Wagamama zum Zweiten

Kaum hat die erste Wagamama Noodlebar-Filiale in Zürich eröffnet (an der Talstrasse), teilt uns Mike Gut vom Restaurant Nine mit, dass er sein ambitioniertes Lokal an der Kreuzstrasse im Seefeld schliessen und an Wagamama vermieten wird. Ab Frühling 2009 gibt es also auch im Seefeld Udon oder Ramen aus dem Wok, mit oder ohne Scharf zu kosten.



Wers lieber selber macht: Zeitgleich ist bei uns auf der Redaktion das neue Wagamama-Kochbuch (Christian Verlag) eingetroffen. Hier erfährt der Gernenudelesser und-kocher, wie mit Wok und Nudeln, Gemüse, Fleisch und Fisch eine leckere Nudelsuppe à la Wagamama zubereitet wird.

Ach ja, aus der Ninebar wird übrigens ein zweites 0815.

Stockholm im Spätsommer

Stockholm im Spätsommer

Grossartige Abwechslung zur mitteleuropäischen Shopping-Einheitskost: ein Tag nordischer Minimal-Eleganz mit maximaler Schönheit. Demnächst mehr über die besten neuen Marken und Styles aus Stockholm.

Ferienblog Teil 8: Kulinarische Entdeckungen in Amsterdam



Jamie Oliver's Restaurant "Fifteen" in Amsterdam, in dem 15 schwer vermittelbare Jugendliche Arbeit verrichten und resozialisiert werden, kann man nur bedingt weiterempfehlen.



Die Lage des Lokals ist absolut grossartig (am Wasser, in den neuen Docklands Ost), das Lokal selbst ist auch eine Augenweide, die Speisekarte ist kreativ und beherzt, aber der Service ist richtig lausig. Denn man wartet sehr lange, bevor man auf seine Kosten kommt - wenn es schönes Wetter ist, nicht so ein Problem, aber wenn man es eilig hat, ist das unprofessionell. Da hilft es auch nicht, dass die servierenden Problemkids eigentlich ganz nett und umgänglich sind.



Dafür ist "Pont 13" am anderen Ende des Wassers, auch in den Docklands, aber West, ein absoluter Knüller. Das Restaurant befindet sich in einer ausgedienten Autofähre, die früher zwischen dem Hauptbahnhof und Amsterdam Nord Velos und Autos transportierte.



Jetzt liegt der "Pont" fest am Kai vertaut, und serviert werden auf dem superschön-industriellen Innen- und Aussendeck köstliche Speisen. Die Aussicht muss man nicht weiter anpreisen, sie ist auch ganz grosse Klasse.


Ferien Blog Teil 3: Münstermanns Kontor Düsseldorf

Gut essen und sich gut fühlen, das geht auch in Düsseldorf, obwohl die Modemetropole am Rhein auch zwanzig Jahre nach 1988 an allen Ecken noch immer schwer nach achtziger Jahre mieft.



Schön ist etwa die Hohe Strasse gleich beim Karlsplatz, wo man vorzüglich zu mittag isst bei Münstermanns Kontor. Der frische Salat ist umwerfend. Nebenan ist der gleichnamige Delikatessenladen.



Adresse und mehr Informationen: www.muenstermann-delikatessen.de

Lanvin - einmal anders

Herrliche kleine historische Film-Anekdote, die hier bei Youtube aufbewahrt wurde: Salvador Dali ist verrückt nach Lanvin - allerdings nicht nach der Mode der Jeanne Lanvin, sondern nach einer gleichnamigen Schokolade. Have fun.

Bistro George im Fotomuseum Winterthur

Bistro George im Fotomuseum Winterthur

Ideal bei solchem Bisiwetter wie dieses Wochenende: Das schöne Fotomuseum in Winterthur und das dazugehörende Bistro George mit leckeren Kuchen.

www.fotomuseum.ch

Musizieren mit Rüebli und Auberginen

Man spricht in allen Lifestyle-Bereichen wieder viel vom Echten, Authentischen und Naturbelassenen, oft auch vom Handgemachten - das Gottlieb-Duttweiler-Institut veranstaltete kürzlich sogar ein Symposium zu dem Thema.

