The Hedge Fund Car

Darf man den teilweise hysterischen Berichterstattungen in der Tagespresse glauben, so geht mit der Finanzkrise gerade ein Zeitalter zu Ende: das des No-Limit-Kapitalismus, der Hedge Funds und der Investmentbanker ("Masters of the Universe"). Es wird nichts mehr so sein, wie es war. Aber: Vielleicht ist das nicht einmal so schlecht? Denn teilweise war das ja alles schon sehr absurd, überdreht, sinnfrei und nur noch dem Eigenzweck zugedacht?

Zu dem Zeitalter gab's auch die entsprechenden Autos: gross, grob, schwer und rücksichtlos. Inzwischen versucht man diese Autos ja per Volksinitiative zu verbannen. Aber wahrscheinlich wird's der Zeitgeist richten: wenn es niemanden mehr gibt, der diese Autos bezahlen kann und es sich keiner mehr leisten will, diesen verblassenden Zeitgeist zu repräsentieren, wird es diese Autos auch nicht mehr brauchen.



Und mit diesen Gedanken spazierten wir heute morgen auf dem Weg ins Büro an einem Auto vorbei, das wie ein Menetekel der zu Ende gehenden Radikalkapitalistenzeit wirkt, als Symbol einer Zeitenwende, als Dinosaurier, der traurig in ein neues Kapitel der Geschichte hinüberblickt: der BMW X6. Oben Coupé, unten SUV. Irgendwie tat uns das Auto leid, wie es da im bleichen Licht dieser Jahreszeit stand und seinen eigenen Herbst erahnte.

Extrasmartes Nummernschild

Das schlägt dem Fass den Boden raus bzw. setzt dem Prunk die Krone auf: die Gebrüder Freitag laden mit einer ultracoolen Einladung zur Feier ihres 15-jährigen Bestehens: mit einem persönlichen Nummernschild, das im Original-Strassenverkehrsamts-Karton verschickt wurde. Cooler geht es nicht.



Einziger Wermutstropfen ist der Aufkleber auf der Rückseite des schönen Stücks: "Schild darf nicht am Fahrzeug angebracht, oder im Fahrzeug mitgeführt werden" heisst es in holprig-knochentrockenem, aber unmissverständlichen Beamtendeutsch.

Das neue BMW Museum München

In der aktuellen Ausgabe von "Z - Die schönen Seiten" findet sich auf Seite 10 ein kurzer Bericht über das neu eröffnete BMW-Museum in der BMW-Welt in München. Für alle, die dazu gerne etwas mehr Bilder gesehen hätten, hier sind sie:



Das BMW-Museum deckt die über 90-jährige Geschichte der deutschen Automarke in all ihren Facetten mit einer Vielfalt an Ausstellungsbereichen ab. Der Parcours führt durch sieben Themenblöcke, die je in einem eigenen Haus untergebracht sind.



Anhand einer grossen Zahl von Exponaten beschreibt etwa das Haus des Motorrads die Entwicklung des BMW-Motorradbaus an den Produktionsstandorten München (1923 bis 1969) und Berlin Spandau (1969 bis heute).



Das neue Museum setzt mit seiner komplexen Synthese von Architektur, Ausstellungsgestaltung und neuen Medien einen Meilenstein in der Geschichte der Verkehrsmuseen.

www.bmw-museum.de

Alanis Morissette wirbt für Mercedes-Umwelttechnologie

Das ist doch fast dreist: Mercedes-Benz hat es tatsächlich fertiggebracht, ihre heftig propagierte Bluetec-Kampagne für saubere Diesel im neuen Clip zum Song "Underneath" von Alanis Morissette unterzubringen. Darin spielt Alanis eine junge Umwelt-Aktivistin, die an einer Strasse Handzettel gegen luftverschmutzende SUVs verteilt, dabei aber eine Mercedes-Bluetec-Fahrerin gönnerhaft auslässt. Das Logo des Autoherstellers aus Stuttgart und das Bluetec-Signet sind bei 1:19 Minuten deutlich zu sehen:

Wow, das nennt man einen Coup. Nicht schlecht, liebe Mercedes- Kommunikatoren. Und die Episode illustriert, dass der Stuimmungswandel punkto SUVs jetzt auch die USA erfasst hat.
Dürfen wir aber den geneigten Leser dieser Zeilen trotzdem daran erinnern, dass Mercedes auch die Modelle GL500 mit 5,5 Liter-V8 (320g Co2/km), den ML 63 (392g Co2/km) oder den Superrenner SLR (348g Co2/km) baut? Diese Wagen verpesten also auf einmal so viel Luft wie 2,5 E-Klasse-Bluetec-Modelle. Will heissen: die neuen Wagen weiterhin fleissig verkaufen, damit's etwas nützt, werte Stuttgarter!

