten? In Zeiten der Rückbesinnung auf echte Werte steht einem aber auch der Sinn nicht mehr unbedingt nach prestigeträchtigen Designermöbeln mit grossem Wiedererkennungseffekt.

Wer es sich jetzt also leisten kann, seiner Umwelt nicht mehr den letzten Schrei von der Mailänder Designmesse vorführen zu müssen, wer sich vom Zwang losgesagt hat, für klingende Namen aus der Designerwelt extra tief in die Tasche zu greifen, der setzt auf die Schreinerei gleich um die Ecke in seinem Wohnquartier. Dort nämlich entsteht oft in vollendeter Form alles, was der Mensch zum Wohnen braucht: Bett, Tisch und Bank.


Max Steiner, Antikschreiner in der Zürcher Altstadt (Foto: Stefan Süess)


Christina Kundert und Claudia Furrer von Rundumholz in Zürich-Oerlikon. (Foto: Stefan Süess)


Das Handwerkskollektiv an der Limmatstrasse in Zürich. (Foto: Stefan Süess)

it's Vintage, Darling

Puces du Design
Nächster Termin für Liebhaber von Vintage-Design, bzw. Design des 20.Jahrhunderts: Möbel, Kleider und Kleinkram...

Zum 20. Mal finden Anfang Juni die Puces Du Design in Paris statt. Vintage-Händler aus ganz Europa stellen Ihre Schätze aus: am 5., 6. und 7. Juni am Quai de la Loire im 19. Arrondissement.

Und das Schöne ist, dass der Zugang zu den Puces keinen Cent Eintritt kostet!

Infos: www.pucesdudesign.com

Eat in Black

Schickes Besteck in Schwarz: die Linie mono-a Black Edition von Mono.
Mono a black

50 Jahre nach dem Entwurf durch Prof. Peter Raacke hat mono zum Jubiläum dieses Besteckklassikers verschiedene Materialvariationen wie die Black Edition heraus gebracht – das erste Besteck mit einer schwarzen Kohlenstoff-Beschichtung, die in ihrer Zusammensetzung einem Diamanten gleicht und ungewohnte Lichteffekte entstehen lässt. Die vierteilig Linie gibts in Matt oder Opal und kostet bei ceco.com 280 Franken.
Kühl!
Monoablack

Architekten spielen Knusperhäuschenbauer

Unerwartetes, ja Unerhörtes geschieht, wenn man vier angesagte Architekten bzw. Architekturbüros darum bittet, zu Weihnachten statt eines Hauses aus Beton und Ziegelsteinen mal eines aus Lebkuchenteig zu bauen.

Mit von der Partie waren das Büro oos , Vera Gloor und Gus Wüstemann (alle drei aus Zürich) sowie der Winterthurer Peter Kunz. Und keiner von den dreien hat ein Haus gebaut, wie man es von ihnen hätte erwarten können!


Das Büro oos.


Vera Gloor.


Peter Kunz.


Gus Wüstemann. (Alle Porträts von Daniel Gerber)

Die ganze Palette der Lebkuchenhäuser gibt's ab Seite 44 der neuen Ausgabe von "Z - die Schönen Seiten", welche dieses Wochenende (6./7.Dezember 2008) der Neuen Zürcher Zeitung und der NZZ am Sonntag beiliegt.

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