In der Haut der traurigen Wasserträger, die bei Apple Schweiz arbeiten, möchte man dieser Tage nicht stecken! Da hat die Firma ein absolut heisses Teil im Köcher, auf das alle gierig warten, doch nun können die armen Dienstknechte dort nichts anderes tun als zu verkünden, dass Apple vorerst bevorzugt die USA mit dem iPad beliefert und erst ab etwa Mitte Mai, also einen Monat später als versprochen, die Europäer. Das ist ein Skandal erster Güte, aber nun gut: wahrscheinlich hat es betriebswirtschaftliche Logik.
Wir haben allerdings nicht so lange warten wollen und uns über hier bereits erwähnte, andere Kanäle ein iPad beschafft. Das dauert nur drei Tage, und hält alles, was die Firma verspricht, welche die Dinger jetzt schon in der Schweiz vertreibt.
Und was stellen wir also fest? Das iPad ist der Knüller, ein Hammer, ein Vergnügen, ein Spassgerät erster Güte, ein Überflieger mit revolutionären Zügen. Man packt es aus, steckt es zum Synchroniseren per USB an einen bisherigen Rechner - in unserem Falle das AirBook - und legt los! Alles ist drauf: Mails, Kalender, Musik, Fotos, Youtube, Internet, was immer man gerne hat! Nur die iApps fürs iPad laufen noch nicht, da blockiert Apple Schweiz vorerst, prohibitiv wie man dort offenbar veranlagt ist, die Leitung. Man behilft sich also vorerst mit zweifach vergrösserten und leicht verpixelten Versionen der iPhone Apps. Wird sich bessern.
Nach wenigen Minuten hat man sich an die virtuelle Bildschirm-Tastatur gewöhnt - ein knoventionelles Keyboard erscheint einem danach fast wie eine unnötige Krücke! Das Bedienen geht absolut intuitiv, das Bild ist kristallklar, alles wunderbar. Nur das iPhone kommt einem plötzlich winzig und fummelig vor.
Fazit: Steve Jobs' Leuten ist mit dem iPad ein wahrlich grosser Wurf gelungen, der uns von nun an überall hin begleiten wird. Umso schändlicher, dass man das Gerät den Schweizern einen weiteren Monat vorenthalten will. Unser Rat: Kaufen, aber möglichst jetzt schon, um vorne mit dabei zu sein - und um Apple ein Schnippchen zu schlagen!