Ein Leser über die YOUNGTIMERS

Ein allerliebster Leserbrief erreicht uns von Herrn F. Huber:

Das Team Ihrer Monatsbeilage „Z – Die schönen Seiten“ verdient grosse Anerkennung. Das Magazin ist möglicherweise eines der besten seiner Art in Europa. Ich interessiere mich zwar nicht gross für Autos, aber blätterte dennoch tagelang in der Mai-Ausgabe zum Thema „Youngtimer und ihre Besitzer“ – das Thema war ungewöhnlich interessant. Ich hatte selbst als Student einen zwetschgenfarbenen Jensen Interceptor, doch das Auto war mir zu neurotisch, immer ging etwas schief. Trotzdem erinnere ich mich gerne an das Auto und das unverkennbare Brüllen seines Motors. (Übersetzung aus dem Englischen)

Wir meinen: Tausend Dank für die Komplimente - und hier zum Dank das Traumauto der Jugendtage!

Simon Templar in seinem Volvo P1800

Stylistin Connie Hüsser sah in der letzten Ausgabe von "Z - Die schönen Seiten" in ihrem Volvo P1800 fantastisch aus. hier nochmals das bild des senffarbenen Traumwagens ...



... und nun als Zückerli für alle P-1800-Fans noch die Vorlage zu Connie's Chic, der unvergessliche und unnachahmliche Roger Moore als Simon Templar mit seinem Volvo P1800! Der Mann sah nie eleganter aus ...





Das traurige Schicksal des EV1

In der letzten Ausgabe von "Z - Die schönen Seiten" schrieb Rainer Klose einen amüsanten Text über die Irrungen und Wirrungen der Forschung in Sachen Alternativantrieb - vom Atom-Auto über den Birotor bis zum Wasserstoffantrieb.

Sein Text begann mit der traurigen Geschichte des GM-Wagens EV1, der vor seiner Zeit verschied: Rabbi Brian Z. hielt auf dem Friedhof von Los Angeles im Juli 2003 die Trauerrede udn sagte "Lebewohl zu sagen zu einem guten Freund. Lebewohl zu einer Idee, einem Ideal, einem Traum." Der Rest ist bekannt: General Motors hatte die Leasingverträge für die Elktro-Autos gekündigt und die Fans zur Herausgabe ihrer Lieblinge aufgefordert, um diese zu verschrotten.

Leider hatte aus layouterischen Gründen das Bild des EV1 keinen Platz in der Geschichte - also holen wir das hier nach: so sah der EV1 anfang der neunziger Jahre aus ...



... und so endete dieses Kapitel auf dem Autofriedhof.

Youngtimer: ein Fan antwortet

Die entzückendste einer ganzen Reihe von erfreulichen Reaktionen auf unser letztes Magazin "Z - die schönen Seiten" kam aus Bern, und zwar von Mark Falb (40), der sich als Old- und Youngtimer-Enthusiast bezeichnet und seine Passion für Modell-Autöli zum Geschäft gemacht hat: er besitzt in Bern eine Ladengalerie für Automodelle.



Hier ein Auszug aus Mark Falbs Mail:
"Super BEILAGE!!! Danke!!! Ich als Mitglied der Oldtimerszene Schweiz (Vorstand SDHM, www.sdhm.ch, Dachverband Historischer Motorfahrzeuge) und FAN, Besitzer von Old- und Youngtimern, möchte ALLEN Schreibenden DANKEN!!! Es freut mich IMMER schöne Berichte zu „Autos und was dazugehört…“ zu lesen. Erstaunlicherweise, kannte ich von den vielen Interessanten Menschen, die IHRE tollen Maschinen vorstellten, nur Max Theiler persönlich."


Fotos: Jonathan Heyer

Und weil es so schön war, hier noch der Link zu Mark Falbs Autöli-Spezialgeschäft in Bern: www.falb-modell-auto.ch

Mensch und Maschine (11/11): Ford Mustang GT

Peter Isler, Meilen, mit seinem Ford Mustang GT High Performance von 1966



Bereits im Kindergartenalter faszinierten mich die Autos aus den sechziger Jahren. ...

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Mensch und Maschine (10/11): Maserati Ghibli Spyder

Carlotta Wenger Pfenninger, Zumikon, und ihr Maserati Ghibli Spyder von 1968



Seit meinem Schulabschluss verbindet mich mein Berufsalltag mit Autos, und so habe ich auch meinen Mann kennengelernt. ...

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