Was dieser Tage auf den Uhrenmessen in Basel und Genf gezeigt wurde, erfüllt oft nur noch nebenbei die Rolle als Zeitmesser. Die Schweizer Uhrmacher verstehen sich dafür immer mehr als Hersteller von besonders exklusivem Erwachsenen-Spielzeug, dessen komplizierte Technik das Hauptereignis ist. In dieser Logik lässt sich auch die neue Uhr namens Quai de l’Ile von Vacheron Constantin einordnen: die Uhr kann als Bausatz mittels einer Online-Applikation von jedem Kunden selbst konfiguriert werden – bis zu vierhundert Varianten sind denkbar – und wird in einer maskulinen Box mit austauschbaren Armbändern, einem „Pass“ und etwas semiprofessionellem Uhrmacherwerkzeug geliefert. Beachtlich ist der Aufwand, der im mehrlagigen Zifferblatt steckt: die verschiedenen transparenten Schichten sind mit Sicherheitsdruckverfahren und Mikroschriften bearbeitet, die man bisher vor allem von Banknoten oder Reisepässen kennt.

Mehr Aktualität vom diesjährigen Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf im soeben erschienenen April-Magazin von "Z" sowie am Wochenende vom Sonntag, 13. April in der "NZZ am Sonntag".