Man sagt, dass in London die ab heute auch offiziell bestätigte Rezession besonders heftig wüte und man den Leuten auf der Strasse ansehen könne, dass es mit der britischen Hauptstadt bergab geht. Das mussten wir also überprüfen.



Nun, wir können die Hiobsbotschaften aufgrund eines ausgedehnten Augenscheins nicht in vollem Umfang bestätigen. Es standen, zumindest in den Zentrumsquartieren, noch immer reichlich ganz grosse BMWs, Mercedes, Rolls-Royces, Ferraris, Range-Rovers und Bentleys herum. Und es sassen keineswegs Mittellose drin, sondern oft Chauffeure, die auf die shoppenden Herrschaften warteten.



Auch sind die Läden recht voll mit Menschen, die wahrscheinlich noch auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen zum Schluss des Ausverkaufs sind. Diese Konsumenten wirkten nicht verschreckt, sondern angenehm entspannt. Wohl sucht man Günstiges, es ist aber nichtso, dass die Boutiquen leer wären.



Das Mega-Warenhaus Selfridges ist ein ausgezeichneter Ort, sich in kürzester Zeit einen guten Überblick über die neuen Frühlingskollektionen zu verschaffen. Besonders, wenn es draussen regnet. Aber auch die South Molton Street oder Conduit Street sind sehr zu empfehlen.



Und auf der Bond Street werden nach wie vor s-e-h-r ambitionierte Bauvorhaben ausgeführt:



Unsere Empfehlung lautet also: nichts wie hin! London bleibt auch 2009 die Hauptstadt für alle, denen Shopping die willkommenste Medizin gegen die drohende Depression ist. Und zwischendurch bei Prêt-à-manger eine köstliche warme Selleriesuppe nicht vergessen!