Paris propagiert kurz!

Auffallend: Balenciaga und Balmain, zwei vor kurzem noch aufs allerschärfste trendweisende Kollektionen, propagieren beide "freche" Kurzhaarschnitte für die Frau.



Mehr davon im Laufe des Tages auch auf www.nzz.ch

Dufte Sachen

Langsam macht man sich schon erste Gedanken über mögliche Weihnachtsgeschenke. Es lohnt sich in einer freien Minute gemütlich durch die Läden zu bummeln.

Aesop Zürich
Heute wurden wir bei Aesop im Zürcher Oberdorf fündig. Die Australische Beauty-Marke ist bekannt für ihre wohlduftenden Produkte aus natürlichen Essenzen, verpackt im nostalgischen Apotheker-Stil.

Aesop
Neu ist die Body-Seife mit Koriander und schwarzem Pfeffer, die man direkt im stimmungsvollen Ladenlokal am schwebenden Verkaufsregal mit Waschbecken ausprobieren kann. Ein zarter, angenehmer Duft überzeugt.



Des weiteren sind ideal für Weihnachten hübsche Geschenksboxen aus Holz (ab 73 Fr.), benannt nach grossen, britischen Poeten.
Aesop blake
Die Box William Blake beinhaltet z.B. die Rind Aromathique Body Balm, den Coriander Seed Body Cleanser und den Body Cleansing Slab, begleitet mit dem Gedicht "Auguries of Innocence" von Blake:

To see a world in a grain of
And a heaven in a wild flower,
Hold infinity in the palm of your hand
And eternity in an hour.


...denn wahre Schönheit kommt von Innen.

www.aesop-europe.com
Oberdorfstrasse 2, Zürich

Der Duft zur Insolvenz: Escada "Desire Me"

Es gibt dieser Tage ungewollt komische Koinzidenzen im Lifestyle-Markt. Etwa, wenn man gerade eine Eilmeldung vom Branchendienst TW-Network bekommt, dass das Ringen ums Überleben des deutschen Modehauses Escada gescheitert sei und dem Unternehmen unter Führung des Ex-Boss-Erfolgsmannes Bruno Sälzer nur noch das Insolvenzverfahren bleibe - und gleichzeitig mit viel Pomp ein Paket auf dem Tisch landet, in dem das neue Escada-Parfum "Desire Me" präsentiert wird.



Erst die eine Geschichte: Escada ist Pleite und wird diese Woche Konkurs beantragen. Jahrelange Misswirtschaft und Managementwechsel haben dem Hause irreparable Schäden zugefügt. Nur 46% der Gläubiger hätten nun ein letztes Umtauschangebot für Anleihen des Unternehmens angenommen - für eine erfolgreiche Umschuldung des Münchner Hauses wäre aber eine Annahmequote von mindestens 80% vonnöten gewesen. Das Unternehmen teilte am Dienstagabend mit, dass der "Vorstand daher beabsichtigt, noch in dieser Woche einen Insolvenzantrag wegen unmittelbar drohender Zahlungsunfähigkeit der Escada AG zu stellen". Die Pleite trifft 220 Mitarbeiter weltweit, ein Viertel davon in Deutschland. Der Vorstand sagt aber auch: „Es wird weitergehen ", und setzt auf ein Insolvenzplanverfahren zur Sanierung von Escada.

Dann die andere Geschichte: "Escada Desire-Me ist der unwiderstehliche neue Duft aus dem Hause Escada, steht da zu lesen, "bezaubernd, inspiriert von der Magie einer Frau, die es vermag, mit einem einzigen, fesselnden Blick einen Mann in ihren Bann zu ziehen." Rrrrrroaaaaarr! Was für Verheissungen! Kein Wort von Pleiten, Pech und Pannen, im Gegenteil: "Die Desire-Me-Frau versprüht unerschütterliches Selbstbewusstsein. Sie weiss, dass sie begehrenswert ist."



Oha. vielleicht hätte Escada-Boss Bruno Sälzer bei seinen Bittgängen zu Banken und Gläubigern einfach ein bisschen von diesem neuen, umwerfenden Verführerduft aufsprühen sollen, um seine Pläne durchzubringen?

