Max Bill lässt grüssen

Zeitgeistige Empfehlung aus der Zeithalle in Zürich, die dieses Wochenende 27./28. November (auch Sonntag!) geöffnet ist: Die wunderbare Max-Bill-Chrono von Junghans, Version black-black.

Hermès zum Selberbasteln

Sie wollten auch schon immer eines, eines der legendären Colliers de Chien von Hermès?



Für alle, die gerade nicht das nötige Kleingeld zur Hand haben, bieten die Franzosen auf ihrer Website unter "Surprises" einen Bastelbogen in zwölf Varianten an:



Also: downloaden, ausschneiden, falten, kleben - und davon träumen, dass aus dem Papier eines Tages echtes Leder wird...


IWC und der "Grosse Kater"

Unfassbar, wie detailliert die Suchscheinwerfer der PR-Branche heute jedes noch so kleine Detail des Lebens ausleuchten. So bekamen wir gerade Post von IWC aus Schaffhausen, wo man mit vor Stolz geschwellter Brust vermerkt, dass die beiden Schauspieler Bruno Ganz und Marie Bäumer im neuen Spielfilm "Der grosse Kater" (nach dem Roman von Thomas Hürlimann) Uhren der International Watch Company tragen.



Im Film, der ab 21.Januar in die Kinos kommt, spielt Bruno Ganz einen Bundesrat, der den Zenit seines Schaffens überschritten hat, und Marie Bäumer spielt seine Gattin. Weitere Details zum Film entnehme man bitte den Berichten des Feuilletons - wir melden hier nur, was dort sicherlich nicht steht: nämlich, dass Bruno Ganz eine antike "Savonette"-Taschenuhr von IWC mit sich trägt (und der Schauspieler in einer der ersten Szenen sogar den Namen der Marke nennt!), und Marie Bäumer eine Ingenieur Automatic Midsize am Arm hat. Anbei die "Beweisaufnahmen" in Form von eleganten Lichtbildern.


Fotos: Abrakadabra Films, Neue Bioskop Film, Barry Films

Ja, wir auch

Die Münchner Juwelen-Manufaktur SÉVIGNÉ ist mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama ganz einer Meinung und hat seinen vielzitierten Slogan in einem Anhänger verewigt:
Sevigne
Online erhältlich in vier Varianten (Weissgold mit Brillies, gross in Silber, klein in Silber mit Kette, Schlüsselanhänger Silber) über WWW.SEVIGNE.DE

Natafs salbungsvoller Abschied bei Zenith

Die Ära Thierry Nataf bei Zenith ist zu Ende - der selbsternannte Sonnenkönig der Schweizer Horlogerie ist von seinem Thron gestossen worden. Daniel Hug schrieb dazu vergangene Woche in der "NZZ am Sonntag": "Die Bling-Bling-Direktoren nehmen den Hut. Die Ära der flamboyanten Direktoren in der Uhrenindustrie geht zu Ende. Thierry Nataf ist als Chef von Zenith abgesetzt worden."



Nun reicht Thierry Nataf noch sein persönliches Statement zum Scheitern nach. Er schreibt: "I would like to thank all of you for having brought Zenith back to the zenith. The renaissance and development of the Zenith manufacture would not have been possible without your contribution, commitment and faith to the house."

Diese salbungsvollen Worte lässt Thierry Nataf übrigens via Zenith-Pressestelle an die Medien verbreiten, die er naturgemäss allesamt als seine Freunde beschaut. "Dear All" steht als Begrüssung der Empfänger - es dürften also nicht wenige "Freunde" sein, die Thierry Nataf hier anspricht. Und dann der Schluss des Briefes, der Klimax: "On a personal level, I would like to thank you for having been a friend of the brand ... and my friend as well."

Oha. Wir waren also Freunde. Obwohl wir uns nur zweimal getroffen haben! Na gut. - Come on, Thierry, be honest! Diese Zeiten des gegenseitigen Anschmeichelns sind vorbei. Heute spricht man Klartext und schenkt sich reinen Wein ein. Vielleicht war es Natafs Fehler, dass er exakt dies bis zum Schluss nicht einsehen wollte?

Patek Philippe lanciert sein eigenes Siegel

Aufmerksamen Lesern der am Wochenende erschienenen Ausgabe von "Z - die schönen Seiten" dürfte es gleich beim Aufschlagen des Magazins aufgefallen sein: Die renommierte Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe hat dieser Tage sein eigenes Siegel lanciert, das "Patek Philippe Seal". Es steht, so die doppelseitige Anzeige, für die Werte der familiengeführten Manufaktur, für Handwerk, Qualität und Tradition.

