A very stylish guy

Jetzt gehen und sehen, gerade wenn's heiss ist, denn dort ist es kühl: Jean-Michel Basquiat in der Fondation Beyeler in Riehen. www.beyeler.com



4000 Arbeiten in nur 8 Jahren Schaffenszeit - das ist nicht ohne! Basquiat wäre jetzt 50 ... ob er bei seinem Lebensrhythmus jetzt immer noch so smart aussähe? We'll never know, sadly.

Freitag und Pelé lassen die Townships Fussball spielen



Man liest dieser Tage ja sehr viel über den unverschämten Geldstrom, den die FIFA-Bosse aus Südafrika nach Hause lenken, und wie wenig manche Einheimische von dem ganzen Brimborium haben, das heute abend dort in den Stadien losgetreten wird. Da freut es einen um so mehr von Initiativen zu lesen, die nach dem grossen WM-Hype auch etwas Nachhaltiges in Südafrika zurücklassen!



So lanciert die Zürcher Taschenschneiderei FREITAG dieser Tage zusammen mit Pelé Sports (des gleichnamigen legendären Fussballspielers) einen Fussball, der an junge Fussballspieler in den Townships verteilt wird. Der Ball ist, wie vieles von Freitag, aus gebrauchten Lastwagenplanen hergestellt und damit bestens geeinget für die staubigen Plätze, auf denen die südafrikanischen Youngsters ihr Fusswerk erlernen.



Pelé hochselbst wird in den südafrikanischen Townships 200 FREITAG-Bälle verteilen. Denn der brasilianischen Fussball-Legende liege der Nachwuchs besonders am Herzen, so eine gemeinsame Mitteilung von Freitag und der neuen Marke Pelé Sports. Für Freitag ist diese Kooperation übrigens die erste überhaupt - bisher hatten die Zürcher allen solchen Versuchungen widerstanden. Dass die Bastion jetzt in dieser Art gefallen ist, klingt aber sympathisch.

Rucksack - so chic!

Uns erreicht des öfteren die Frage, welche Art von Taschen denn für einen Mann geziemlich sind. Dabei antworten wir generell: vieles, ausser Rucksäcke. Dabei bleibt aber im Hinterkopf immer ein bisschen ein mulmiges Gefühl, weil es natürlich schon Rucksäcke gibt, die stylish und maskulin sind - solange sie nicht aus Nylon und Plastik sind, nämlich. Also solange sie etwa aussehen wie der grrrrosssssartige Rucksack, den wir gestern an einem älteren Gentleman erspähten. Ein guter alter Wanderrucksack eben - natürlich aus Canvas! Summer may come!

Inspiring windows: Feldpausch Zürich



Heute morgen standen wir zuerst verwirrt und dann begeistert vor dem Schaufenster von Feldpausch an der Bahnhofstrasse in Zürich und waren absolut HIN UND WEG von den post-dadaistischen, soft-pornographischen und subtil-subersiven Installationen, welche die Dekorateure sich dort ausgedacht haben! Must-see!



Swiss Photo Awards vergeben

Im Rahmen der EWZ.selection wurden heute abend die jährlichen Swiss Photo Awards verliehen, und zwar an folgende PreisträgerInnen:


In der Kategorie "Freie Fotografie" gewinnt der Filmregisseur Denis Jutzeler aus Petit-Lancy bei Genf mit einer fotografischen Arbeit namens "Jardin Idéal" 5000 Franken.


Den Preis für die beste Werbefotografierte steckte zum zweiten Mal in Folge der Zürcher Jonathan Heyer ein, mit einer Arbeit namens "America in Crisis" (5000 Franken).


In der Kategorie "Redaktionelle Fotografie" ging die Auszeichnung an Peter Bohler, der ein ziemlich ungewöhnliches irakisches Dorf in der Wüste von Arizona vorstellte.


Und in der vierten Hauptkategorie "Fine Arts" gewann Gabi Vogt 5000.- Franken und einen Ankauf der Stiftung Julius Bär für ihre "Ahnengalerie* mit liegenden Profilporträts.


Den Hauptpreis mit 15'000 Franken gewinnt der Tessiner Jacek Pulawski mit einer eindringlichen Reportagen über das Leben von transsexuellen Prostituierten in Chiasso.

Heute Freitagabend: Nacht der Fotografie!


Meinrad Schade, Zürich: Seid ihr überhaupt sicher, dass der Krieg vorbei ist?

Heute abend im Zürcher EWZ-Unterwerk Selnau: die EWZ-selection, die grosse Nacht der Schweizer Fotografie! Vergeben werden vier Preise à je 5000.- Franken in den Kategorien Freie Fotografie, Werbung, Redaktionelle Arbeit und Fine Arts. Eine internationale Jury hat 18 Arbeiten für die Endrunde selektiert, die für sich fast alle schon ein Ereignis sind. Anbei einige Beispiele, die auch in den folgenden Tagen noch zu betrachten sind.
http://www.ewzselection.ch/opening-night.html


Nico Schärer, Zürich, Urban Jungle


Nicolas Rigetti, Genève, Calvin World

Stadt in Aufruhr

New York ist in Aufruhr. Nein nicht etwa wegen des verhinderten Auto-Bombers vom Times Square (diesen Vorfall hatten die Einheimischen schon am nächsten Tag mit dem Fatalismus der Dauer-Terrorbedrohten abgehakt). Grund für die zunehmende Massenpanik in NYC ist der herannahende 27. Mai - Premieredatum von Sex and the City 2.



