Palast der Musik

Es gibt ja so viele Ecken zu entdecken in Barcelona... Und diese hier liegt nicht gerade auf den breit getretenen Pfaden ausländischer Touristen. Der "Palau de la Musica Catalana", der in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiert, ist wohl einer der schönsten Konzertsäle Europas, wenn nicht der Welt. So schön ist er, dass tagsüber Führungen durch das Gebäude angeboten werden, deren Besuch sich auch wirklich lohnt (Tickets beim Eingang).



Doch wer den Palau, erbaut von Lluis Domenech i Montaner, einem Zeitgenossen Gaudis, wirkllich erleben will, der sollte sich Karten für ein Konzert sichern. Gespielt wird hauptsächlich Klassik, doch hin und wieder stehen hier auch die Grössen der spanischsprachigen Pop- und Rockmusik auf der Bühne. Wer mit solch einem Konzert liebäugelt, besucht an besten regelmässig die Website des Palau - der Saal ist relativ klein und aussergwöhnliche Konzerte sind deshalb rasend schnell ausverkauft.


Bilder: palaudemusica/jaunted

PALAU DE LA MÚSICA CATALANA
C/ Sant Pere Més Alt, s/n
08003 BARCELONA

Himmlisch

Und noch etwas Altmodisches aus Barcelona: Caelum, ein Salon de Thé mit intergriertem Shop. Dort wird alles verkauft, was spanische Klöster kulinarisch zu bieten haben: Turron, Yemas, Magdalenas, Konfitüre, Honig und Schnaps - alles hergestellt von Mönchen und Nonnen.



Daneben sitzt es sich auch ganz wunderbar im kleinen Café an der Hausecke, mit Blick auf die engen Gassen des Barri Gotic, der mittelalterlichen Altstadt Barcelonas. Ein wahrlich himmlischer Genuss, gerade in der Vorweihnachtzeit.



Süsser die Nonnen nie singen...

Caelum
Ecke C/Banys Nous und C/de la Palla
Barcelona

Bilder: rinconesbarcelona/private-list

Forget Fusion

Barcelona steht nun schon seit Jahren im Schatten des unermüdlich gerühmten Ferran Adria. In Anlehnung an El Bulli sind die Fusion-Küchen und molekularen Restaurants wie Pilze aus dem Boden geschossen, und die Köche der Stadt überbieten sich pausenlos an Kreativität - und in den Preisen auf der Speisekarte.

Nicht immer aber machen diese hübsch anzusehenden Miniportiönchen auch den Magen des Reisenden glücklich (und voll), und so ist es an der Zeit, ein Loblied auf die traditionellen Speisen der iberischen Halbinsel anzustimmen - die sich in Barcelona ganz vorzüglich kosten lassen.



Ein idealer Morgen beginnt mit einem "Bikini" (Schinken-Käse-Toast) in der Bar "Pinotxo". Die Bar liegt in der "Boqueria", dem Frischmarkt direkt an den Ramblas. Inhaber Joan ist einer der berühmtesten Männer der Stadt. Seit Jahrzehnten steht er an sechs Tagen pro Woche hinter der Bar, posiert für Touristen und serviert den Hafenarbeitern nach einer Nachtschicht Meeresfrüchte und Rotwein.



Wer danach noch Hunger verspürt, überquert die Ramblas und findet sein Glück in der Carrer Petritxol. Die Einheimischen witzeln gern, ganz Katalonien pilgere morgens hierher für eine Tasse Schokolade. Am beliebtesten ist die "Granja La Pallaresa", wo zwischen Ölgemälden spanische Familien in Tassen voller flüssiger Schokolade löffeln und ihre "Churros" in Rahm tauchen.



Mittags strömen die Bürohengste und -stuten ins "Ciudad Condal" nahe der Plaza Catalunya. "Cerveceria" nennt sich das Lokal - was traditonellerweise auf eine gute Auswahl an Tapas hindeutet. Lassen Sie sich nicht abschrecken von den Menschenmassen an der Bar, die oft fast die Eingänge verrammeln. Im hinteren Teil des Lokals (Eingang ganz links nehmen) versteckt sich ein geräumiges Restaurant.



Tapas in modernem Ambiente bieten zwei Lokale im Born. Der "Celler de la Ribera" liegt idyllisch auf einem kleinen Plätzchen und sein Oberkellner erinnert entfernt an Javier Bardem (mit zwanzig Kilo Übergewicht). Das Lokal gehört zur Kette Lonja de Tapas, die mehrere Tapas-Lokale in Barcelonas Innenstadt unterhält.



Für Abends empfiehlt sich ausserdem "Taller de Tapas". Vier Lokale in Barcelonas Altstadt, die leckere, marktfrische und überraschend günstige Tapas anbieten. Am sympathischsten ist das Lokal an der Carrer Argenteria im Born, aber bei schönem Wetter ist auch jenes auf der Plaza del Pi bezaubernd.



Wer denkt denn da noch an Fusion?

Christmas is coming to Zürich - in a "grand" way

Soeben bekamen wir folgende Nachricht: "4764 Weihnachtskugeln im Dolder Grand". Dazu die Erklärung: das "The Dolder Grand" (warum eigentlich nicht "Grand Hotel Dolder"?) lädt zu seinen ersten Festtagen ein."

Wir zitieren weiter: Das "City Resort von Zürich" böte "den richtigen Rahmen für ruhige Erholungstage mit exklusiven Dinner und Spa Treatments", heisst es. Das Haus sei zu dieser Jahreszeit "festlich dekoriert", etwa mit einem Baum in der Empfangshalle, der 4764 Kugeln Ladung tragen muss.