Klingt alles nach dem üblichen Uhren-Blabla, ist aber eine kleine Sensation, denn mit diesem Siegel tut Patek Philippe nun genau das, worüber Uhrenkenner lange in entsprechenden Foren fachsimpelten: es ersetzt das alte Genfer Siegel, bisher Massstab für höchste Uhrmacherkunst, durch eine eigene Qualitätsmarke. Das ist in der auf Tradition bedachten Welt der Luxus-Horlogerie eine kleine Revolution, denn damit erhebt sich Patek über die gängigen (und teilweise überholten) Referenzen in seinem Fach und macht sich selbst zum neuen Massstab der Dinge. Schön, dass diese Revolution so diskret und elegant verpackt daherkommt.


Die Anzeige aus "Z" zeigt Vater Philippe Stern, Vertreter der 3. Generation und Präsident von Patek Philippe, mit seinem Sohn Thierry, Vizepräsident der Firma. Die beiden Herren stehen persönlich für die Qualitäten ihrer Firma ein. Auf die Abbildung einer Uhrenneuheit wurde verzichtet. Fotografie von John Swandell.

Skelettierte Besonderheiten

Zwei sehenswerte Ticker, die in unserer am letzten Wochenende publizierten Uhren -Ausgabe von "Z - Die schönen Seiten" etwas zu kurz kamen, gleichwohl aber besondere Beachtung verdienen:



Links: Chopard L.U.C Tourbillon Tech Twist, Gehäuse: Weissgold, Werk: Handaufzug mit 9 Tagen Gangreserve aus vier Federhäusern, Aufzug mit Kurbel möglich, Tourbillon mit Käfig aus Aluminium, Spezialunruh, limitiert auf 100 Stück. 148 000 Fr.

Rechts: BLU MT3, Gehäuse: Weissgold mit transparenten Saphirglasflanken, Werk: aussergewöhnliche Konstruktion, bestehend aus drei ineinander verschachtelten Tourbillons, wovon zwei fliegend. Das sich drehende Werk selbst zeigt die Zeit an. 284 500 Fr.

Foto: Christian Riis Ruggaber.

IWC skelettiert die Portugieser

Ein bisschen schade ist das, aber nun gut: in der kommenden Ausgabe von "Z - Die schönen Seiten" berichten wir ausführlichst über die schönsten skelettierten Uhren - das sind Zeitmesser mit offen gearbeiteten Zifferblättern und Werken -, aber eine fehlt in dem Artikel: die neue Portugieser Tourbillon Mystère Squelette von der International Watch Company, kurz IWC .

Leider hörten wir erst heute, nachdem das Magazin fertig produziert und im Druck ist, von dem Wunderwerk aus Schaffhausen, das es weltweit je nur 50-mal in Platin, Rot- und weissgold geben soll. Als Trost gebührt der Uhr dafür hier ein Ehrenplätzchen.

Lifestyle pervers: die Luxus-Swatch

Uns erreichte gerade eine Nachricht, bei deren Lektüre uns fast das Mittagessen noch einmal durch den Kopf ging: die demokratische Schweizer Basic-Uhr Swatch gibt's bald auch als Luxus-Version für 14'500 Franken.



Das Ding heisst "Diaphane One Turn 2" und ist ab Ende November in einer limitierten, nummerierten Auflage von 50 Stück erhältlich. Es gibt's für Damen und Herren - die für Herren ist sogar noch 5000 Franken günstiger. Warum eine solch teure Swatch? Weil es kein Quarz-Gerät ist, sondern ein mechanischer Zeitmesser mit handskelettiertem Werk ist. Na dann.

Und jetzt wirklich: der IWC Boesch Aquatimer

Nachdem wir in einem Akt von zivilem Ungehorsam die Leserinnen und Leser dieser kleinen Plattfrom schon vor einigen Wochen über das gemeinsame Uhrenprojekt von IWC und Boesch informiert und einen entsprechenden Schnappschuss bereitgestellt hatten, liegt nun auch die "offizielle" Version der Geschichte vor, und damit auch ein brauchbares Bild:


Also, die Schaffhauser IWC präsentiert eine Sonderedition Ihres Aquatimers mit einem Logo des Zürcher Edel-Bootsbauers Boesch im Zifferblatt und einer kleinen, mahagoniroten Holzplakette auf der Rückseite. Die bis 12 bar Druck wasserdichte Edelstahl-Uhr ist auf 300 Exemplare limitiert.

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