Mensch und Maschine (6/11): Citroën SM
Hans Röllin, Ingenieur, Frauenfeld, und sein Citroën SM, 1972

Den zitronengelben SM hat mein Vater 1974 gekauft, und zwar von einem Ostschweizer, der damit nachts um eins gegen einen Laternenpfahl gekracht war. ...
Hans Röllin, Ingenieur, Frauenfeld, und sein Citroën SM, 1972
Den zitronengelben SM hat mein Vater 1974 gekauft, und zwar von einem Ostschweizer, der damit nachts um eins gegen einen Laternenpfahl gekracht war. ...
«Den zitronengelben SM hat mein Vater 1974 gekauft, und zwar von einem Ostschweizer, der damit nachts um eins gegen einen Laternenpfahl gekracht war. Der Wagen war schrottreif, aber wir haben ihn in zwei Jahren Handarbeit wieder hingekriegt, ohne Hilfe einer Vertragswerkstatt.
Als kleiner Bub war ich handwerklich ziemlich unbegabt, aber dank der Arbeit am SM habe ich gelernt, wie man seine Hände einsetzt – beruflich bin ich heute als Bauingenieur tätig.Die langen Tage und Nächte in der Garage haben sich gelohnt: Seit der Wiedereinlösung im Jahre 1976 hat uns der SM nie im Stich gelassen. Das Auto ist viel zuverlässiger als sein Ruf, solange man die Gnade hat, auf den Motor zu hören, und ihm die Zeit gibt, warmzulaufen.
Dieser Motor, ein Traum-Aggregat von Maserati, hat noch heute eine unfassbare Leistung, und die Abstimmung mit dem Getriebe ist eins a. Pro Jahr fahre ich vielleicht 3000 Kilometer, am liebsten auf Überlandstrassen und Autobahnen.
In der Stadt fühlt sich der SM nicht so wohl, er war von Anfang an als Tourer für lange Distanzen gedacht. Das SM-Virus hat mich heute voll im Griff: Wir besitzen jetzt drei Stück dieses technisch wie formal einzigartigen Autos, ausserdem bin ich technischer Beauftragter des schweizerischen Citroën-Maserati-Club, der derzeit 63 Mitglieder hat. Wenn es mir einmal nicht gut geht, setze ich mich einfach in den SM, und meine Welt ist wieder in Ordnung.» (jvr.)





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