Überall in der Stadt künden grossformatige Plakate vom bevorstehenden Fest, das für manchen offensichtlich sogar religiöse Züge zu haben scheint - wie sonst erklärt es sich, dass man sich Carrie an die Hauswand pinseln lässt?



Wer keine Hauswand zur Verfügung hat, geht übrigens am besten zu Bloomingdale's - dort gibt es eine Vielfalt von offiziellen Fanartikeln - vom T-Shirt bis zum Schmuck zum Film.

Urban Art - auch mit Schulkreide!

Ein Nachtrag zu Kim Dangs inspirierenden Beitrag über Urban Street Art vorher: in Paris übt sich eine junge Garde von "Urban Artists" im schadlosen, weil temporären und ohne Rückstände entfernbaren Graffiti mit kommuner weisser Schulkreide. Zwei besonders schöne, mannshohe Motive gab's unlängst bei Merci um die Ecke, im Haut-Marais ... direkt auf eine Schaufensterabdeckung gezeichnet.



Blickfang Basel in der E-Halle

Zum ersten Mal findet an diesem Wochenende vom 23. bis 25. April die Möbel-, Design- und Modemesse BLICKFANG in Basel statt, und zwar in der wirklich schönen, abgeratzt-industriellen E-Halle. Einige Impressionen vom Treiben am Freitagmittag ...


Unter dem Namen "Reh4/Schwarzmarkt" haben sich jüngere Basler Labels zusammengetan.


Eines der spannenderen Labels dort: Three Cheers and a Tiger.


Bunte Menschen und entspannte Geschäftigkeit.


Bottoni macht wunderbares Porzellan.


Florian Kallus hat einen knackigen Tisch mit schwenkbarer Leuchte entwickelt.


Witziger Design-Marktstand von Gopf!.


Zauberhafte geflügelte Porzellanelefanten bei Fabian Blaser.


Adam Brody macht Damen mit grossen Grössen glücklich.


Markant punktet mit dessinierten Serviertabletts.


Ramstein verkauft zeitgeistgerechte Brillen.


Ein schönes Geschenk: die filigranen "Glücksli".


Luxuriös bestickte Bettwäsche von Madame Trottoir.


Guter Wein im 3-Liter-Tetrapack von Hauswein.


Bei Tukluk flippen die Kinder fast aus.


Coole Strohhüte vom Schweizer Label Le Tom.

The iPad has landed

In der Haut der traurigen Wasserträger, die bei Apple Schweiz arbeiten, möchte man dieser Tage nicht stecken! Da hat die Firma ein absolut heisses Teil im Köcher, auf das alle gierig warten, doch nun können die armen Dienstknechte dort nichts anderes tun als zu verkünden, dass Apple vorerst bevorzugt die USA mit dem iPad beliefert und erst ab etwa Mitte Mai, also einen Monat später als versprochen, die Europäer. Das ist ein Skandal erster Güte, aber nun gut: wahrscheinlich hat es betriebswirtschaftliche Logik.

Wir haben allerdings nicht so lange warten wollen und uns über hier bereits erwähnte, andere Kanäle ein iPad beschafft. Das dauert nur drei Tage, und hält alles, was die Firma verspricht, welche die Dinger jetzt schon in der Schweiz vertreibt.

Und was stellen wir also fest? Das iPad ist der Knüller, ein Hammer, ein Vergnügen, ein Spassgerät erster Güte, ein Überflieger mit revolutionären Zügen. Man packt es aus, steckt es zum Synchroniseren per USB an einen bisherigen Rechner - in unserem Falle das AirBook - und legt los! Alles ist drauf: Mails, Kalender, Musik, Fotos, Youtube, Internet, was immer man gerne hat! Nur die iApps fürs iPad laufen noch nicht, da blockiert Apple Schweiz vorerst, prohibitiv wie man dort offenbar veranlagt ist, die Leitung. Man behilft sich also vorerst mit zweifach vergrösserten und leicht verpixelten Versionen der iPhone Apps. Wird sich bessern.

Nach wenigen Minuten hat man sich an die virtuelle Bildschirm-Tastatur gewöhnt - ein knoventionelles Keyboard erscheint einem danach fast wie eine unnötige Krücke! Das Bedienen geht absolut intuitiv, das Bild ist kristallklar, alles wunderbar. Nur das iPhone kommt einem plötzlich winzig und fummelig vor.

Fazit: Steve Jobs' Leuten ist mit dem iPad ein wahrlich grosser Wurf gelungen, der uns von nun an überall hin begleiten wird. Umso schändlicher, dass man das Gerät den Schweizern einen weiteren Monat vorenthalten will. Unser Rat: Kaufen, aber möglichst jetzt schon, um vorne mit dabei zu sein - und um Apple ein Schnippchen zu schlagen!

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