Johannes Eisenhut, Agentur Department Zürich, und sein Porsche 911 S Targa von 1971

Früher mochte ich Porsches nicht besonders, ich fand sie zu protzig...


Johannes Eisenhut, Agentur Department in Zürich, und sein Porsche 911 S Targa von 1971


«Früher mochte ich Porsches nicht besonders, ich fand sie zu protzig. Als ich dann einen roten 1969er 911E sah, verliebte ich mich in die filigranen, verchromten Formen. 1994 habe ich den Wagen in einer Anzeige entdeckt, in Thun besichtigt und gekauft. Es war ein erstes Auto und hat zudem den gleichen Jahrgang wie ich, 1971. Ich habe den Targa für 15 000 Franken und ein Snowboard gekauft (als damaliger Snowboard-Profi benutzte ich gesponserte Boards als Zahlungsmittel). Wenn ich in diesem Wagen sitze, fühle ich mich in wenig wie in einer anderen Zeit. Ich freue mich über den Klang (ab 5000 Touren geht er erst richtig ab), über die Lebendigkeit des Motors, über den Geruch von alten Teppichen, Vinyl und Benzin. Und dann freue ich mich auf die ersten Kurven. Ich fahre meinen 911er im Sommer regelmässig, zurzeit fast täglich, im Winter nicht. Am besten fährt man diesen Wagen auf Überlandfahrten und sanften Passfahrten, denn in Haarnadeln braucht man den strengen ersten Gang. Mein Umfeld reagiert auf meinen Targa hauptsächlich positiv. Selbst Leute, die der Marke und dem Image von Porsche ablehnend gegenüberstehen, fühlen sich angezogen. Meine Freundin zum Beispiel mag Porsches gar nicht – den alten Targa hingegen schon.» (kid.)