Mensch und Maschine (7/11): NSU Ro80
Urs F. Bislin, Architekt, Baden, mit seinem NSU Ro 80 von 1976

Diese Form, dieser Wankelmotor: Sie haben es mir schon als Bub angetan. ...
Urs F. Bislin, Architekt, Baden, mit seinem NSU Ro 80 von 1976
Diese Form, dieser Wankelmotor: Sie haben es mir schon als Bub angetan. ...
«Diese Form, dieser Wankelmotor: Sie haben es mir schon als Bub angetan. In meinen Ro80, der 1976 mit der letzten Serie hergestellt wurde, habe ich knapp 12 000 Franken gesteckt. Wo es möglich war, habe ich ihn selber instand gesetzt. Der Vorbesitzer war 116000 Kilometer mit ihm gefahren. Der Motor war nicht mehr so gut wie erhofft, aber zum Glück fand ich einen gut erhaltenen in Stuttgart, den ich einbauen liess. Schliesslich fand ich auch ein Originalradio ‹Frankfurt› von Blaupunkt aus dem Jahr 1976, das ich einbaute. Der Ro 80 war seiner Zeit weit voraus: Er war eine Ohrfeige für die gesamte damalige Autoindustrie. Die windschlüpfige Form war einmalig und der Komfort überdurchschnittlich. Als erstes Auto hatte er den Tank ausserhalb der Knautschzone. Der Ro 80 liebt den Stadtverkehr nicht, er ist für lange Strecken gemacht. Dank dem Motor von Felix Wankel ist er ein sehr laufruhiges Fahrzeug. Wenn ich ihn auf Baustellen parke, aber auch unterwegs in Deutschland,werde ich oft auf ihn angesprochen: Er ist ein echter Sympathieträger. Heute werden weltweit nur noch um die 500 Ro 80 gefahren. Ich kenne Liebhaber, die mehrere besitzen, einer von ihnen 18 Stück. Ein Tüftler aus dem Ro-80-Klub betreibt seinen Wagen seit kurzem mit Bioethanol. Wenn das ausgereift ist, werde ich diesen Schritt auch machen. Denn eigentlich bin ich ein Grüner, zur Arbeit sowie Kurzdistanzen fahre ich meistens mit dem Velo.» (roz.)






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