Und nun das Bild zur festlichen Jahreszeit in Zürichs kühl-elegantem Nobelhotel am Hang, von dem man liest, dass es ab und zu noch ein freies Bettchen zu viel hat, als der Direktion lieb wäre:



Oh hoppla, das war nicht ganz das richtige Foto, wir meinten dieses hier, natürlich:



Frohe Adventszeit, ach klinget, Ihr Schalmeien.

Seit Jahren ins "De Jaren"

Einer der entspannendsten Orte in Amsterdam: das Café de Jaren. Idyllisch an einer Gracht gelegen und nur einen Katzensprung entfernt von der Kalverstraat, wo sich die Einkaufswütigen drängen, empfiehlt sich "De Jaren" als Oase der Ruhe.


Bild: amsterdamz

Mit Zeitungen und Zeitschriften in mindestens einem Dutzend Sprachen, einem grossen Lesetisch, einem viele Meter hohen Innenraum mit Galerie und einer der charmantesten Terrassen der Stadt ist das Café eine feste Adresse für Studenten, Intellektuelle und Kreative - und für die lokale junge Bourgeoisie, die tradtionell im eigenen Boot vorfährt. Die Preise sind angenehm niedrig, die belegten Brötchen taufrisch, und die gestern gekostete Tomatensuppe war einfach wunderbar...

Café de Jaren
Nieuwe Doelenstraat 20/22
Amsterdam

Wenn eine Fluggesellschaft den Stil durchzieht

Finnair bietet sich ab Zürich als rasche Variante nach Asien an, mit kurzen Umsteigezeiten in Helsinki und – dank der Nordroute – keinem Langstreckenflug über zehn Stunden Flugzeit. Angenehmerweise werden die Langstreckenflüge mit den allerneusten, seit letztem Sommer in die Flotte integrierten Airbus-Maschinen des Typus A340 durchgeführt.

A340

So weist jeder Sitz auch in der Economy-Klasse einen eigenen Bildschirm mit Audio-Video-On-Demand-Funktion aus und in der Business-Klasse offeriert Finnair Lie-Flat-Sitze.

Economy Class

Besonders fällt aber auf, dass Finnair den nordischen Designstil, für den das Land bekannt ist, gekonnt durchzieht. Von der Uniform der Crew…

Crew

…bis zur Aufmachung der Snackbox und Speisekarten.

Snackbox

Food

Wenn sich nun der Service statt an der nordischen Kühle an der skandinavischen Herzlichkeit orientieren würde, wäre die schöne neue Flugwelt perfekt.

www.finnair.com

Für Papierfreaks das Paradies

Tokios – etwas profan gesagt – Top-Papeterie ITO-YA an der Einkaufsstrasse Ginza sollte bei jedem Tokiobesuch zuoberst auf der Liste stehen. Auf neun (sic!) Etagen finden sich die für Japan so typischen edlen Papiere in jeder Variante, auserlesene Pinsel und lederne Schreibmappen, erhältlich mit persönlichem Monogramm. Das Angebot reicht von wunderschönen Kalendern über Kinderbücher zu Füllfederhaltern und sogar die Schweizer Bahnhofsuhr von Mondaine hat ein kleines Plätzchen auf einer der Etagen gefunden.

ITO-YA1

ITO-YA2

ITO-YA3

2-7-15 Ginza, Chuo-ku, http://www.ito-ya.co.jp, Mi-Sa 10.30-20 Uhr, So-Di 10.30-19 Uhr

Radlerparadies Tokio

Überraschend, wie einfach sich im 35-Millionen-Moloch Tokio Radfahren lässt. Man besorge sich eines dieser stilvollen Klein-Velos…

Klein-Velo

…merke sich die etwas ungewohnte Markierung…

Velo-Markierung

…was einfach ist, da eh fast alle Gehwege auch für Radfahrer frei sind…

Schilderwald

…und schon gehts ab per Fahrrad zu Chanel an die Ginza Road.

Ginza Road

Erleichterte Erleichterung

Die Japaner, sie sind die wirklichen Connaisseurs in Sachen Erleichterung. Ein Beispiel gefällig? Gesehen und selbst getestet im Hotel The Peninsula Tokyo:

Die Super-Toilette.

Sobald Sie einen Schritt Richtung Toilette tun, hebt sich der Deckel von selbst. Sie setzten sich auf den bereits vorgewärmten WC-Ring und gehen Ihrem Geschäft nach. Fertig? Jetzt lassen Sie sich in unterschiedlicher Intensität und Position inkl. Massagefunktion besprühen, zum Schluss bewinden und trocknen. Damit die Geruchsentwicklung während der ganzen Sitzung nicht stört, haben Sie bereits einmal eine halbe Spülung getätigt, stehen jetzt auf, wonach die Toilette nochmals automatisch spült, Sie schliessen den Deckel per Knopfdruck oder er tut es von selbst, sobald sie sich einen Meter von der Toilette entfernt haben. So einfach geht das. Nicht vergessen: Hände waschen!

Super-WC

Reiselust

Wie schafft man es, auf einer touristisch stark genützten Insel wie Bali einen einzigartig friedlichen und authentischen Ort der Kontemplation zu kreieren? Die beiden Amerikaner Tom und Howard machen es vor, haben antike Holzhäuser aus jeder Ecke Indonesiens zusammengetragen und mitten in den Reisfeldern Südbalis zu einem kleinen Dorf zusammengewürfelt.










Das Village Resort nennt sich Desa Seni und verfügt sogar über Yogahalle und Salzwasserpool (www.desaseni.com).
Beiträge 11 - 20 / 26