Übrigens: der Duft kommt Mitte September in den Handel, prominentes Werbegesicht zu der Desire-Me-Kampagne wird US-Schauspielerin Olivia Wilde sein, bekannt aus "Dr. House". Also doch ein Hauch von Notfallaufnahme!

Mattlack

Matt lackierte Autos sind wahre Schönheiten - so wie diese heute im Zürcher Seefeld entdeckte Corvette.



Und weil es schon am Auto so verdammt gut aussieht, sollte Frau das matte Finish auch auf ihren Nägeln in Betracht ziehen. Dafür gibt es jetzt "Opi Matte" in sechs extravaganten Farben (unser Favorit: der schlammbraune Lack mit dem verschrobenen Namen "You don't know Jacques!") für 24 Franken. Schade nur, das sie nicht auch das knallige Corvette-Gelb im Angebot haben...

Es duftet nach Paris

Bei all den vielen Parfum-Neulancierungen gehen auch den Werbeleuten irgendwann die Ideen für innovative Kampagnen aus. Wieso also nicht auf eine feste Grösse zurückgreifen, dachten sich wohl die Vermarkter dieser drei Düfte. Und gross ist er ja wirklich, der Eiffelturm...


Miss Dior Chérie


RicciRicci


Kate Moss Parisienne

Godard auf der Haut

Um ein gutes Produkt noch ein wenig besser zu machen, bedient sich so manch einer gern bekannter Namen. So geschehen nun auch bei der australischen Schönheitsapotheke Aesop. "Three Acts", oder für jene, die es gern etwas künstlerischer mögen "Trois Actes" nennt sich ein Trio von Körperölen, das seit kuzem in der Zürcher Boutique erhältlich ist.



Die Schachtel mit den drei 50ml-Fläschchen ist verziert mit Filmstreifen, was Sinn macht, denn schliesslich tragen die Öle die Namen grosser Filme des legendären französischen Filmemachers Jean-Luc Godard.



Mit den Duftnoten Blutorange, Patchouli und Lorbeerblatt wartet "Breathless - A Bout de Souffle" auf - der verführerische Geruch von Jean Seberg?



"Contempt - Le Mépris" riecht nach Ingwerwurzel, Schwarzem Pfeffer, und Wacholderbeere - vielleicht eine Anspielung an die scharfe Brigitte Bardot?



Zuletzt wäre da noch "All's Well - Tout Va Bien" mit dem Duft von Bergamotte, Zedernholz und und Petitgrain. Der olfaktorische Zusammenhang mit Hauptdarstellerin Jane Fonda verschliesst sich uns bisher leider noch, aber da der Hersteller verspricht, das Set eigne sich auch bestens für sinnliche Massagen, hier ein Tipp: Set kaufen, Kerzen anzünden, Wein öffnen, DVD "Tout Va Bien" einlegen, dem Partner das Fläschchen in die Hand drücken, Rücken freimachen und sich dann auf die Suche nach dem Zusammenhang begeben.

"Three Acts", erhältlich für 92 Franken bei Aesop an der Oberdorfstrasse 2 in Zürich

Klobürste fürs Auge

Was hat die Kosmetikindustrie in den vergangenen Jahren nicht alles an Mascarabürstchen auf den Markt geworfen: grosse Bürstchen, kleine Bürstchen, geschwungene Bürstchen - ja sogar vibrierende Bürstchen sollten Frauenwimpern dichter und länger machen. Die neuste Formkreation aber kommt aus dem Hause L'Oréal und erinnert irgendwie an... eine Klobürste!


Bild L'Oréal Paris

Doch die Bürste hält mehr, als ihre Form verspricht. Es lässt sich damit wild in den Wimpern herumpinseln, einzelne Härchen können gezielt umhüllt und verlängert werden, und die Kleckergefahr ist deutlich kleiner als bei den "Langbürsten". Diese schwarze Tusche gehört eindeutig nicht ins Klo, sondern in den Kosmetikschrank.

Telescopic Explosion Mascara von L'Oréal, erhältlich ab 1. Mai in schwarz und braun.

