Letzte Woche mag sich der eine oder andere, der im bitterkalten Zürich dem Limmatquai entlang flanierte, vielleicht gefragt haben, was es bedeuten soll, dass dort junge Leute in grünen Shirts lautstark für eine "Demokratisierung der Mode" demonstrierten. Denn wer auch nur eine Sekunde nachdachte, der wird leicht festgestellt haben, dass die einst elitäre und volksferne Mode seit mindestens zwanzig Jahren schon derart demokratisiert ist, dass man sich fast wieder etwas mehr Monarchie wünschte. Es wurden aber sogar Unterschriften für die Initiative gesammelt, und nicht wenige Passanten hielten auch noch an, um den Klamauk zu unterstützen.



Worum ging's tatsächlich? Um ein bisschen Lärm und Wirbel zu Gunsten des neuen Versandkatalogs von "La Redoute", der sich die Aktion (ästhetisch ganz im Stil der SVP-Volksinitiativen) als "viralen" Marketing-Gag leistete. Mag man lustig finden oder auch nicht,. Doch was passiert mit den Unterschriften, die man dort also unter Vorspielung falscher Tatsachen gesammelt hat? "Nichts", versichert La Redoute.

Fazit: Viel Lärm - für nichts!