Dieser Herr hier hätte sich dort gut als Pausenauflockerung geeignet: er macht sich seine Musikinstrumente alle selbst, aus Rüebli, Auberginen, Spargeln oder Broccoli. Wunderbar zu schauen.

Kulinarische Notizen: Café de Flore

Kulinarische Notizen: Cafe de Flore

Das Café de Flore am Pariser Boulevard St. Germain ist wunderbar, weil sich hier Lou Doillon mit der jungen Julia Roitfeld-Restoin (Tochter der Vogue-Chefin) trifft und auch Emanuelle Alt oder Peter Dundas nebenan sitzen, um die Zukunft der Mode planen. Das Meteor-Bier ist, obwohl völlig exotisch, auch okay. Aber bestellen Sie niemals den grünen Beilagensalat. Der ist schmieriger Matsch in Crèmesauce und kostet wuchtige sieben Euro extra. Das nächste Mal gibt's Pain Poilâne au Chèvre ohne dieses Grünzeugs.

Stinkschmaus

Das Thema "Gaumenschmaus" drängt sich bei diesem kalten Regenwetter auf. Eine europäisches Pendant zum vietnamesischen Mam Thai ist wohl der französische Käse Epoisses:
Epoisses

Dieser bei Zimmertemperatur stark stinkende und, wenn reif, schön schmelzende Weichkäse aus Kuhmilch verdient ebenfalls das Prädikat "kulinarischer Orgasmus". Interessantes Detail (stellvertretend für die französische Küche): der Fettgehalt dieses Käses liegt bei 50%!

Man findet Epoisses beim Käsefachhändler, aber z.B. auch im Käseregal bei Coop Sihlcity in Zürich: ein mit dem Concours Général Agricole 2008 ausgezeichneter Epoisses von Germain:
Epoisses Germain

Lesen Sie mehr über Epoisses auf: Wikipedia

Vietnam für den Gaumen

An dieser Stelle wird erstmals aus der wunderbaren Welt der Kulinarik erzählt, genauer der tollen vietnamesischen Küche – schlichtweg, der besten Küche der Welt. Wie viele Länder mit einer kolonialistischen Vergangenheit, bietet Vietnams Küche eine Geschmackswelt, welche westliche Einflüsse in die fernöstlichen Gerichte bestens integriert. Doch heute gab es bei der (Gourmet-) Familie Dang etwas "Über"-Vietnamesisches zum Mittagstisch: Mam Thai.

Mam Thai
(Bild von www.visualgui.com)


Mam Thai ist ein tolles vietnamesisches Gericht. Für westliche Gaumen ist es allerdings eher gewöhnungsbedürtig - und auch nichts für empfindliche Mägen. Denn Mam Thai besteht aus rohen, mit Papaya-Juliennes eingelegten Fischstückchen und ist sehr salzig, würzig und zugleich sauer und süss. Wie viele exotische Gerichte ist der Duft beim Öffnen eines Mam Thai Einmachglases sehr streng, der Effekt aber im Gaumen ist dann betörend.
Mam Thai chez Dang1
Gegessen wird dieses einfache Gericht, wie viele andere vietnamesischen Gerichte, zusammen mit Siedfleisch, Ananas, Gurken, Reis (oder Reisnudeln) und den in Vietnam unabkömmlichen Rau Thom (diverse frische Kräuter, wie Basilikum, Pfefferminze).
Mam Thai chez Dang

Obwohl das Gericht simpel ist, ist es für Exil-Vietnamesen oft ein Freudenereignis, wenn Mam Thai aufgetischt wird. Denn Mam Thai wird offiziell in der Schweiz nicht vertrieben und wird oft, wie im heutigen Glücksfalle, über gute Beziehungen aus Frankreich oder andern Ländern bezogen.

Lesen Sie mehr über Mam Thai und Kommentare dazu ("culinary orgasm"!) im Blog von www.visualgui.com

oder sehen Sie, unterlegt mit schöner Musik, wie die vegetarische Version mit Tofu zubereitet wird: Mam Thai Chay


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