Doppelt gemoppelt

In Zeiten der Wirtschaftsflaute (um das Wort Krise nicht allzu sehr zu strapazieren) freut sich auch ein Luxusgüterkonzern, wenn er seine Ideen gleich doppelt verwerten kann. So geschehen bei Prada. Der Look vom Laufsteg für Frühjahr/Sommer 09...



...findet sich in leicht abgewandelter Form auf der Schachtel des neuen Duftes "Infusion de Fleur d'Oranger":



Gut nur, dass das Parfum eindeutig besser duftet als das Kleid, herrlich frisch und frühlingshaft. Inspiriert von Pradas "Exclusive Scents", ist "Infusion de Fleur d'Oranger" der erste Duft aus einer limitierten "Infusion Collection", von der nun jährlich ein Duft erscheinen soll. (Erhältlich zum Beispiel bei Globus und Marionnaud).

Make-Up für Mütter

Wasserfestes Mascara ist ein unerlässliches Accessoire für den nahenden Sommer, denn es hält und hält und hält, egal ob Sonne, Wind oder Wasser. Aber auch die dauernde Beanspruchung durch den eigenen Nachwuchs stellt hohe Anforderungen an die Haltbarkeit der schwarzen Tunke. Da schmiert einem immer wieder mal ein kindliches Patschehändchen durchs Gesicht, da landet Apfelsaft im Auge, und auch wildes Herumtollen mit den Kleinen im Pool oder auf der Wiese kann dem verführerischen Augenaufschlag ernsthaften Schaden zufügen. Kein Wunder also, dass diese drei intensiv bepinselten Schönheiten sich nur mit wasserfester Mascara aus dem Haus trauen:


Demi Moore, Mutter von drei Töchtern, für "Lash Queen" von Helena Rubinstein


Monica Belluci, Mutter einer Tochter, für Diors "Diorshow Iconic Extreme"


Natalia Vodianova, zwei Söhne, eine Tochter, für Guerlains "Le 2 de Guerlain"

Weder von verschmiertem Apfelsaft, dreckigen Kinderhänden oder auch nur ein klein wenig mütterlicher Abgespanntheit ist auf diesen Gesichtern eine Spur zu erkennen. Make-Up vollbringt eben doch Wunder.

Alte Zöpfe neu geflochten

Der Wickel-mich-um-den-Kopf-Zopf ist ja eigentlich ein Klassiker. Schon die unvergessene Prinzessin Leia (Carrie Fisher in Star Wars) trug ihn mit Stolz.



In jüngerer Zeit eroberte der "alte Zopf" das weltpolitische Parkett (auf dem Kopf von Julia Timoschenko):



Und bei der Präsentation der Frühlings-/Sommermode 2009 war das Flechtwerk auf den Laufstegen dieser Welt zu Gast:


Alexandre Herchcovitch in New York (vogue.com)


Alberta Ferretti in Mailand (vogue.com)

Doch den Frauen jenseits der internationalen Laufstege und (Polit-)Bühnen stellt sich jahrein, jahraus dieselbe Frage: Wie kriege ich das zuhause hin?

Die neuste Antwort liefert Sally Brooks, International Hair Art Director für Nivea. "Griechische Göttin" nennt sie ihr Kunstwerk, das sich zuhause so nachmachen lässt:



"Föhnlotion auftragen, damit das Haar mehr Volumen und Stand bekommt. Mit dem Handtuch vortrocknen, anschliessend das Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen föhnen.
Das Haar am Hinterkopf in der Mitte längs scheiteln. Auf jeder Seite einen lockeren Zopf aus drei Strängen flechten und an den Spitzen mit einem Haargummi sichern. Die einzelnen Stränge der Zöpfe Bogen für Bogen leicht mit den Fingern anheben und formen.
Erst den einen, dann den anderen Zopf hochnehmen und um den Kopf zur anderen Seite legen, hinter dem Ohr mit Haarklemmen befestigen. Die Frisur mit Haarspray fixieren."

Ob es funktioniert? Keine Ahnung, aber versuchen werden wir es auf jeden Fall.
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