Michelle Arn, Zurich, und ihr Austin Healey 3000 MK III, 1967



Meine erste Reise in einem Austin Healey erlebte ich, als ich noch ein Baby war. Eingebettet in Kissen und Decken, lag ich geschützt am Boden zwischen Beifahrersitz und Rückbank. ...

Michelle Arn, Zurich, und ihr Austin Healey 3000 MK III, 1967


«Meine erste Reise in einem Austin Healey erlebte ich, als ich noch ein Baby war. Eingebettet in Kissen und Decken, lag ich geschützt am Boden zwischen Beifahrersitz und Rückbank, wenn mein Vater und ich damals zwischen seinen beiden Heimatländern England und der Schweiz hin- und herfuhren. Was heute niemand mehr wagen würde, war früher ein Lebensgefühl, das mich von Geburt an geprägt hat. Einige Jahre später durfte ich mit meinem Vater jeweils am Samstag sein ‹Juwel› putzen. Das war das Grösste, und schon damals war klar, dass ich eines Tages einen Healey fahren würde.Manchmal kann ich es selber kaum glauben, dass sich mein Traum vom eigenen Austin Healey erfüllt hat: Ich fand ihn im Sommer vor einem Jahr in Dietikon bei einer Garage, die mir ein Freund empfohlen hatte: Verkäufer waren zwei Typen, die aus Leidenschaft diese Autos restaurieren und weiterverkaufen. Es war Liebe auf den ersten Blick: Mein Healey MK III, ein Rückimport aus Australien, war in absolut tadellosem Zustand – eine Triple-A-Restauration.Es gibt für mich nichts Schöneres, als an einem lauen Sommerabend durch
die Dämmerungsstimmung zu fahren. Nicht schnell, schön langsam. Links und rechts schauen, geniessen, runterkommen und zu mir selber finden. Das geht am allerbesten in meinem Austin Healey – ausserdem ist es gut für die beiden Hirnhälften, ab und zu einmal ein rechtsgesteuertes Auto zu fahren.» (fhe.)